Kurioses Archiv

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Android 2.3 auf dem HTC Desire?

Jetzt bin ich doch etwas baff. Ich konnte bisher wirklich nichts gegen das HTC Desire und auch nichts gegen Android als Plattform sagen – dass jetzt jedoch der Upgradepfad für die Kombination Android 2.3 und HTC Desire abgeschnitten wird, ist wenig erfreulich.

Wie Golem berichtet kann man sich das Upgrade auf 2.3 über einen Windows-PC auf das Telefon spielen, geht dabei allerdings das Risiko der “Zerstörung” des Gerätes. Interessieren würde mich, warum es sich so schwierig anfühlt, das Upgrade anzubieten. Dass es sich um einen Speicherengpass handeln kann ist lediglich Spekulation.

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Was passiert, wenn man Spülmittel in einen Springbrunnen gibt?

Die Frage ist so alt wie ich denken kann und immer wieder kommt es zu Experimenten. Für den Experimentierenden sicher lustig – für den Brunnenbesitzer eine nerven-, zeit- und geldaufreibende Angelegenheit. Wie das aussieht, kann man folgendem Bild entnehmen. Am gestrigen Montag haben in Dresden Unbekannte den Brunnen am Albertplatz mit einer offensichtlich größeren Menge “Spüli” verunreinigt und anschließend das Weite gesucht.

Also liebe Abenteurer: jetzt habt ihr gesehen, was passiert, wenn man Schaum in einen Brunnen gibt! Es gibt somit keinen Grund, noch einen eigenen Versuch zu fahren ;-)

Screenshot: sz-online.de

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Regionale Mietpreisbildung…

Was es nicht alles gibt. In Dresden existierte einst die WoBa, deren Anteile bei der Stadt lagen. Im Zuge schwieriger finanzieller Fahrwasser fiel der Entschluss, die WoBa zu verkaufen und zumindest für den Moment die Haushaltslage der Stadt Dresden zu sanieren. Aus der WoBa ist nun die Gagfah geworden und neben den Anlagegütern hat die Gesellschaft auch eine Menge Auflagen mitgekauft, die sich mit “wirtschaftlichem Handeln” aller Voraussicht nach nur schwer verbinden lassen.

Nun ist die Gagfah im regionalen Markt der größte Anbieter von Immobilien (100.000 Immobilien auf 500.000 Einwohner), was dem Investment durchaus auch eine (regional-)politische Perspektive verleiht. Der durch die Gagfah begründete Mietpreis bildet auf Grund der großen Menge an Immobilien den Preis im gesamten Stadtgebiet (-> Mietspiegel).

Wenn ich nun den aktuellen Artikel der SZ so lese, bleibt nur eines: allen Dresdnern zu überproportional steigenden Mietpreisen zu gratulieren (da ich dazu gehöre, erlaube ich mir den Hieb). Da dies alles eine Frage der Perspektive ist, kann man auch den weiteren Immobilienbesitzern zu steigenden Werten und Mieteinnahmen Glückwünsche senden :-)

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Das deutsche Dilemma: Wir wollen nicht?

Es ist geradezu paradox und frustrierend zugleich. Nach der japanischen Katastrophe und den explosionsartigen Veränderungen in den Wahlergebnissen hierzulande hält nun der Aktionismus Einzug. Wie man der heutigen Onlineausgabe des Spiegel entnehmen kann, sollen nun schnellstmöglich die Voraussetzungen für einen raschen Atomausstieg geschaffen werden.

Weg von Atomkraft heißt

  • rein in erneuerbare Energien oder
  • rein in innereuropäischen Energiehandel.

Zweite Variante erscheint etwas seltsam weil wir aller Voraussicht nach nicht etwa grünen Strom aus dem hohen Norden sondern vielmehr atomaren Strom von unseren Anreinern beziehen würden.

So treibt es schwarz-gelb nun mal tüchtig grün und greift an der Öko-Front an. Und weil das alles so einfach geht, schreiben die gewählten Vertreter einfach ein Papier. Rumms.

