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E-Plus mit HSDPA-Tests

Entgegen der bisherigen Strategie, das Netz auf Basis von UMTS ohne Datenbeschleunigung zu betreiben, wird E-Plus in Grabowhöfe einen Pilotversuch unternehmen, die Bevölkerung mittels HSDPA anzubinden. Das Interesse gilt scheinbar weniger der Versorgung für mobile Telefonie sondern vielmehr dem Angebot von Breitbanddiensten in ländlichen Regionen (welche bekanntermaßen DSL-unterversorgt sind). Die versprochenen 7,2 MBit/s dürften jedoch nur im “unmittelbaren Umfeld” der 60 Meter hohen Station verfügbar sein.

Gut vorstellbar ist allerdings der Gedanke, dass die Nutzerkreise ohne DSL-Möglichkeit selbst UTMS-Geschwindigkeiten mit Handkuss annehmen und Pauschaltarife buchen würden. Wenn die Versorgung damit flächendeckend ermöglicht werden kann, schwinden die Contra-Argumente gegen Null.

Darüber hinaus dürften sich die E-Plus- und Base-Flat-Nutzer über die neuerlichen Entwicklungen freuen, erhöht es doch die Chance auf ein Upgrade der Netz-Infrastruktur auch in Ballungsräumen.

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Feldversuch “ohne Handy”

Am Montag starte ich einen kleinen Feldversuch – ich beginne ein Leben ohne mobile Kommunikation – und da ich keinen Festnetzanschluss besitze, werde ich mich wohl auf persönliche Kommunikation beschränken. Manche werden sich jetzt wundern – sind die kleinen Spielzeuge doch eine Erfindung der Neuzeit – und überhaupt ging es doch früher auch ohne.

Grund genug einmal darüber nachzudenken. Bis ca. 1998 durfte ich ohnehin keine Verträge abschließen und gerade für jugendliche mit begrenztem Budget war es ohnehin nicht Standard. Ein Prepaidangebot war leider preislich nicht drin, da die Telefonpreise noch sehr hoch waren. Viele Erwachsene konnten sich damals nicht einmal vorstellen, dass sich mobile Kommunikation durchsetzen würde – von daher war es eher “Juppies” und Geschäftsleuten vorbehalten.

Ericsson PH-388Ich bin garnicht mehr sicher – ich glaube im Jahre 1999 war es dann soweit und ich organisierte mir meinen ersten Mobilfunkvertrag. Das Angebot von E-Plus richtete sich damals hauptsächlich an Schüler und Studenten mit dementsprechendem Preisrahmen. Ich kann mich leider nicht mehr an die Tarifdetails erinnern, bilde mir aber ein, dass man mit einer Grundgebühr von 20 DM das Gerät finanziert hat und die Gesprächsminute wohl um die 50 Pfennige gekostet hat. Für heutige Verhältnisse ein wahres Schnäppchen. Das Gerät zum Vertrag war übrigens ein Ericsson PH-388. Das Bild stellt es leider nicht sehr klar dar – es konnte aber schon SMS – das war nicht selbstverständlich. Ein dreizeiliges Display (monochrom) und eine Akkulaufzeit von 12 Stunden waren die einzigen Gimmicks.

Ich möchte die Handygeschichte nicht komplett darbieten – das kann man sicher anderswo nachlesen – knapp 10 Jahre später kommt es nun erstmals wieder dazu, dass ich keines besitze.

Zum Abschluss vielleicht noch kurz, warum dem so ist: ich habe einfach zu lange gebummelt und den neuen Vertrag zu spät abgeschlossen. Leider sind die Preisunterschiede zwischen Ladengeschäft und Onlinehandel sehr, sehr groß. Und was Vorteile hat, hat meist auch Nachteile – diesen Montag bestellt, werde ich nun auf nächste Woche vertröstet. Hieß es vorm Abschluss noch “wir schicken die Karte vorab – alles kein Problem” – tönt es jetzt “wie Karte vorab – wir versenden alles zusammen – ihr Vertrag ist schon durch, muss nun durch die Versandabteilung”. Nunja – so ist das eben. Bis Montag läuft mein alter Vertrag noch – ich rechne eigentlich erst gegen Ende der Woche mit dem Neuen. Eine geringe Erwartungshaltung schützt vor großen Enttäuschungen. Da werde ich einfach mal testen, wie sich das vor 15 Jahren so gelebt hat. Ich hoffe, es gibt keine bösen Überraschungen – da werde ich dann hier einfach mal von Tag zu Tag mit Namen des Unternehmens darüber berichten.