IT Archiv

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GEZ abschaffen – oder halt doch nicht…

Der Autor der Seite GEZ-abschaffen.de, dessen Namen zwar überall zu lesen ist, hier jedoch keine Erwähnung finden soll, wurde vom NDR mit einem Abmahnschreiben beglückt. Soweit ist das rechtlich ansich unbedenklich – ärgerlicherweise folgte die Verhandlung, in der der Blogger unterlag. Streitgegenstand ist die namentliche Nennung von Mitarbeitern des NDR, was in meinen Augen so auch nicht ganz sauber erscheint.

Von den Vorfällen, die auf der Seite sehr umfangreich und mitunter auch sehr drastisch dargestellt werden, kann man nun halten was man möchte – tatsächlich handelt es sich jedoch um ein Dienstverhältnis der (genannten) Mitarbeiter mit ihrem Dienstherren, was für den genannten Mitarbeiter einige Pflichten mitsich bringt. Dass dieser nun für die Erledigung seiner Pflichten die “Höchststrafe” in Form der öffentlichen Diffamierung kassieren soll, scheint nicht angemessen. Für meinen Geschmack hätte die Dokumentation ohne Namensnennungen wohl ausgereicht, um der Öffentlichkeit einen kleinen Einblick in die Geschehnisse zu gewähren. Genau darin besteht auch die Forderung des Gerichts, was nachvollziehbar einen deutlichen Aufwand für den Autor bedeutet. Um dem Anliegen Ausdruck zu verleihen wurden dem Blogger 50.000 € “angedroht”. Ich hoffe, dass die Seite vor dem Hintergrund von Meinungsfreiheit und demokratischen Ansätzen trotz Aufwand und sicher nicht unerheblichen finanziellen Kriterien nicht vollständig verschwindet…

Leicht verwundert bin ich über die Reaktionen der Blogosphäre, werden doch meist datenschutzrechtliche Argumentationsketten aufgebaut. In der Vergangenheit gab es diverse Vorkommnisse, bei denen die Wucht der Schreiber auch gern mal größere Player in die Knie gezwungen hat – diesmal scheint es jedenfalls nicht so.

Links: Golem, Bunix, Petanews, 85qm, Tr3nd-news, u.v.m.

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Weblog-Performance Part II

Ich möchte die (hoffentlich endliche) Performance-Story fortsetzen. Dass WordPress nicht die performanteste Lösung ist, dürfte hinreichend bekannt sein – die Ladezeiten waren jedoch deutlich explodiert, so dass es Handlungbedarf gab. Part I der Geschichte führte zwar zu Verbesserungen, brachte jedoch nicht das erwünschte Ergebnis.

Etwas ärgerlich war der Umstand, dass sich über die Arbeiten der letzten Zeit ein kleines Fehlerchen in der .htaccess eingeschlichen hat und somit das Caching-Plugin (WP-Supercache) nur noch extra Load verursacht hat. Tatsächlich wurde bei jedem Aufruf ein neuer Snapshot erstellt, dieser jedoch nicht ausgeliefert :-) Dieser Task wäre nun abgehakt und sollte einiges an Ressourcen freisetzen.

Darüber hinaus kommt nun eine weitere Möglichkeit des Cachings zum Einsatz: Scriptcaching. PHP wird bekanntermaßen zur Runtime compiliert, was unter dem Geschwindigkeitsgesichtspunkt ganz sicher nicht die optimale Lösung ist. Der Einsatz von eAccelerator scheint auf die ersten Blick und die ersten Performancetests eine gute Wahl, wobei ich mit der Kundgabe von Freudensprüngen lieber noch eine kurze “Testphase” abwarte.

Was passiert? Die compilierten PHP-Scripte werden gespeichert, so dass nicht bei jedem Aufruf die Notwendigkeit zum Compilen entsteht. Ich erwarte mir davon eine (hoffentlich deutliche) Reduktion der CPU-Load.

Ich wünsche meinen Lesern einen schönen 4. Advent!

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Robert Basic und die Lust am Twittern…

Nachdem Robert Basic Anfang diesen Jahres seinen Blog auf Ebay verkauft hat und damit in der medialen Landschaft für doch erhebliche Furore sorgte, unternimmt er jetzt den nächsten Versuch: Es ist ein finanzkräftiger Investor für seinen Twitter-Account gesucht.

Entgegen dem Vorgehen, einen größeren Distributor für die Veräußerung zu nutzen, wird der Twitteraccount (unter Stillschweigen über den Preis) einfach “frei Hand” verscherbelt. Robert empfängt bis zum 29. Dezember Mails von Interessierten.

Was die Vorstellungen über den Preis angeht, gibt er sich alles andere als bescheiden: 50.000 € wären durchaus angemessen für die Zugangsdaten zu einem Account auf einer Microblogging-Plattform, die maximal 140 zusammenhängende Zeichen zulässt.  Den Wert der “Inhalte” – sofern man das bei der Textlänge überhaupt so nennen kann – dürfte bei weitem nicht so hoch sein wie dies bei seinem Blogprojekt der Fall gewesen ist.

Die Potenziale für den Nachnutzer? In meinen Augen sehr fraglich. Trotz der eher negativen Presse aus der Blogosphäre und vor allem auch bei Twitter bleibt viel Erfolg zu wünschen.

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Das Wort zum Freitag: die Deutschen finden Windows 7 spitze!

Nachdem ich mit meinem letzten Artikel zum neuen Microsoft Operating System “Windows 7 verbal leicht abgestraft wurde, versucht sich heute Golem an der Thematik.