Wie nicht anders zu erwarten regt sich jetzt schon Widerstand – Windräder sind nun mal leider hässlich und auch nicht ganz geräuschfrei im Betrieb. Das alles halte ich für lösbare Probleme – der entscheidende Druckpunkt liegt wohl an einer anderen Stelle: der Faktor Mensch bleibt völlig unberücksichtigt.

Letztens hatte ich das Vergnügen, bei einem Bekannten einen Bericht über erneuerbare Energien zu sehen. Die Anwohner eines Dorfes hatten sich zu einer Invesitionsgemeinschaft zusammengetan und umliegende Freiflächen mit Windkrafträdern sowie ihre Hausdächer mit Solaranlagen versehen. Die Bürger hatten sich freiwillig dafür entschieden und waren sichtlich zufrieden mit ihrem Investment – einziger Wehrmutstropfen: bei starkem Wind konnte nicht die gesamte Menge erzeugter Energie gespeist werden, da die Leitungskapazitäten nicht ausreichend dimensioniert waren – ein lösbares Problem mit geringem Frustpotenzial. Ein verändertes Landschaftsbild oder ein erhöhter Geräuschpegel wurden nur am Rande diskutiert, waren jedoch kein Hinderungsgrund. Warum?

Die Bürger haben sich basierend auf einem positiven Anreiz (finanziell) freiwillig in das Vorhaben begeben.

Der Guerilla-politische Ansatz unserer Vertreter lässt diesen entscheidenden Punkt völlig außer Acht und gerät schon jetzt in die Kritik. Statt die Chance zu nutzen und auf eine dezentrale Infrastruktur mit einer breiten Nutznießergruppe zu setzen wird weiter Lobbypolitik betrieben.

  • Der Bürger zahlt erstmal 5 Mrd. € für den Netzausbau (Steuergelder).
  • Die bürokratischen Hürden werden gesenkt, was Großinvestoren zugute kommt.
  • Der Bürger hat kein Mitspracherecht bei der Errichtung.
  • Strom wird erheblich teurer (was keinen für mich nachvollziehbaren Grund hat).
  • Summasummarum: ich kann für den geneigten Bürger keinen Vorteil erkennen.

Noch eine kleine Verdeutlichung: ich habe mir überlegt, dass in meiner Gemeinde ein Klärsystem nötig ist. Weil ich den Bürgermeister gut kenne und auch sonst gute Kontakte in die Politik pflege, ist es ein leichtes, eine Baugenehmigung für die Anlage zu erhalten. Eine Kostenbeteiligung am Bau durch die Bürger ist ohnehin unstrittig. Weil mir ein Standort 30 km außerhalb der Anbindung wegen zu teuer erscheint, platziere ich dieses direkt am Rand des größten Ortes in der Gemeinde. So kann der Dung vom letzten Haus direkt in die Anlage fließen – das erscheint mir hochgradig sinnvoll. Wenn der Wind ungünstig steht, hat nun der halbe Ort Schwierigkeiten mit der Einnahme des Abendbrotes was mich jedoch nicht stört, da ich in einem anderen Ort wohne. Meine Investition wird sich innerhalb von 10 Jahren zu einer Goldgrube entwickeln.

Ich kann nicht verstehen, warum mich niemand mehr grüßt.

In der Konsequenz ist das passiert, was sich die letzten Jahre etabliert hat: Finanzmittel werden vom Bürger zu lobbystarken Konzernen umgelenkt. Dass man nicht versteht, dass unter diesen Voraussetzungen niemand vor seinem Grundstück einen Windpark haben möchte, finde ich wirklich frustrierend…

Um den Bogen zur Überschrift zu spannen: es wird wohl nicht am Wille als vielmehr an der Art und Weise liegen. So gesehen werden wir wohl voller Spannung der Dinge harren, die da kommen.

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Bin ich froh…

… dass ich keinen Benziner fahre. Die aktuelle Diskussion um den “Biokraftstoff” E10 ist für meine Begriffe völlig überflüssig. Auch wenn ich meine, von der Einführung von E5 (jetziges Super-Benzin) ähnliche Diskussionen auf etwas geringerem Stress-Level in Erinnerung zu haben, so ist diesmal doch erheblich etwas daneben gegangen.

