Tschechien Archiv

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Atomstrom vs. Atomstrom

Nach der Katastrophe im japanischen Fukoshima wurde viel und entschlossen diskutiert – mit heftiger Kritik an der atomaren Stromerzeugung im Allgemeinen sowie der “deutschen” Art und Weise, die Netze mit Energie zu speisen. Nachdem nun eine gute Hand voll Atommeiler vom Netz gegangen sind, kann man nun das erste Resumee ziehen.

  • Die Importe von Atomstrom aus Frankreich haben sich im ersten Halbjahr 2011 verdoppelt.
  • Die Importe von Atomstrom aus Tschechien haben sich im ersten Halbjahr 2011 nahezu versiebenfacht.
  • EON beabsichtigt den Abbau von ca. 50% der Belegschaft am Firmenhauptsitz.
Zugegeben – die Informationsdecke über die Sicherheit der Stromerzeugung bei unseren Nachbarn ist äußerst dünn – das Gefährdungspotenzial, so viel ist sicher, ist jedoch ausgehend von der räumlichen Dichte in Zentraleuropa genauso hoch wie beim inländischen AKW-Betrieb. Gehen wir also davon aus, dass die Sicherheit der AKWs in Frankreich / Tschechien mindestens genauso hoch ist wie hierzulande?
Ich persönlich gehe davon aus, dass die Sicherheitsdebatte ohnehin nur High Level Relevanz besitzt. Spätestens wenn die Entscheidung für einen Stromanbieter fällt, regiert dann doch zu oft der Preis und das Konzept “Öko-Strom” (was die Idee “sicherer Strom” impliziert) hat das Nachsehen.
Aktionismus führt zu einem beschränkten Lösungsraum, insbesondere die folgenden Fragestellungen hätte man in meinen Augen durchaus intensiver betrachten können:
  • Lässt sich unser Energieappetit steuern (z.B. technologisch)?
  • Welche Energiequellen (technologisch) sind verfügbar und welche Konsequenzen ergeben sich aus einer Verschiebung zwischen den Quellen?
  • Welche Quellen (Beschaffungssicht) stehen zur Verfügung und welche Technologien kommen zum Einsatz? Welche Konsequenz ergibt sich aus erhöhten Importen und welche Technologien – und (sofern der Fokus auf der Minderung des Gefahrenpotenzials liegt) mit welcher Gefährdung – kommen dabei zum Einsatz?
Der gesamte Kontext liegt nun auf Eis, da die Damen und Herren aktuell ein “größeres” Problem, die so genannte “Euro-Rettung”, diskutieren müssen. Na dann…
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Elbe-Staustufe: Vorgehen? Wie immer…

Die durch unsere tschechischen Nachbarn geplante Staustufe für die Elbe verursacht – erwartungsgemäß – erheblichen Streit. Ziel des Bauwerks ist die Beeinflussung des Wasserstands der Elbe – in erster Linie die Erhöhung bei Niedrigwasser um die Schifffahrt auch in den Sommermonaten aufrecht erhalten zu können.

Da die Auswirkungen der Maßnahme insbesondere auf deutschem Gebiet spürbar sein werden (das Bauwerk wird von Deutschland aus betrachtet kurz hinter der Grenze stehen), kommt ein Beteiligungsverfahren zur Anwendung.

Aktuell sehen sich die Beteiligten auf deutscher Seite ins Abseits geschoben, da von den mehr als 500 Seiten fassenden Planungsdokumenten lediglich eine Zusammenfassung von 28 Seiten ins Deutsche übersetzt wurde. Eine Übersetzung der vollständigen Unterlagen wurde vorerst gestoppt, da innerhalb der Frist des Beteiligungsverfahrens nicht davon auszugehen war, dass man die Übersetzung und folgend eine Bearbeitung innerhalb des Zeitfensters abarbeiten kann.

Man kann es drehen wie man will – betrachtet man die großen Bauvorhaben der letzten Zeit (Dresden: BAB 17 und Waldschlößchenbrücke, Stuttgart: Stuttgart21, …)  sind die  wichtigsten Aspekte das Stakeholdermanagement und darin insbesondere die Öffentlichkeitsarbeit. Werden Vorhaben, bei denen in irgendeiner Weise in größerer Menge (wenn auch nur gefühlt) Personen ein Gefühl der Betroffenheit entwickeln, hinter verschlossenen Türen entwickelt und durchgeführt, ist der Protest programmiert. Irgendwie fühlt sich das wie eine neue Form der Demokratie an, in der die Menschen auch selbst aktiv werden und einen gewissen Grad an Mitbestimmung einfordern. Jetzt gilt es ansich nur noch, die Vorteile dieser neu gewonnenen Qualität herauszuarbeiten.

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Steigende Anzahl Autodiebstähle

Aktuell vergeht kaum ein Tag, an dem nicht auf einer Titelseite eines größeren Magazins oder sogar einer Zeitung über dreisten Fahrzeugklau berichtet wird. Glaubt man der Berichterstattung, ist es ein Problem des Ostens – der durchschnittliche Fahrzeugpreis dürfte zwar deutlich niedriger liegen, dafür ist das Risiko durch die kurze Entfernung zur Grenze (Polen, Tschechien) minimiert.

Ein wenig Statistik gibts bei der SZ.

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