Wirtschaft Archiv

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Jahresendsport?

Dax JahreschartPustekuchen. Bis jetzt sieht es zumindest nicht danach aus. Nach der ersten Jahreshälfte, in der es an der Börse quasi nur eine Richtung gab, ist die Stimmung nachhaltig eingetrübt. Als Auslöser wird die Immobilienkrise gehandelt – ein lokales (amerikanisches) Problem, was zur weltweiten Stagnation geführt hat?! Fakt scheint, dass die Investitionsfreude spürbar nachgelassen hat. Viele Kleinanleger werden die Situation 2000 noch deutlich vor Augen haben – die institutionellen Investoren warten auf deutliche Einstiegssignale. Ein wenig beängstigend muten die drastischen Kursrutsche einiger Einzelwerte an. So ist die Aktie von Infineon heute um 10% gefallen (seit dem Hoch in der Jahresmitte beläuft sich der Kursverlust mittlerweile auf ca. 30%) – der Wert der GPC Biotec hat die Anleger in zwei Etappen 85% des eingesetzten Kapitals gekostet.

Die positiven Ausreißer sollte man trotzdem erwähnen. So hat der Wert der Volkswagen AG nahezu alle Turbulenzen unbeschadet überstanden und einen äußerst stetigen Anstieg verzeichnet. Vermutlich ist dies unter anderem durch die Zukäufe der Porsche AG (unter anderem nach dem Fall des VW-Gesetzes) bedingt. Die Marke von 200€ konnte allerdings nicht überschritten werden, woraufhin momentan eine Korrektur im Gange ist.

Ich bin gespannt, wie sich die Lage weiter entwickelt. Für geschickte Anleger tun sich in Zeiten von Seitwärtsbewegungen meist alternative Anlagen auf. So hat der Goldpreis beispiellos zugelegt.

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Die Bahn wird privatisiert

Und auch Transnet möchte nochmal etwas dazu sagen. Man ließ verlauten, dass man lediglich das SDP-unterstützte Volksaktienmodell mitmachen werde. Dies bedeutet im Klartext, dass lediglich Vorzugsaktien ausgegeben werden, die zwar eine leicht höhere Dividende abwerfen – allerdings kein Stimmrecht verbriefen. Von Kanzlerin Merkel erwarte man in diesem Punkt persönlichen Einsatz. Dieses Vorgehen mindert natürlich das Interesse von Großinvestoren immens, was eine Durchführung in absehbarer Zeit unmöglich machen dürfte. Desweiteren sollte allein schon der Begriff “Volksaktie” für den geneigten Kleinanleger abschreckend wirken – haben doch viele beim Börsengang der Telekom ihr hart verdientes Geld verloren.

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eCommerce weiter auf Erfolgskurs

In der Onlineausgabe der FAZ ist heute zu lesen, dass sich der Umsatz über das Internet dieses Jahr auf ca. 16,8 Mrd. € belaufen wird. Der Monsteranteil von 11 Mrd. € entfällt auf Warenhandel. Der Rest wird für Dienstleistungen wie Tickethandel und Mietwagenbuchungen aufgewandt.

Der größte Anteil entfällt unter den Waren auf Kleidung und Schuhe. Geschätzte 3,9 Mrd. € werden die deutschen Haushalte in diesem Bereich umsetzen, was ein sattes Umsatzplus von 40% bedeutet. Vermutlich sind die großen, ehemaligen Kataloghäuser maßgeblich daran beteiligt.

Erstaunt hat mich die Tatsache, dass bei Unterhaltungselektronik ein Umsatzrückgang von 14% auf 1,2 Mrd. € erwartet wird.  Bisher war ich davon ausgegangen, dass dieser Bereich den größten Anteil am Internethandel einnimmt. Und wieder unterlag ich scheinbar einem Irrtum – ich war der Annahme, dass der Preisverfall (gerade) bei Flachbildschirmen zum Umsatztreiber wird – das scheint allerdings nicht der Fall.

Über die Verteilung der Domains in der Republik hatte ich hier schon einmal geschrieben. Den Umsatz zu schätzen hätte ich mir nicht getraut – die Summe finde ich allerdings schon recht gewaltig. Ich meine, ein Einstieg lohnt immernoch – zumal die Akzeptanz auf der Käuferseite nach wie vor stetig zunimmt. Wer sich jetzt fragt, ob in seiner Branche eine Zunahme des Onlineumsatzes erwartet wird, der findet sicher in den Statistiken des Bundes ein paar Zahlen.

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iPhone wird knapp.

Das liegt allerdings nicht an mangelnden Produktionskapazitäten sondern vielmehr an Apples Strategie. Ab jetzt soll jeder Käufer nur noch zwei Geräte erwerben können. Damit man das auch nachvollziehen kann, ist zudem nur noch Kartenzahlung möglich – gegen Bares werden keine Geräte mehr abgegeben. Über die genaue Ursachen zu diesem Schritt hält man sich natürlich bedeckt – vermuten könnte man eine Umsatzbeteiligung für Gesprächskosten. Da es innerhalb kurzer Zeit Hacks gab, wurden die Telefone auch ohne Verträge abgegeben (was so nie vorgesehen war) – und in anderen Netzen genutzt.

Hier in Deutschland kommt das iPhone erst noch auf den Markt. Man darf gespannt sein, unter welchen Repressalien die Käufer zu leiden haben – die Ablehnung von Bargeld ist meiner Meinung nach hier allerdings nicht vorstellbar.

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VW-Gesetz war gestern…

Das in die Tage gekommene “VW-Gesetz” aus dem Jahre 1960 ist gekippt. Der Europäische Gerichtshof erklärte das Gesetz heute für ungültig. Grund war die Begrenzung der Stimmrechte auf maximal 20% pro Anteilseigner – auch wenn dieser ein größeres Aktienpaket besitzt.

Nun ist der Weg für Porsche frei. Der Sportwagenhersteller hält derzeit geschätzte 30% am Autoriesen und plant eine Übernahme. Seitens Porsche war immer großer Zuspruch zum Sturz des Gesetzes zu hören.

Nachdem die Aktie einen gigantischen Höhenflug hingelegt hat, liegt sie heute – gegen den Markttrend – mit 3,5% im Minus.

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Microsoft bäckt kleine Brötchen

Steve Ballmer, Microsofts CEO, hat sich auf dem Web2.0-summit in San Francisco zur Geschäftsstrategie geäußert. In nächster Zeit werden kleine Übernahmen dem “Supergau” vorgezogen. Darunter werden sich auch einige OpenSource Projekte wiederfinden. Noch im Mai wurde die Übernahme des Werbedienstleisters aQuantitive für 6 Mrd. $ bekannt gegeben. Zu den Übernahmespekulationen von Yahoo und Facebook wollte Ballmer nichts mehr sagen.

Okay, Yahoo ist nicht gerade winzig und preiswert – und gleich garnicht billig. Was Facebook angeht, bleibt abzuwarten, ob sich social networking nicht doch noch als kurzweiliger Hype entlarvt – zudem hat der Gründer und Inhaber seltsame Vorstellungen über den Wert seines Unternehmens. Der 23-jährige Mark Zuckerberg hält Medienberichten zufolge weiterhin an der Summe von 10 Mrd. $ fest. Es wurde über ein Microsoft-Engagement von 5% mit einem Wert von 500 Mio $ spekuliert – das wird wohl jetzt doch nichts. Wenn man sich mal Umsatz und Überschuss von Facebook ansieht, wird auch sofort klar warum.

Wenn ich mich recht erinnere, wurde der deutsche Klon – studivz – für 80 Mio € veräußert – auch schon viel Geld.

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