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Wahlkampf vs. Wahlkampf

Amerikanische Präsidentschaftskandidaten legen eine hohe Kreativität beim Wahlkampf an den Tag. Auch was die Budgets anbelangt, lebt man im Land der unbegrenzten Möglichkeiten auf großem Fuß. So sammelte Barack Obama bisher über 600 Mio. US-$ an Spenden ein – eine Summe, die hierzulande nur zu ungläubigem Lächeln führt.

Unabhängig von den fließenden Beträgen dürfte sich der eine oder andere über die Art und Weise wundern, mit der im Vorfeld der Wahl bereits große Politik gemacht wird. Zu meinem Erstaunen hat sich jetzt Colin Powell, seines Zeichens Republikaner, hinter den Demokraten Obama gestellt und fuhr seinem Parteikollegen John McCain damit anständig in die Parade.

Ebenso skurril erscheint der Umstand, dass sich große Unternehmen ganz öffentlich hinter einen der Kandidaten stellen. Im aktuellen Fall spricht sich Google-CEO Eric Schmidt für Barack Obama aus. Ist das Image der Befürworter auf den Kandidaten übertragbar? Wie wirken sich derartige Statements auf die Wählergunst aus?

In Deutschland wird auch bald wieder gewählt, irgendwie fällt die Vorstellung schwer, dass führende Köpfe eines großen Unternehmens Wahlkampf für einen Kandidaten machen. Wie wäre es mit folgender Schlagzeile (Vorsicht, Ironie!): “Wendelin Wiedeking wünscht sich Frank-Walter Steinmeier”? Oder noch besser: “René Obermann wählt Angela Merkel”. Mir fehlt die Vorstellungskraft und ich hoffe, dass der Wahlkampf themenorientierter stattfindet.

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Heutiges Happening: Eine Bank geht pleite…

Unglaublich aber wahr: am heutigen Tag musste die amerikanische Investmentbank Lehman Brothers die Pforten schließen. Nebenbei brach der Kurs des Lehman-Wertpapiers um knappe 95% ein.

Da dies momentan nicht die einzige wackelige Bank am Markt ist, gingen diese trotz 30 Mrd-€-Geldspritze seitens der europäischen Notenbank weltweit in die Knie.

Was kann den Anleger trösten? Es hätte schlimmer kommen können als die aktuell knapp 3% DAX-Tagesverlust (TecDAX 3%, MDAX 4%) – ich erinnere mich an Tage (in diesem Jahr), an denen die Verluste größer waren. Für Anleger, welche auf die Kehrtwende im Finanzsektor spekuliert oder vielleicht sogar gezockt haben, ist der heutige Tag zum Streichen.

Ob die Anleger, die ihr Geld bei Lehman gelagert haben, eine Chance auf Erstattung haben, ist unterdess ungewiss. Die Chancen stehen lt. Bafin allerdings nicht schlecht.

Mehr Infos: FAZ, Stern.

P.S.: Die Dax-Verliererliste:

  1. Commerzbank -9,3%
  2. Deutsche Postbank -7,3%
  3. Deutsche Bank -6,37%
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Barack Obama spricht in Berlin

Der US-Präsidentschaftskandidat hat heute in Berlin eine Rede vor geschätzten 150.000 Menschen gehalten. Ich bin ehrlich gesagt mehr als erstaunt.

Erstens beeindruckt mich diese Euphorie, die die Leute ihm gegenüber an den Tag legen. Er spricht in einem fremden Land über Themen, die den einzelnen das ganze Jahr nur peripher tangieren und trotzdem finden sich 150.000 Leute, die ihm zuhören wollen.

Zweitens fand ich den Mut beeindruckend, auch unangenehme Themen anzusprechen. Gerade im Vorfeld von Wahlen hat sich das in der deutschen Politik nicht durchsetzen können. Unliebsame Themen werden hier lediglich von den politischen Kontrahenten gebracht – Barack Obama nimmt nur ein kleines Blatt vor den Mund – fand ich irgendwie gut.

Drittens bin ich doch leicht verwundert darüber, dass dieser Präsidentschaftskandidat wie ein Popstar gefeiert und bejubelt wird. Wenn sich deutsche Regionalpolitiker in die Menge wagen, stehen für gewöhnlich nur eine Hand voll Leute davor – und das obwohl die Themen direkt vor der Haustür existieren und gelöst werden müssten.

