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PKW-Maut – next Round…

Ähnlich der generellen Tempobegrenzung auf ein noch zu spezifizierendes Maß kursiert regelmäßig die allgemeine PKW-Maut in den Medien. Angeregt wurde die Diskussion diesmal durch das Umweltbundesamt, begründet durch mögliche Umweltentlastungen.

Standesgemäß treffen sich nun die großen Parlamentsgruppierungen zum Verbal-Sparring. In Anbetracht der leicht erhöhten Staatsausgaben infolge der Banken- und Wirtschaftskrise sowie weiterer Ausgabenversprechungen (in Form von Steuersenkungen) könnte ich mir durchaus vorstellen, dass der Moment für die Einführung günstig ist – andererseits dürfte das Thema derart unpopulär sein, dass nachhaltige Imageschäden unumgänglich sind. Da darüber hinaus mittlerweile bei jeder zweiten Landtagswahl Wahlkampf wie im Bund betrieben wird und man sich damit regelmäßig die Handlungsfähigkeit nimmt, müsste ich über die “Chancen” der Einführung doch nochmal nachdenken.

Wenn ich so darüber sinniere, welches Budget man für ein privates Fahrzeug einstellen muss – ohne dass es sich um einen Montagswagen oder begehrtes Diebesgut handelt – passt die Maut-Strategie nicht so recht in meine Welt von grenzenloser Mobilität.

Fazit? Des Deutschen liebstes Kind und die Frage, auf welchem Niveau sich die Schmerzgrenze befindet. Vielleicht gelingt es ja, uns als Herkunftsland der Premiummarken selbst als wichtigen Markt aus dem Rennen zu nehmen oder zumindest die Automobilindustrie mit ihren Millionen Beschäftigten nachhaltig zu schädigen.

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Biosprit vorerst auf Eis gelegt

Fast hätte ich vergessen, mich hier über das Ende der Biospritdebatte zu freuen. Als einer der vermutlich mehr als 3 Mio “Betroffenen” hätte die Einführung für mich eine weitere, sehr deutliche Anhebung des Benzinpreises bedeutet.

In dem Zusammenhang hat sich unsere Regierung ganz schön (Entschuldigung) “zum Ei” gemacht. Das durchschnittliche Fahrzeugalter dürfte ja wohl der Statistik zu entnehmen gewesen sein – ebenso die Standardabweichung und einige andere Kennzahlen, anhand derer man hätte eine Vermutung anstellen können.

Aber gut – das Thema ist vom Tisch.

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Tempolimit auf Autobahnen

Wie schon des öfternen wird wieder einmal mehr über ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen diskutiert. Als Pro-Argument schlechthin ist immer und immer wieder die Europakarte zu sehen, auf die Geschwindigkeitsgrenzen eingetragen sind. Dass die CO2-Ersparnis nicht so hoch ist, wie sich die Befürworter dieser Strategie erwarten, wird selbst aus eigenen Reihen (SPD) gekontert. Unfallrisiko und Unfallschwere sind maßgeblich Ansichtssache und halten ebenso als “echte Argumente” kaum her. Leider wird nie eine Europakarte gezeigt, die den technischen Zustand der Fahrzeuge aufschlüsselt – ist es doch so, dass der TÜV hier in Deutschland deutlich genauer hinsieht als anderswo. Ebenso spielen Fahrzeugalter sowie aktive und passive Sicherheitssysteme eine entscheidende Rolle.

Was jedoch das absolute KO-Kriterium für einen solchen Schritt sein sollte: die deutsche Automobilindustrie bedient hauptsächlich das Klientel, was von den “freien” Autobahnen profitiert. Es ist sicherlich nicht erwiesen – aber eine Schätzung über Absatzeinbußen wäre vielleicht als Entscheidungsunterstützung keine schlechte Idee.

Die SPD richtet sich damit wieder ein wenig “grüner” ein – die CDU lehnt diesen Vorstoß kategorisch ab.

Vermutlich wird wieder einmal “nur” darüber diskutiert – alles andere würde mich doch ein wenig wundern, zumal sich wieder einmal mehr zeigt, dass die SPD nicht mit einer geschlossenen Meinung auftreten kann. Es erinnert ein wenig an Stammtischdiskussionen, wo jeder mal seine Meinung laut in die Runde rufen darf – sehr unprofessionell.