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Der Opel-Zock – hin, her, hin, her…

Selten wurde man bei einem Polit-Wirtschafts-Zock derart unterhalten. Das Drama um den Autobauer Opel nimmt offensichtlich weiter seinen Lauf. Nachdem kaum noch jemand daran geglaubt hat, dass der Deal mit Magna nicht stattfindet, ist der Fall nun doch eingetreten.

So skurril die Geschichte ist, so traurig könnte sie enden. Während GM am Rande der Insolvenz agierte, ließ man sich auf die Spekulationen einer Opel-Abspaltung ein – es folgten wilde Spekulationen über den Besitzstand im Gesamtkonzern GM mit dem Ergebnis, dass es sich bei der Marke Opel tatsächlich nur noch um die Marke handelt. Gut – auch diese mediale Ohrfeige konnte man in Amerika ertragen.

Ganz nebenbei und ohne größeres mediales Aufsehen gelang es, einen staatlichen Überbrückungskredit in Höhe von 900 Mio. € zu erhalten.

Der Bieter mit den größten Aussichten – Magna - würde wohl nach erfolgreicher Transaktion einen größeren Teil seines Kerngeschäfts in Gefahr sehen, immerhin handelt es sich um einen Automobilzulieferer, der dann in die Riege der Hersteller aufgestiegen wäre und damit einen Konkurrenten für andere Hersteller darstellt. Nun darf man sich fragen, wie genial das Konzept sein muss, dass trotz des Risikos im Kerngeschäft und darüber hinaus der schwierigen Lage des übernommenen Unternehmens unterm Strich trotzdem noch ein rentables Geschäftsmodell stehen bleibt.

Gut – so ist es nicht und so wird es nicht werden. GM wird an Opel festhalten – über finanzielle Mittel zur Sanierung der Firma verfügt man aber scheinbar nicht. Was von den aktuellen Spekulationen über Werksschließungen und Entlassungen überbleiben wird, ist allerdings noch offen.

Via FAZ, Spiegel, Focus.

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