Suchmaschinen sind das unumstrittene Tor zur großen, bunten Onlinewelt. Die Analyse der nutzergenerierten Datensätze (Suchbegriffe, aufgerufene Seiten kurzum Nutzerprotokolle) lässt zahlreiche gewinnverheißende Rückschlüsse auf die Bedürfnisse und Wünsche der surfenden Bevölkerung zu. Der Streit um den Datenschutz dieser (im Regelfall für äußerst großzügige Zeiträume personalisiert) erfassten, gespeicherten und verwerteten Daten ist auch nicht erst seit gestern Thema, so dass Yahoo jetzt voranprescht und die Reduktion der Speicherzeit angekündigt hat. In Zukunft sollen also nach 90 Tagen nur noch anonymisierte Daten auf den Yahoo-Servern zu finden sein. Mögliche Gründe?
- Kostenersparnis
- Imageverbesserung
- Nutzerfang
- Einsicht
Sei es drum – Yahoo spielt nicht die letzte Geige, liegt jedoch in Punkto Nutzungsaufkommen hinter Google weit abgeschlagen. Der Quasi-Monopolist befindet sich also in einer komfortablen Lage und muss nicht reagieren. Trotzdem dürfte es zu neuen Diskussionen kommen und Gespräche haben bekanntlich noch niemandem geschadet.

