Wirtschaft Archiv

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Bankenkrise auf neuem Höhepunkt

Das Geschäft mit dem amerikanischen Häuslebauer – eine Angelegenheit, die weltweit zu deutlichen Kurseinbrüchen führte und vermutlich weiter führen wird.

Am gestrigen Samstag wurde bekannt, dass der Hypothekenfinanzierer IndyMac nicht mehr kann – die Bank ist pleite. Während sich die Finanzhäuser hierzulande schon seit geraumer Zeit schwer haben, Kredite zu vergeben und man lange den Eindruck haben konnte, dass mit übertriebener Vorsicht agiert wird, war in Amerika das genaue Gegenteil der Fall. Die Geschäfte liefen bombig und die Banken gaben (wohl wissentlich, dass eine Stagnation eintreten wird) auch Kredite heraus, die ansich nicht mehr gedeckt waren. In der Folge brach als logische Konsequenz die Nachfrage ein und damit änderten sich die Preise im Markt drastisch. Die Sicherheiten (vielerorts die Immobilien selbst) wurden neu bewertet und “urplötzlich” waren nicht mehr ausreichend Sicherheiten vorhanden.

Statt der Suche nach einer Lösung des Problems begann man, die Kredite in Barleistung einzufordern. Warum nimmt man als Häuslebauer einen großen Kredit über viele Jahre auf? Richtig – weil man die Barmittel “gerade nicht flüssig hat”.

In dieser Konstellation gibt es keinen Gewinner – Immobilienbauer verlieren alles – und die Banken sitzen auf defakto wertlosen Immobilien.

Die Ursachen würde ich mit Gier und Maßlosigkeit bezeichnen. Bedauerlich ist die Tatsache, dass eine große Zahl Einzelschicksale damit in Verbindung stehen – Leute, die alles verloren haben, weil sie ihrem Bankberater vertraut haben.

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Das Rätsel um Angebot und Nachfrage

Heute früh fand ich auf meinem Exkurs durch die Weiten des www auf den Seiten der FAZ einen echt lesenswerten Artikel von Stefan Theil, der sich durch den Dschungel der Schulbücher gekämpft und dabei die Wirtschaftsteile analysiert hat. Im Ergebnis kann man seine Ausführungen mit dem Titel “Von Raffgier und Ausbeutung” nachlesen. Meine Schulkarriere ist zwar schon ein paar Jährchen vorbei – allerdings gingen mir ein paar lebhafte Erinnerungen durch den Kopf als ich den Artikel gelesen habe.

Es muss wohl in der Mentalität der Menschen hierzulande liegen, dass Bildung als eines der Kernthemen doch eher ein unliebsames ist – so muss man sich auch nicht wundern, dass die Medien dieses lieber auslassen oder (falls doch zwingend nötig – zum Beispiel nach PISA) nur anschneiden und ein paar Phrasen im Raum verteilen. Schließlich kommt man doch allzuoft zu dem Ergebnis, den jungen Leuten fehle es an Potenzial und Motivation. Diese Grundhaltung scheint sich nach dem erfolglosen Versuch, Bildung effektiver und besser zu gestalten noch zu verhärten.

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Die Gebrüder Samwer…

Im Netz gehen Gerüchte um, die drei Brüder Samwer planen einen Einstieg bei Facebook, um die Plattform erfolgreich nach Europa zu holen. Dieser Schritt klingt für beide Seiten vielversprechend – die Brüder könnten ihr bereits gesammeltes Vermögen (ich berichtete bereits) vergolden und Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hätte ernsthafte Aussichten auf Erfolg außerhalb der USA. Fraglich bleibt mir die Höhe der Beteiligung – Facebook wird auf 15 Mrd. US-$ geschätzt. Microsoft ist vor garnicht allzulanger Zeit mit 240 Mio US-$ eingestiegen und hat nicht wirklich große Anteile damit ergattert.

Die Samwer-Brüder hielten schon Anteile an StudiVZ (was für 85 Mio € den Besitzer wechselte) – das große Geld haben sie allerdings mit Jamba verdient. Durch das gute Euro-Dollar-Verhältnis könnte sich ein Investment jenseits des großen Teiches durchaus lohnen.

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Freitag ist schön!

DAXGerade für Börsianer waren die Freitage in letzter Zeit nicht immer so schön wie dieser. Einen versöhnlichen Ausklang dürfte die Berührung der 8000-Punkte- Linie gesorgt haben. Nach den letzten Korrekturen dürften Investierte wieder ein Lächeln im Gesicht haben. Schaut man sich die abgelaufene Woche genauer an, kann man Aktionären von Infineon (+7,8%), der Münchner Rück (+5,7%) und der Hypo Real Estate (+5,3%) ein schönes Shopping-Wochenende wünschen. ThyssenKrupp (-5,5%) und Volkswagen (-4,2%) sind die größten Verlierer in der Wochenstatistik. Den Technologieindex TecDAX führt die Morphosys AG (+9,9%) an, im MDAX wäre man mit der Vossloh AG (+9,5%) gut beraten gewesen.

In den größeren Medien spricht man nun von der viel heraufbeschworenen Jahresendrally – genauer hingeschaut befindet sich der DAX seit Jahresmitte in einer Seitwärtsbewegung.

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Aus und Vorbei!

Die “strategische Partnerschaft” zwischen United Internet und Freenet ist zu den Akten gelegt. Nachdem scheinbar ewig über Möglichkeiten – Modalitäten und nochmals Möglichkeiten diskutiert wurde, ersetzte man Übernahme durch Kooperation – und nun lässt man lieber komplett die Finger von dem Deal. Zu den Gründen möchte man sich momentan nicht äußern. United Internet hatte sich mit der Drillisch AG zusammengetan – die gemeinsame Holding bleibt weiterhin Ziel und soll umgesetzt werden.

Den Kursen von Freenet und United Internet bekommt diese Wendung nicht – UI liegt momentan mit 7,4% im Minus – bei Freenet beläuft sich der Verlust sogar auf über 9%.

Zur Info: United Internet umfasst die Marken 1&1, GMX und Web.de. Freenet und Mobilcom gehören ebenfalls zusammen.

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AMD mit frischem Geld

Die Beteiligungsgesellschaft Mubalada mit Sitz in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) versorgt AMD mit 622 Mio € frischem Kapital. Den Gegenwert stellen 49 Mio neu emittierte Aktien zu je 12,70€ dar. Damit hält die Beteiligungsgesellschaft mittlerweile über 8% der AMD-Aktien. Das Kapital soll für “generelle Unternehmensziele” verwandt werden. Im Vordergrund stehen die “langfristige, kundenzentrierte Wachstumsstrategie” und “Investitionen in Forschung und Entwicklung, Produktinnovationen und Fertigungskompetenz”.

Im Kampf gegen den Hardwaregiganten Intel ist das sicher ein willkommenes Zubrot.

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