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Der Opel-Zock – hin, her, hin, her…

Selten wurde man bei einem Polit-Wirtschafts-Zock derart unterhalten. Das Drama um den Autobauer Opel nimmt offensichtlich weiter seinen Lauf. Nachdem kaum noch jemand daran geglaubt hat, dass der Deal mit Magna nicht stattfindet, ist der Fall nun doch eingetreten.

So skurril die Geschichte ist, so traurig könnte sie enden. Während GM am Rande der Insolvenz agierte, ließ man sich auf die Spekulationen einer Opel-Abspaltung ein – es folgten wilde Spekulationen über den Besitzstand im Gesamtkonzern GM mit dem Ergebnis, dass es sich bei der Marke Opel tatsächlich nur noch um die Marke handelt. Gut – auch diese mediale Ohrfeige konnte man in Amerika ertragen.

Ganz nebenbei und ohne größeres mediales Aufsehen gelang es, einen staatlichen Überbrückungskredit in Höhe von 900 Mio. € zu erhalten.

Der Bieter mit den größten Aussichten – Magna - würde wohl nach erfolgreicher Transaktion einen größeren Teil seines Kerngeschäfts in Gefahr sehen, immerhin handelt es sich um einen Automobilzulieferer, der dann in die Riege der Hersteller aufgestiegen wäre und damit einen Konkurrenten für andere Hersteller darstellt. Nun darf man sich fragen, wie genial das Konzept sein muss, dass trotz des Risikos im Kerngeschäft und darüber hinaus der schwierigen Lage des übernommenen Unternehmens unterm Strich trotzdem noch ein rentables Geschäftsmodell stehen bleibt.

Gut – so ist es nicht und so wird es nicht werden. GM wird an Opel festhalten – über finanzielle Mittel zur Sanierung der Firma verfügt man aber scheinbar nicht. Was von den aktuellen Spekulationen über Werksschließungen und Entlassungen überbleiben wird, ist allerdings noch offen.

Via FAZ, Spiegel, Focus.

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Commerzbank verstaatlicht – Reaktion?

Die Reaktion der Aktionäre infolge der Meldungen über die Teilverstaatlichung der Commerzbank ist eindeutig: das Papier wird in Masse über Bord geworfen. Das Chart zeigt den 10-Tagesverlauf des Wertes (comdirect.de).

commerzbank

Inwiefern man dies jetzt als Einstiegskurs betiteln kann, ist schwer abzuschätzen und wird massiv vom Risikoportfolio der Institute abhängen.  Die Marktkapitalisierung beträgt ca. 3,5 Mrd. €.

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Ja, nein, ich mein – jein!

Die Story um die Yahoo-Übernahme durch Microsoft ist nahezu endlos – Grund genug, einmal hier in der Historie zu kramen, wie sich die Dinge entwickelt haben.

Am 2. Februar diesen Jahres konnte ich über ein Angebot von satten 44,6 Mrd. $ berichten – ein Betrag der mittlerweile mehr als diskutabel erscheint. Sechs Tage und einige Orders später hatten sich die Kurse bereits deutlich verschoben. Weitere drei Tage später, am 11. Februar, erteilte der damalige Yahoo-CEO Yang Microsoft eine Absage, was zu deutlichen Zerwürfnissen mit den Aktionären führte. Diesem Schritt folgte die Erhöhung des Angebots auf 50 Mrd. $, welches Microsoft am 4. Mai zurückzog. Analysten munkelten, dass Yahoo – insbesondere Yang – damit zu hoch gepokert hatte, was erst zu deutlichen Kursverlusten führte und im späteren Rücktritt Yangs endete. Der medialen Stille und deutlichen Kursturbulenzen folgte Yangs Fallrückzieher, indem er selbst für die Microsoft-Übernahme warb. Microsoft bliebt hart und Yang trat zurück.

Am heutigen Tage ist nun von erneuten Verhandlungen zu lesen. Statt der vollständigen Übernahme ist jedoch “nur” vom Kauf der Suchmaschinen-Sparte die Rede. Das wirft spontan die Frage auf, wie groß der verbleibende Teil von Yahoo wäre und wie sich dieser finanzieren wird. Die Größenordnung der Transaktion hat sich innerhalb der zähen Verhandlungen mehr als halbiert, so dass “nur noch” von 20 Mrd. $ die Rede ist. Da die Marktkapitalisierung von Yahoo aktuell bei 16 Mrd. $ liegt, kann davon ausgegangen werden, dass Steve Ballmer den Angriff auf Google möglichst schnell wagen möchte.

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Im DAX wird gemischt

Den mehr als deutlichen Kursveränderungen sowie den Übernahmeplänen folgend, wird es im DAX zu Veränderungen kommen. Eines vorweg: Volkswagen wird (vorerst) noch im Index gelistet bleiben.

Am Mittwoch wird aller Voraussicht nach verkündet, dass

  • die Hypo Real Estate wegen geschrumpftem Börsenwert den Index verlässt.
  • Continental auf Grund eines verbleibenden Streubesitzes von ca. 10% den Index verlässt und unter Umständen nicht nur absteigt sondern garnicht mehr gelistet wird.
  • Salzgitter den Sprung in den DAX schafft.
  • Beiersdorf ebenfalls künftig im DAX gelistet wird.

Auch wenn VW jetzt noch im Index verweilen “darf”, wird die Frage in Abhängigkeit von der Übernahmegeschwindigkeit in näherer Zukunft wieder gestellt werden dürfen. Porsche strebt 75% an – nicht mehr dieses Jahr aber lange wird man sich damit nicht mehr Zeit lassen – und der Steuerzahler hält bekanntlich nach wie vor die Sperrminorität von 20%. Das zusammen ergäbe 95%. Begünstigend wirkt momentan der Umstand, dass Sicherungen von Optionsgeschäften weiterhin zum Streubesitz zählen – wenngleich die Absichten der Firma Porsche sehr eindeutig sind und die Wahrscheinlichkeit, dass diese Papiere den freien Markt nochmals sehen eher gering ist.

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Solarworld übernimmt Opel?!

Die Meldung dürfte viele euphorisiert haben – wenngleich sie sich als Ente herausstellen könnte. Solarworld möchte Opel übernehmen. Was so banal klingt und vor dem Hintergrund der VW-Übernahme durch Porsche beim ersten Hören nicht zum Entsetzen führt, dürfte in der Umsetzung mehr als schwierig sein.

Franz Asbecks (Vorstandsvorsitzender Solarworld) Marschroute klingt einfach: die Übernahme findet zum Nulltarif statt. Dafür bleiben die Werke in Betrieb und die Mitarbeiter beschäftigt. Opel ist allerdings unter dem Dach von GM zu Hause. Warum sollten die Amerikaner den Konzern verschenken? Im Gegensatz zu Porsche scheint es auch keine Investments zu geben.

Sollte GM wirklich in die Nähe zur Insolvenz rücken, wäre das Szenario wohl nochmal diskutabel – wenngleich sich die “Investoren” dann anstellen werden.

Via Süddeutsche.

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