Wirtschaft Archiv

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IT-Markt? Wächst…

Nachdem im letzten Jahr konjunkturbedingt eine Verschnaufpause angesagt war, erholt sich der ITK-Markt 2010 und kehrt zu altem Wachstum zurück. Die Treiber sind vornehmlich im Hardwaregeschäft zu finden, was einerseits erstaunlich, bei genauer Betrachtung der Produktgruppen jedoch nachvollziehbar erscheint.

Besonders hohe Wachstumsraten werden demnach insbesondere in den Bereichen Smartphones, mobile Computing und Flachbildfernsehen erwartet.

Parallel dazu sind auch wieder Berichte über steigende Gehälter und den Mangel an Fachkräften zu finden.

More: Heise.

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Exklusivvermarktung iPhone: Ende!

Seitdem das iPhone von Apple erhältlich ist, wurde es exklusiv (in Deutschland über T-Mobile) vertrieben. Apple hat damit einen strategisch interessanten Weg beschritten, der nun endet.

Abgesehen davon, dass bereits seit geraumer Zeit iPhones ohne SIM- oder Net-Lock über mehr oder minder offizielle und zulässige Kanäle bezogen werden konnten, steigen jetzt die Provider in das Geschäft mit den kleinen Spielzeugen ein. O2 und Vodafone machen den Start, wobei ich auf Grund fehlender HSDPA-Verfügbarkeit nicht davon ausgehe, dass E-Plus nachzieht.

Wo liegt der Preis? Entgegen meinen Erwartungen gelingt der Einstieg relativ nah am Markt. O2 bietet das iPhone 3GS für 529 € an; ein iPhone 4 gibt es ab 649 €. Das Topmodell liegt mittlerweile auch (weit entfernt vom Einführungspreis > 1000 €) in einem “erreichbaren” Rahmen und kann für 749 € erstanden werden.

Interessant dürften für die meisten Kunden die Kombinationen aus Gerät und Tarif sein. In Abhängigkeit vom fix vereinbarten Kostensatz wird der Preis wohl nochmal um einiges tiefer liegen.

Der größte Vorteil? Entgegen der bisherigen Praxis können sich iPhone-Interessierte ihr Gerät einfach beim Netzbetreiber ihrer Wahl abholen und es sind keine Konfigurationsänderungen für Zugriffe, etc. mehr erforderlich.

Die Klage, über die ich im Jahr 2007 berichtet habe, ist damit auch hinfällig :-)

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Wirtschaft im “Reich der Mitte”…

Foxconn – der weltgrößte Auftragsfertiger weltweit – investiert weiter kräftig und baut damit seine Fertigungskapazitäten aus. Insgesamt 1,4 Mrd. US-$ sollen in eine Produktionsstätte in China fließen. Bisher beschäftigt das Unternehmen ca. 920.000(!) Personen in der Produktion von Technik, die dann im Rest der Welt verkauft wird. Die Kunden setzen sich aus den größten Konzernen der Branche zusammen (u.a. Apple).

Die Investition wird voraussichtlich im “rückständigen” Westen Chinas – genauer im Großraum Chengdu – platziert. Ich gehe davon aus, dass nach den letzten Gehaltsrunden infolge der Selbstmordserie ein Platz gesucht und gefunden wurde, wo finanzielle Forderungen in den nächsten Jahren erstmal nicht entstehen.

Ich bin gespannt, wie sich der Trend zu günstigen “manuellen” Tätigkeiten (vor dem Hintergrund der immensen Beschäftigtenzahlen kann es sich um nichts anderes handeln) weiterentwickelt. Selbst bei den im Vergleich zu westlichen Verhältnissen im Dumpingbereich angesiedelten Löhnen sollte doch Automatisierung Sinn ergeben?!

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Windows Phone 7 mit holprigem Start…

Microsoft bläst zumindest verbal-medial massiv zur Attacke auf die Konkurrenten im Smartphone-Markt Apple mit iOS und Google mit Android. Dafür, dass mit Windows Mobile bisher eine kaum ernstzunehmende Alternative aus dem Hause Microsoft besteht, erscheint das schon mutig – allerdings soll sich mit Windows Phone 7 nun eine wirkliche Alternative auftun (dazu ein beinahe schon lustiger Artikel von mir aus dem Jahr 2007).

