Kurioses Archiv

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Toyota – Rückruf 2.0

Nach dem Mediendesaster um die Pedalerie einiger Modelle, der ja eher zufälliges Funktionieren (und Ausfallen) nachgesagt wurde, folgten Berichte, dass Teile der Modellpalette mit dem Elchtest Probleme haben und nun ist der nächste Tiefschlag zu lesen: Auf dem nordamerikanischen Markt werden 870.000 Fahrzeuge zurückgerufen, um (und das ist die gute Nachricht) “lediglich” die Halterung des Reserverads zu tauschen, welche durch Streusalzeinwirkung unter Umständen ihren Dienst vorzeitig quittiert.

Der Automobilkonzern, der über Jahrzehnte konsequent ganz oben in den Zuverlässigkeitsstatistiken zu finden war und dem damit das Image der “unkaputtbaren” Fahrzeuge anhaftete, hat nun mit schweren Problemen zu kämpfen. Inwiefern sich dieser Umstand auf die Preis- und vor allem die Rabattpolitik auswirkt, werde ich wohl in naher Zukunft testen. Imagebedingt dürfte ein solches Fahrzeug in der Diebstahlstatistik hinten anstehen – ein Punkt, den man beim Autokauf unbedingt bedenken sollte…

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Elektrosmog 2.0

Zugegeben: die Nachricht über drahtlose Stromübertragung ist nicht völlig neu. Dass sich auf diesem Wege mittlerweile Leistungen übertragen lassen, die den Betrieb typischer Haushaltgeräte zulassen, hat mich allerdings schon überrascht.

Dem Unternehmen WiTricity ist es gelungen,  eine Leistung in Höhe von 100 Watt drahtlos zu übertragen. Zudem verkündet man, dass eine Steigerung auf 1 Kilowatt durchaus in näherer Zukunft erforschbar wäre.

Etwas skurril hört sich jedoch der Umstand an, dass die Effektivität lediglich zwischen 20 und 30% liegt. Die heißt gleichwohl, dass für den Betrieb eines Verbrauchers mit 100 Watt Nennleistung satte 200 bis 300 Watt aus der Steckdose entnommen würden. Der Rest geht in einem elektromagnetischen Feld auf – Energie kann ja bekanntermaßen nicht einfach verschwinden.

Unabhängig von der mageren Ausbeute bin ich trotzdem gespannt auf die weitere Entwicklung – vielleicht werde ich ja bei der Planung meines Eigenheims keine Überlegungen mehr über die Kabelverläufe anstrengen müssen :-)

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Die Verhaftung von Jörg Kachelmann – wie jetzt?

Ohne auf den Vorwurf gegen Jörg Kachelmann selbst eingehen zu wollen und ohne eine Wertung dieses oder Aussagen von ihm, seiner ehemaligen Lebensgefährtin oder deren Anwälten zu versuchen, gibt es doch eine Tatsache, die in diesem Zusammenhang hier platziert werden kann.

Einem Spiegel-Bericht zufolge wurde der “Zugriff” auf Herrn Kachelmann langfristig geplant und vorbereitet. Das allein klingt vor dem Hintergrund, dass es sich um den ARD-Wetterfrosch – einen 51-jährigen, der sich frei und ohne Bedenken bewegt, schon etwas skurril.

Gerade für Personen des öffentlichen Lebens (und das sollte nach den Fällen Türk und Zumwinkel bekannt sein) ist ein solcher Vorfall ein besonderer Einschnitt in die Privatsphäre und insbesondere auch in die berufliche Laufbahn. Vor diesem Hintergrund (und nochmal auf darauf hinweisend, dass es sich nicht um eine Wertung des Vorwurfs selbst handelt) lesen sich die folgenden Zeilen (Spiegel) schon etwas irritierend:

Nach Informationen des SPIEGEL gestattete sich das Polizeipräsidium Frankfurt am Main stolz ein Selbstlob: Man habe “eindrucksvoll unter Beweis gestellt”, dass es gelingen könne, “an einem so offiziellen Platz wie dem Frankfurter Flughafen” eine “Person der Öffentlichkeit festzunehmen, ohne dass die Öffentlichkeit davon etwas mitbekommt”, heißt es im internen Kriminalitätslagebericht.

Nun stellt sich folgerichtig die Frage: Wozu der ganze Aufriss, wenn der Name kurze Zeit später durch alle Medien wandert?