Also – anbei ein paar Gedanken zum Thema:

  • geringerer Preis
    Das ist leider kein Vorteil, da der Preisvorteil durch den Mehrverbrauch kompensiert wird. Weiterhin kann ja jeder mal für sich einen Blick an die Zapfsäulen werfen.
  • “Grüner Sprit”
    Gut, für die Umwelt wollen wir alle etwas tun. Auch wenn von einer geringeren CO2-Emmission in Höhe von > 30% gesprochen wird, so steht dem der höhere Verbrauch gegenüber. Ich habe den zarten Verdacht, dass es sich hier bei einer konstanten Strecke (z.B. 100km) um eine Nullnummer handelt. Dass keine Zahlen auf einheitlicher Basis präsentiert werden, spricht Bände…
  • Unabhängigkeit von Öllieferanten
    Unsere gewählten Vertreter werden nicht müde, die steigende Unabhängigkeit von Öllieferanten zu betonen. Hier sei darauf hingewiesen, dass die Einführung von E10 eine maximale Erhöhung des Bio-Anteils um 5%! bedeutet. Unsere Abhängigkeit von Lieferanten liegt auf einer Skala von 1 bis 10 bei – wie könnt es anders sein – 10!
  • Risiko von Fahrzeugschäden
    Die Unsicherheit der Hersteller über die Langzeitwirkungen sind leider erheblich, was sich auch an deren Kommunikation ablesen lässt. Dass in den letzten Tagen von BMW deutliche Bedenken angemeldet wurden und in Kooperation mit Mercedes ein Projekt zur Erforschung von Langzeitfolgen initiiert wurde, ist löblich. Es bleibt die Frage, warum zum Teufel dies erst jetzt – zum Zeitpunkt der Einführung – geschieht? Was passiert, wenn sich Langzeitschäden für verhältnismäßig geringe Laufleistungen (z.B. 50.000 km) abzeichnen?
  • Fahrzeuge, die E10 nicht vertragen
    Dass hierzulande zwischen 3 und 4 Millionen Autos bewegt werden, die den neuen Sprit nicht tanken sollten, hat scheinbar niemand bedacht. Die Ignoranz derer gegenüber irritiert mich doch erheblich.

Auf die Nennung von Beteiligten habe ich mal ganz bewusst verzichtet, da die gelebte Taktik eine “Rollensuppe” vorsieht. Auch wenn sich der eine oder andere Minister für die Medien opfert, sehen Zuständigkeiten anders aus. Lassen wir die Key-Player einfach den Schwarzen Peter Runde um Runde schieben und denken uns unseren Teil dabei.

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Kinder + Lärm = Umweltschaden

Unglaublich aber wahr: wer in der Vergangenheit gegen in der Nachbarschaft ansässige Kitas bzw. Spielplätze vorgehen wollte, konnte das unter dem rechtlichen Rahmen des Immissionsschutzgesetzes durchaus mit Aussicht auf Erfolg tun. Die über den definierten Grenzwerten liegende Geräuschentwicklung hatte dann eine gute Chance als “Umweltschaden” klassifiziert und mit einem Maßnahmenplan hinterlegt zu werden. Respekt vor denen, die einerseits derlei Verfahren eröffnet und darüberhinaus denen, die einschlägig entschieden haben – ganz schön mutig…

Damit soll nun (glücklicherweise) Schluss sein. Das Bundesumweltministerium plant eine Änderung am Immissionsschutzgesetz, welche insbesondere die durch Kinder erzeugte Geräuschkulisse explizit ausschließt. Nachdem mir letztens schon ein Artikel zu einem Einzelvorfall in die Hände geraten war, bin ich doch erleichtert, dass es zumindest Bestrebungen gibt, diesen Missstand zu beseitigen.

Ich denke noch ein wenig darüber nach, wie sich derlei Meldungen in unsere Gesellschaft eingliedern und wünsche allen einen schönen Wochenendausklang :-)

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