Sei es drum – der Marktstart der Geräte mit dem OS made by Microsoft verlief eher weniger erfreulich. Entgegen den gefeierten Einführungen der Apple-Geräte, die erstens zum angekündigten Start immer vorrätig waren (wenn auch teilweise nur in kleinen Stückzahlen) und zweitens einen euphorischen Ansturm auslösten, kamen die willigen Microsoft-Kunden heute nur sehr begrenzt zum Zug. Die Online-Shops begannen erst im späteren Tagesverlauf, die Produkte zu listen und außer bei Vodafone stand der geneigte Kunde schnell vor einem leeren Regal.

Gespannt bin ich weiterhin, mit welcher Strategie man den mittlerweile doch erheblichen Rückstand bezüglich des Angebots von “Mobile Apps” aufholen möchte. Während Apple und Google über Softwaremärkte (Appstore und Android Market) verfügen, tut sich Microsoft in dem Umfeld schwer und startet erstmal mit den Geräten.

Na dann – trotzdem viel Erfolg – ein breites Spektrum hat dem Markt noch nie geschadet :-)

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Stuttgart 21 – Verhandlungen doch ergebnisoffen?

Nachdem der Streit zumindest in seiner Medienwirksamkeit und ursächlich dafür vermutlich in seiner gewaltsamen Ausprägung etwas abgeschwächt werden konnte, bereiten sich die Parteien auf eine (ernsthafte) Auseinandersetzung am Verhandlungstisch vor.

Spiegel-Informationen zufolge hat die Bahn bereits gerechnet, was ein vollständiger Abbruch des Baus kostenseitig bedeuten könnte. Im Ergebnis steht der Betrag von 1,4 Mrd. € im Raum, der für

  • bisherige Planungen für Stuttgart 21,
  • bereits getätigte und rückabzuwickelnde Grundstücksgeschäfte,
  • bereits rechtlich verbindliche Bauverträge und
  • bisherige Planungen für die Strecke Wendlingen-Ulm

aufgelaufen ist. Offensichtlich bereitet man sich auch auf den Ernstfall vor…

Weiterhin gibt es schwere Bedenken darüber, ob ein nachträglicher Volksentscheid über das bereits beschlossene Projekt Schule machen könnte und die Handlungfähigkeit – insbesondere bei größeren (Infrastruktur-)Projekten – nachhaltig Schaden nehmen könnte.

Ein etwas andere Beispiel für den Umbau eines Kopf- zum Durchgangsbahnhof kann derzeit in Wien beobachtet werden. Die Ausmaße dürften vergleichbar sein, wenngleich die mediale Meinung zum Umfeld der Baustelle schlechter ausfällt als in Stuttgart – soll heißen: der Stadtteil, der die nächsten Jahre zur Baustelle umfunktioniert wird, war ohnehin wenig ansehnlich und erfährt durch die Neuplanung eine entscheidende Aufwertung. Ein interessanter Artikel dazu findet sich bei N-TV.

Ganz offensichtlich hat man dort im Vorfeld die Stimmungen in der Bevölkerung eingefangen und auch Gegner frühzeitig integriert. Das Motto ist dem entsprechend auch nicht “Dauerprotest” und “Schlichtungsverfahren” sondern “Abrissparty“.

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Auto-Pilot? K.I.T.T. lässt grüßen…

Nachdem sich Jahrzehnte lang im Automobil nicht wirklich viel bewegt hat (von Sicherheitssystemen und einigem Komfort abgesehen), kommt die Entwicklungsmaschinerie langsam in Gang. Multimedialem Entertainment in Form von Navigationsgeräten und HiFi-Anlagen folgten unterstützende Sicherheitssyteme (“Fahrerassistenzsysteme”).

Denkt man weiter, könnten die logische Konsequenz Fahrautomaten sein, die den Wagen automatisiert von einem Standort zum nächsten bringen. Google und die Technische Universität Augsburg haben jetzt in Braunschweig einen solchen automatischen Wagen fahren lassen.

Aus Sicherheitsgründen saß (trotz der Erwartung solider Leistungen der Technik) ein Fahrer am Steuer. Wie ich den Artikel bei Golem lese, frage ich mich ob ein Fahrautomat nach aktueller rechtlicher Lage denn zulässig wäre?

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