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Wir lieben Spam!

Einer Studie zufolge sind wir der unerwünschten Post weit weniger abgeneigt, als man das denken könnte. Satte 43% der Nutzer elektronischer Post öffnen Spam-Nachrichten – davon die Hälfte sogar bewusst.

Ist es die Antwort auf die Frage, warum so viel Spam unterwegs ist? Dazu einige Erkenntnisse:

  • 11% der E-Mail-Nutzer klicken auf Links, die in Spam-Mails enthalten sind (Wow!)
  • 8% der E-Mail-Nutzer öffnen in Spam-Mails enthaltene Dateianhänge (Wow!)
  • 4% der E-Mail-Nutzer antworten(!) auf Spam-Mails (Wowow!)
  • 4% der E-Mail-Nutzer leiten Spam an weitere Empfänger weiter (Bitte?!)

Eine weitere Erkenntnis der Ipsos-Umfrage: jüngere Nutzer öffnen die Nachrichten häufiger – sind also offensichtlich interessierter an den Inhalten.

Mein erschreckendes Fazit: Spam scheint sich für die Förderung des eigenen Geschäfts extrem, exorbitant und kaum beschreibbar zu lohnen. Bedenkt man, dass es sich für gewöhnlich um Geschäftsfelder handelt, die in dieser Form über “normale” und “legale” Wege kaum zu unterhalten sind, ist das dankbare Nutzerverhalten unbestritten eine Hauptursache für das extrem hohe Aufkommen. Darüber hinaus dürften die Erkenntnisse vor dem Hintergrund der Reduktion des Spam-Aufkommens einen nicht zu vernachlässigenden Einflussfaktor darstellen.

Ein kurzer Blick in die “herkömmliche” Post: trotz des freundlichen Aufklebers, der den Boten beim Betrachten meines Briefkastens darauf hinweist, dass ich keine Werbung wünsche, ist der Anteil an tatsächlich an mich adressierte und darüber hinaus der Anteil wirklicher “Nutzpost” – also Post, die mir eine wirklich verwertbare Information oder Aufforderung liefert – erschreckend gering.

Für elektronische wie auch postalische Werbung sollte gelten: sofern sich der erhebliche Aufwand in der Erstellung und Versendung der Inhalte nicht auszahlen würde, gäbe es keinen Grund, diesen Aufwand zu betreiben :-)

Via Golem, Ereignisblog, Datenhirn.

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Google.cn war einmal – jetzt folgt die Konfrontation

Google hat seinen Suchdienst in China abgeschalten und – das könnte man direkt als “Schachzug” bezeichnen – die Domain google.cn auf google.com.hk (Hongkong) umgeleitet. Einerseits dürfte das die Umsätze aus dem Suchgeschäft (geschätzt 245 Mio €) erhalten und zum anderen dürfte diese Maßnahme die chinesische Regierung in Zugzwang bringen.

Google hatte auf google.cn zensierte Inhalte ausgeliefert – ab sofort erhalten die Besucher der Seite jedoch die kompletten Ergebnislisten und das in erster Linie auch zu Recht, da die Server wohl in Hongkong stehen.

Nun bin ich gespannt wie das weitere Prozedere aussehen wird, da dieses Vorgehen aus Sicht der Chinesischen Entscheider provozierend gewertet werden dürfte.

Via Golem.

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Google.cn – am 10. April soll Schluss sein

Die Spatzen zwitschern es von den Dächern: Google wird sein Suchgeschäft in China nahezu sicher zum 10. April 2010 einfrieren. Wie hier bereits dokumentiert kann ich mir dieses Szenario nach wie vor nicht vorstellen.

Wieso sollte sich ein Unternehmen aus dem Wachstumsmarkt schlechthin verabschieden? Es scheint mir über die Angriffe auf Nutzerkonten und weitere (nicht ganz so gravierende) Unwegsamkeiten eine Hidden Agenda zu existieren, deren Inhalte ich vielleicht garnicht kennen möchte.

Bis zum 10. April sind noch einige Tage Zeit – Zeit für wilde Spekulationen und am Ende vielleicht einer schlüssigen Argumentation für oder wider dem Vorhaben. Da der Ausgang in meinen Augen nach wie vor offen ist, werden die nächsten Tage in dieser Hinsicht also spannend.

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