Lt. Microsofts Deutschland-Chef Achim Berg liegen wir hierzulande in punkto Absatzzahlen von Windows 7 im internationalen Vergleich ganz vorn. Das könnte zum einen an dem extrem positiven Medienecho, welches ja bereits vor dem offiziellen Verkaufsstart zu finden war, liegen oder vielleicht auch schlicht und ergreifend daran, dass das Betriebssystem einfach besser ist als seine Vorgänger.

Mein persönlicher Test ergibt bisher nach wie vor nur Positives: Performance, Kompatibilität von Anwendungen, Usability – aktuell habe ich keine Kritik zu adressieren.

Microsoft wird’s freuen – dürfte Windows 7 doch dafür sorgen, dass der Umsatz im nicht ganz irrelevanten Betriebssystemgeschäft gerade vor Weihnachten zum Geschäftstreiber wird.

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Weblog Performance – WordPress, Apache, MySQL, PHP

Meine letzten Abende bestanden zu größeren Teilen aus der Ursachenforschung für die mitunter doch erheblichen Performancepotenziale dieser Seite. Nachdem Google die Kenngröße nun sichtbar in die Webmaster Tools integriert hat und mein schlechtes Gewissen vorher schon grenzenlos war, musste ich mir doch etwas Zeit dafür gönnen.

Kurze Vorgeschichte: nach langer Zeit des Shared Hostings habe ich die Domain (nicht zuletzt der großartigen Möglichkeiten hinsichtlich der Konfiguration) auf einen VPS (Virtual Private Server) umgezogen. Getreu dem Motto “nur Mut” war dies schnell getan. Leider waren die Defizite doch erheblicher als ich vermutet hatte.

Nach einigen Sessions, in denen die Konfiguration noch einen deutlichen “Schliff” erhielt, war es für den Moment erträglich wenn auch nicht zufriedenstellend.

Die Stellschrauben sind begrenzt – angreifen kann man prinzipiell:

  • am Webserver selbst (Apache2) – apache2.conf, httpd.conf
  • am Datenbankserver (MySQL) – my.cnf
  • an der Skriptsprache (PHP) – php.ini
  • an der Anwendung (WordPress) – Caching, Plugins, …

Damit wären die wesentlichen Punkte behandelt. Sie fragen sich nach dem Effekt? Gefühlt schonmal deutlich – in Zahlen schwer messbar, da die Umgebungsparameter (Gesundheitszustand Hostsystem, Anzahl zeitgleicher Zugriffe,… ) einen nicht unwesentlichen Beitrag leisten.

Nun stellt sich die Herausforderung auf eine etwas andere Art und Weise: in Abhängigkeit von der Tageszeit ist die Performance mal ok und eben mal nicht. In Zahlen bedeutet das, dass Sie, werter Leser, zwischen 0,7 und durchaus auch mal 10 Sekunden warten müssen, bis die Inhalte auf dem Server zusammengesetzt sind – der Download ist (breitbandig) in einer wenig spürbaren Zeitspanne abgeschlossen – die Bandbreite sollte also nicht der Flaschenhals sein. Bis zwei, vielleicht auch drei Sekunden liegt man damit ansich im WordPress-Schnitt – zumindest bei etwas besser besuchten Seiten. Mehr erscheint mir allerdings ungünstig, fühlt sich der geneigte Surfer doch schon nach wenigen Sekunden genötigt, nochmal zu klicken oder die Seite zu verlassen.

Und nun? Ich werde die Szenarie noch etwas beobachten – wenn alles nix hilft, muss eben doch eigene Hardware her. Sofern Sie diese Zeilen gerade lesen und Interesse an “Hardware-Sharing” haben, können Sie gern per Mail mit mir in Kontakt treten :-)

Das ganze hat gefühlt etwas von “Simons Cat” – frustrierend und erheiternd zugleich – in diesem Sinne also einen schönen Abend!

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GEZ für PC’s und SmartPhones: neuer Anlauf?

Rund um die GEZ und den Einzug der Gebühren wird es ja nie wirklich ruhig – wenig verwunderlich ist also die Tatsache, dass der mediale Wind einmal mehr rauher wird. Nachdem das Verwaltungsgericht Koblenz Mitte 2008 eher verbraucherfreundlich geurteilt hatte und einem Anwalt Recht damit gab, dass das Vorhalten eines beruflich genutzten (internetfähigen) PCs noch lange keine Nutzung von Inhalten öffentlich-rechtlicher Natur erzwingt, unternimmt Martin Stadelmaier, Leiter der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz und Koordinator der Medienpolitik der Länder, einen neuen Versuch, die Gebühr für internetfähige Endgeräte (PCs, Handys, Kühlschränke, Waschmaschinen,…) auf den vollen Satz zu heben. Seine Argumentation im Wortlaut fühlt sich so an:

Wir diskutieren derzeit verschiedene Gebührenmodelle. Es gibt aber noch keine Entscheidung. Bei der Haushaltsabgabe stellt sich die Frage der PC-Gebühr nicht. Bei der modifizierten Gerätegebühr gibt es für eine verminderte Gebührenpflicht für PCs oder Smartphones keine sachliche Begründung mehr.

Tatsächlich drängen die Anstalten des öffentlichen Rundfunks mehr und mehr in die Welten des Web vor und präsentieren dort neben textualen Inhalten auch die eine oder andere Sendung. Inwiefern sich dies jedoch unter “Grundversorgung” verbuchen lässt, dürfte noch diskutabel sein.

Ich bin gespannt auf das “Blogging Echo” – aktuell finden sich schöne Beiträge bei:

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