Und viertens bin ich gespannt, ob und wie sich dieser Auslandswahlkampf in Erfolg umrechnen lässt.

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Weitere Erholung an den Börsen

Am heutigen Freitag erholen sich die Aktienmärkte weiter deutlich. Nachdem gerade die gebeutelte Bankenbranche schon die letzten Tage deutliche Gewinne verbuchen konnte, zeigen sich auch die anderen Werte der Indizes überwiegend freundlich.

In Amerika berichteten einige große Unternehmen und überraschten teilweise ihre Aktionäre. “Big Blue” IBM steigerte Umsatz und Gewinn deutlich über den Erwartungen und war damit nicht allein.

Schlechter sah es bei Microsoft und Google aus, wo allerdings eher die Analystenerwartungen verfehlt wurden als dass das Geschäft schwächelte. Beide wurden von den Börsianern abgestraft.

Die Top-5 im Dax waren:

  • Infineon – 8,3%
  • Commerzbank – 6,3%
  • Deutsche Lufthansa – 5,5%
  • Hypo Real Estate – 5%
  • Deutsche Börse – 5%

Die Erholung der letzten Tage kam kurz, knackig und doch etwas unerwartet. Ich vermute für die nächste Woche weiter große Sprünge – nach oben wie nach unten.

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Bankenkrise auf neuem Höhepunkt

Das Geschäft mit dem amerikanischen Häuslebauer – eine Angelegenheit, die weltweit zu deutlichen Kurseinbrüchen führte und vermutlich weiter führen wird.

Am gestrigen Samstag wurde bekannt, dass der Hypothekenfinanzierer IndyMac nicht mehr kann – die Bank ist pleite. Während sich die Finanzhäuser hierzulande schon seit geraumer Zeit schwer haben, Kredite zu vergeben und man lange den Eindruck haben konnte, dass mit übertriebener Vorsicht agiert wird, war in Amerika das genaue Gegenteil der Fall. Die Geschäfte liefen bombig und die Banken gaben (wohl wissentlich, dass eine Stagnation eintreten wird) auch Kredite heraus, die ansich nicht mehr gedeckt waren. In der Folge brach als logische Konsequenz die Nachfrage ein und damit änderten sich die Preise im Markt drastisch. Die Sicherheiten (vielerorts die Immobilien selbst) wurden neu bewertet und “urplötzlich” waren nicht mehr ausreichend Sicherheiten vorhanden.

Statt der Suche nach einer Lösung des Problems begann man, die Kredite in Barleistung einzufordern. Warum nimmt man als Häuslebauer einen großen Kredit über viele Jahre auf? Richtig – weil man die Barmittel “gerade nicht flüssig hat”.

In dieser Konstellation gibt es keinen Gewinner – Immobilienbauer verlieren alles – und die Banken sitzen auf defakto wertlosen Immobilien.

Die Ursachen würde ich mit Gier und Maßlosigkeit bezeichnen. Bedauerlich ist die Tatsache, dass eine große Zahl Einzelschicksale damit in Verbindung stehen – Leute, die alles verloren haben, weil sie ihrem Bankberater vertraut haben.

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Konny Reimann am texanischen Moss Lake

Pünktlich zur Urlaubssaison eröffnet das private Fernsehen auch die Werbesaison für den aus Deutschland geflüchteten Konny Reimann und seine Familie. Die haben sich in Texas einige Ferienunterkünfte gebaut und warten nun auf (vornehmlich deutsche) Urlauber.

Wie man auf seiner Internetpräsenz lesen kann, wurde gestern mal wieder ausführlich über ihn berichtet. Diesmal gab es sogar einen Anlass: 4 Jahre Texas.

Das lustige daran: Ich erkenne die Sendetermine über meine kleine Seitenstatistik, da sich doch der eine oder andere interessierte TV-Zuschauer im Nachgang nach den Auswanderern informiert.

Die Konny-Reimann-Fans sind natürlich willkommen. Sollte jemand dabei sein, der mal Urlaub bei Konny gemacht hat, kann er ja hier im Kommentarbereich ein kurzes Statement abgeben.

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