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LinkedIn geht an die Börse!

Das Netzwerk für Geschäftskontakte LinkedIn bereitet seinen Börsengang vor. Das 2003 gegründete Unternehmen erwirtschaftete im Jahr 2010 erstmals in der Firmengeschichte einen Gewinn und reichte bei der US-Börsenaufsicht die nötigen Unterlagen ein. Für Interessierte die Kurzfassung der Zahlen:

Gründungsjahr: 2003

Mitglieder: ca. 90 Mio

Umsatz: 161 Mio US-$

Gewinn: 1,85 Mio US-$.

Vor dem Hintergrund steter Wertermittlungen des Netzwerks Facebook bin ich wirklich gespannt auf das avisierte Volumen, welches mit dem Börsengang erlöst werden soll :-) Auch für Xing (hierzulande der De-Facto-Standard für Business Networking) dürfte der Börsengang durchaus interessant sein, da die Plattform das gleiche Klientel adressiert. Soweit ich korrekt informiert bin, haben bei Xing eine Vielzahl Venture Capitalists investiert, die auf kurz oder lang ein geeignetes Ausstiegsszenario benötigen.

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Gewinner der Krise? Xing!

Wozu führen Kostendruck und Entlassungswellen – außer zu schlechter Laune? Klar – die Besten suchen sich zeitnah eine neue Beschäftigung. So kommt es wohl, dass Xing die besten Zahlen der Unternehmensgeschichte präsentieren konnte.

Da die Plattform im kostenfreien Modus zwar nutzbar aber nicht nutzbringend ist, benötigt der geneigte Jobsucher einen Premium-Account, welchen die Xing AG in Rechnung stellt. Und zwischen Rechnung stellen und einer erfreulichen Zahlenpräsentation liegen nicht mehr so viele Hürden.

Zu den Zahlen:

  • Nutzer: 7 Mio (+2 Mio)
  • Umsatz: 35,3 Mio € (+15,9 Mio €)
  • Umsatz aus Kerngeschäft: 28 Mio € (besteht aus dem Vertrieb von Premiummitgliedschaften)
  • E-Commerce: 4,3 Mio € (+ 3,9 Mio €)
  • Werbung: 2,4 Mio € (+1,7 Mio €)

Xing profitiert ganz offensichtlich in erster Linie durch die zunehmende Anzahl Premiumuser – darüber hinaus konnte man jedoch auch die Einnahmen durch Plattformvermarktung und Werbung deutlich steigern. Dies dürfte nicht zuletzt auch auf eine deutlich erhöhte Nutzungsintensität von Nicht-Premium-Mitgliedern zurückzuführen sein, was zu einer erhöhten Anzahl PIs führen dürfte. Leider kann das nur vermutet werden, da keine Zahlen verfügbar sind.

Neben den Onlinediensten, zu denen wohl auch die eine oder andere Jobbörse gehören wird, dürften auch Personalvermittler reichlich zu tun haben. Nachdem ich letztens noch gegrübelt habe, welcher Branche die aktuelle Situation gut tun könnte, wäre hiermit eine gefunden.

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Lars Hinrichs – der Kapitän verlässt das Boot

Garagen-Gründer Lars Hinrichs, der mit der Businessplattform OpenBC ganz sicher eine hervorragende Idee hatte und diese zudem recht passabel unter dem Label Xing vermarktet hat, steigt aus seiner Position als Vorstandschef der mittlerweile börsennotierten Aktiengesellschaft aus. Sein Nachfolger wird Stefan Groß-Selbeck, der aktuell das Deutschland-Geschäft des Auktionshauses Ebay leitet.

Bei einer aktuellen Marktkapitalisierung von knapp 140 Mio. € dürfte sich der Börsengang für Lars Hinrichs gelohnt haben – wenngleich er scheinbar dazu geführt hat, dass die Eigner fast vollständig aus Risikokapitalgebern besteht:

  1. LH Cinco Capital GmbH – 27,7%
  2. Wellington Partners Ventures Incorporated – 8,7%
  3. Deutsche Bank AG – 7,95%
  4. cominvest Asset Management GmbH – 7,72%
  5. William Liao – 5,6%
  6. Absolute Capital Management Holding – 2,39%

Immerhin befinden sich 28% der Scheine in Streubesitz (Angaben via comdirect.de).

Die wirtschaftliche Situation ist im Vergleich zu anderen Netzwerken nicht zuletzt dank des Premium-Zugangs gut. 2007 erwirtschaftete das Unternehmen 19,1 Mio. €, wovon unterm Strich ein Jahresüberschuss von 4,5 Mio. € blieb. Erreicht wird dies mit einer Quote von Premium-Accounts in Höhe von 12,3%. In der Bilanz sind darüber hinaus liquide Mittel in Höhe von 37,8 Mio. € ausgewiesen, die (wenn auch nicht in voller Höhe) für Wachstums- und Übernahmeaktivitäten zur Verfügung stehen.

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Business-Plattform Xing mit gutem Ergebnis

Die Betreiberfirma der Business-Plattform Xing hat Zahlen gemeldet. In den ersten zwei Quartalen hat die Xing AG einen Umsatz von 15,91 Mio € generiert und daraus ergibt sich ein EBITDA von 5,76 Mio. €. Die schwarzen Zahlen wundern mich ansich nicht, ist doch ein interessantens Eigentümergefälle vorzufinden.

Lars Hinrichs (Gründer und jetzt Vorstandsvorsitzender der Xing AG) durfte ich hier in Dresden schon live erleben. Damals berichtete er vom Startup und von den Risikokapitalgeschäften. Interessanterweise hielt er zu dem Zeitpunkt noch 80% der Anteile.

Zwischenzeitlich kam der Börsengang, der dem Unternehmen einen enormen Marktwert bescherte. Die Kapitalisierung liegt momentan bei 150 Mio. €.

Ein Blick in die Eigentümerauflistung bei comdirekt.de verrät, dass sich Lars Hinrichs aus der aktiven Teilhaberschaft fast vollständig zurückgezogen hat – sein Anteil beträgt noch 0,1%. Regiert wird das Unternehmen scheinbar von Risikokapitalgebern und Banken. Ob sich tatsächlich Umsätze erzeugen lassen werden, die diesen Transferwert rechtfertigen, wird sich noch zeigen.

Ein weiteres prominentes Beispiel für ziemlich großzügige Bewertungen dürfte der Networking-Dienst Facebook aus den USA sein. Dessen Gründer Mark Zuckerberg rechnet mit einem Wert von 10 Mrd. US-$ und Microsoft kaufte sich zu diesem “Kurs” bereits Anteile.

Was fällt einem dazu noch ein? Verrückt ist die Welt! Die richtige Idee zur richtigen Zeit mit den richtigen Partnern macht solche Vorhaben möglich.

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Der Zeitkiller No. 1

Web2.0 und Social Networks sind in aller Munde – so wundert es nicht, dass der ein oder andere Großteile seiner Zeit im Internet – genauer gesagt in Social Networks – verbringt. Die Taktik der Betreiber ist dabei einfach: einmal ein “Netzwerk” aufgebaut, sinkt die Wahrscheinlichkeit einer Abmeldung und steigt die Motivation, sein Netzwerk zu pflegen. Nicht zuletzt die großen Medien tun ihr übriges, indem sie immer wieder große Kontaktpflege predigen. Das mag bei StudiVZ kostenlos sein – bei Xing ist es das nicht. Rest des Artikels lesen »

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