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Jörg Kachelmann ist frei!

Vier Monate und zahlreiche – mitunter wilde – Spekulationen sowie ebenso viele Tiefschläge gegen den vermeintlichen Täter später wurde Jörg Kachelmann am heutigen Tage aus der Untersuchungshaft entlassen.

Medienberichten zufolge besteht zum aktuellen Zeitpunkt “kein dringender Tatverdacht” mehr – Verdunklungs- und Fluchtgefahr halten die verantwortlichen Richter (diesmal vom Oberlandesgericht Karlsruhe) offenbar auch für unwahrscheinlich.

Unabhängig von der Entlassung des Meteorologen wird am 6. September der Prozess auf Basis der Vorwürfe eröffnet. Ohne den Ausgang des Verfahrens vorwegnehmen zu wollen würde mich interessieren inwieweit der Steuerzahler für diese (zumindest bis zum heutigen Tage) desaströse Vorstellung aufkommen wird…

Erstaunt bin ich über die Gelassenheit, mit der Herr Kachelmann einerseits mit den Vorwürfen sowie andererseits mit seiner Inhaftierung umgeht.

Ob die Freilassung – wie an einigen Stellen intensiv diskutiert – wirklich Auswirkungen auf die Großwetterlage haben wird, wage ich zu bezweifeln…

More: FAZ, Spiegel.

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Falschaussage und falsche Verdächtigung

Nachdem in letzter Zeit doch einige Details mehr über den angeblichen Erpressungsfall zu lesen waren, folgt die nächste: Der Anwalt des Jugendlichen, der sich in der Untersuchungshaft das Leben nahm, erstattet Strafanzeige gegen vier VZ-Mitarbeiter. Der Vorwurf laut “Bezichtigung einer Straftat”; sollte das mittlerweile in allen größeren Zeitungen in Auszügen gedruckte oder zumindest erwähnte Gesprächsprotokoll einer Echtheitsprüfung stand halten, dürfte es für die Mitarbeiter eng werden.

Der aktuelle Stand stellt das Geschäftsgebahren im Zusammenhang mit dem Vorfall in ein denkbar schlechtes Licht. Aus dem Vorwurf der Erpressung wurde das Angebot eines Schweigegeldes – was auch dadurch gestützt wird, dass der Jugendliche sich in die Geschäftsräume von VZnet begab und die Firma sogar seine Taxirechnung in Höhe von mehr als 500 € beglich. Auch die Aussagen des jungen Mannes, es habe sich um ein “Just4fun-Projekt” gehandelt lassen nicht auf ein erhöhtes Kriminalitätspotenzial schließen. Ebenso stützend dürfte der Umstand gewertet werden, dass er freiwillig und zu einem äußerst frühen Zeitpunkt seine Identität preisgab – ein Vorgehen, wie es bei einer klassischen Erpressung wohl eher selten der Fall sein dürfte.

Ein ähnlich gelagerter Fall ist mir nicht bekannt – ich vermute aber, dass die Geschichte noch ein deutliches Nachspiel haben wird. Für VZnet ist der Fall nicht gerade ein Glücksgriff – das Unternehmen hat in der Vergangenheit versucht, sein Image durch zurückhaltende Kommunikationspolitik sauber zu halten.

Via Spiegel.

Mehr zum Thema: VZnet-Erpressung war keine Erpressung, SchülerVZ: das Drama nimmt seinen Lauf, Datenpanne beim VZ – diesmal bei den Jüngsten.

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VZnet-Erpressung war keine Erpressung

Nachdem schon kurz nach dem tragischen Selbstmord des mutmaßlichen Erpressers von VZnet deutliche Zweifel über eher kleine Kanäle geäußert wurden, scheint sich die Geschichte langsam zu formen. Tatsächlich handelte es sich offenbar ganz und garnicht um Erpressung sondern vielmehr um ein verhandeltes Schweigegeld in Höhe der medial kursierenden 80.000 €.

Da sich die VZ-Gruppe im Rahmen der Entwicklungen immer weniger zu dem Sachverhalt äußern möchte, kann man wohl davon ausgehen, dass der Vorwurf, der letztlich zur Inhaftierung führte, wohl so nicht hätte gehalten werden können.

More: Heise.

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Kein dringender Tatverdacht mehr!

Der seit Ostern in türkischer Untersuchungshaft verweilende Marco ist frei. Das Gericht sah keinen dringenden Tatverdacht mehr. Heute wurde erstmals die Aussage des Opfers in die Verhandlung einbezogen. Dies und die Tatsache, dass das Verfahren auf den 1. April 2008 verlegt wurde, werden als deutliche Zeichen gewertet.

Bleibt zu hoffen, dass er diese Erlebnisse verarbeiten kann. Wünschenswert wäre nach Prozessende eine komplette Aufklärung der Umstände und Gründe für diese endlose Untersuchungshaft. Warum der Anwalt der Britin auf eine Fortsetzung der Untersuchungshaft besteht, bleibt vorerst sein Geheimnis…