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Telekom bündelt Festnetz und Mobilfunk

Wer jetzt denkt, es handelt sich um die Produktpalette, der muss sich leider noch gedulden. Vorerst gehts nur um die Organisation. Telekom-Chef Rene Obermann gab bekannt, dass eine gigantische Umstrukturierung eine Konzerneinheit schaffen soll, die Festnetz- und Mobilfunksparte beinhaltet und damit einen Umsatz von 62,4 Mrd. € generiert.

Ob dies für den Kunden einen erhöhten Nutzen zur Folge hat (Synergien der Produkte – Bundles – einheitliche Ansprechpartner – einheitliche Rechnungslegung – …) bleibt vorerst offen – für das Unternehmen hat es sie definitiv. Es scheint, als wären viele der Prozesse redundant – die offensichtliche Ausnahme ist der Vertrieb, für den sich T-Com und T-Mobile das Filialnetz teilen.

Funkster – Quickster – Mir wird schlecht…

Mobile Datentarife 2.0 – da sich die Netzbetreiber offensichtlich nicht aus der Deckung trauen wollen, schießen sie über weitere Marken Tarife in den Markt. Der Fokus liegt mittlerweile klar auf Datenverkehr, wenngleich man sich gern ein Hintertürchen zu den hauseigenen, deutlich preisintensiveren Tarifen offen hält.

Soll heißen? Funkster ist ein neuer Datentarif im Netz von T-Mobile – vertrieben über die “Webmobilisten”. Die Konditionen wären:

  • “Werbe-Flat” mit 5GB-Begrenzung und Verbot für Instant Messaging und VoIP, was mittlerweile keinen mehr zu stören scheint.
  • 6 Monate Mindestlaufzeit zu je 9,95€
  • danach monatliche Vertragsverlängerung zu je 28,95€

Das Angebot über das magenta Netz scheint auch Vodafone dazu bewogen zu haben, mit besagtem Unternehmen eine Kooperation zu “extrem günstigen Konditionen” auszuhandeln. Unter dem Namen Quickster verbirgt sich folgendes:

  • “Angebotspreis” bei Abschluss bis 31.01.2009 von 24,95€ monatlich bei einer Laufzeit von 24 Monaten.
  • 5 GB-”Werbeflat” inklusive Verbot von Instant Messaging und VoIP

Beiden Tarifen schmeckt der Angebotsdruck von 9live nach, da mit Nachdruck auf “begrenzte Stückzahlen” verwiesen wird. Ich persönlich gehe nicht davon aus, dass sich die Preise für mobile Kommunikation sehr stabil verhalten werden…

Im Übrigen bietet auch Simyo einen ähnlichen Tarif (jedoch auf Prepaid-Basis) an. Dieser ist auf 1 GB beschränkt, bietet jedoch die Möglichkeit von IM- und VoIP-Diensten. HSDPA ist im E-Plus-Netz (noch) nicht drin – für mobiles Surfen würde ich UMTS jedoch als ausreichend erachten. Vertragslaufzeit? Gibt es zu diesem Angebot auch nicht, so dass bei Nichtgefallen ein direkter Ausstieg möglich ist. Sympatisch finde ich zudem den Umstand, dass man bei Simyo nicht versucht, mit dem Begriff “Flat” zu werben :-)

Wer ab und an geschäftlich unterwegs ist und nicht auf das WWW verzichten kann/ will, dem ist unter Umständen die Fonic-Tagesflat sympatisch. Für 2,50€ / 24h kann 1 GB transferiert werden, was für einen Tag extrem reichlich sein sollte.

Der Artikel stellt weder eine Kaufempfehlung dar noch soll er Marketingziele verfolgen ;-)

E-Plus weiter ohne HSDPA

E-Plus-Chef Thorsten Dirks bleibt weiterhin beim mittlerweile eher lahmen UMTS statt das Netz des Mobilfunkanbieters auf HSDPA umzurüsten. Ich dächte, ich hätte Herrn Dirks noch mit der Kunde vom mobilen Geschäft im Ohr – aber egal.

Meiner Meinung nach dürfte die Investition in Werbung statt der Produktverbesserung eher dem kurzfristigen Geschäft anstelle langfristiger Planungen wohl tun. Vielleicht ist es aber genau das, was das Unternehmen momentan benötigt.

T-Mobile und Vodafone sind technologisch einen Schritt weiter und bieten großflächig schnelle mobile Datendienste an. Die Tarifstruktur verrät allerdings, dass einiges an Druck dahinterzustecken scheint.

Dass die Zukunft mit mobilem Internet nichts zu tun haben soll, kann ich kaum glauben. Momentan fehlt es lediglich noch an Kleinigkeiten, um den Bedarf wirklich zu wecken – setzen sich Endgeräte mit anständiger Benutzerführung durch, welche darüber hinaus Browser mitbringen, die “normale” Webseiten brauchbar auf das Handy zaubern, dürfte der Durchbruch geschafft sein.

Zeichen auf die Entwicklung in Richtung mobilem Internet sind aktuell die Angebote von Bild und RTL (ohne hier die Qualität der Inhalte bewerten zu wollen…). Beide Anbieter erlauben mit den hauseigenen SIM-Karten die kostenfreie Nutzung der eigenen Portale. Viele Bauchlandungen, wie sie es einst bei Vodafone mit (fast ausschließlich) kostenpflichtigen Inhalten im Vodafone Live Portal gab, braucht die Branche meiner Meinung nach nicht mehr.

Via Handelsblatt & Golem.

Datenflop bei Vodafone – Flat ist noch weniger Flat!

Da wird geworben, dass sich die Bäume biegen und wenn es um die Erbringung der Leistung geht, ist der Ärger für den Kunden groß.

Vodafones Mobile Connect-Tarife Flat und Flat Plus sind keine wirklichen Flatrates – soweit ist das erstmal nicht neu. Hinzu kommt zum ersten das Verbot zur Nutzung von Peer-to-Peer-Netzwerken. Abgesehen vom schlechten Ruf dieser Netze gibt es durchaus legale Anwendungsmöglichkeiten. Dass man beim Kauf eines Internetzugangs allerdings davon abgehalten wird, gleicht ein wenig der chinesischen Regulation.

Vorstellen kann ich mir, dass die darüber übertragenen Datenvolumina das “normale Maß” übersteigen können. Den Kunden interessiert die (in diesem Fall offensichtlich fehlerhafte) Preiskalkulation allerdings nicht.

Punkt zwei auf der Tagesordnung wären die Instant-Messaging-Dienste. Weil der Konzern scheinbar Angst um die SMS-Umsätze hat, sind diese kleinen und extrem verbreiteten Tools verboten. Das ist schon ziemlich extrem, da beim Netzbetreiber kaum Kosten durch die Nutzung entstehen. Dieser Punkt wäre für mich ein klares KO-Argument.

Die Modalitäten gelten für Kunden, die ihren Vertrag nach dem 01.08.2008 abgeschlossen haben. Vorher galten 10GB als “Drosselgrenze” und Verbote von Peer-to-Peer sowie Instant Messaging gab es auch nicht.

Fazit: Es wird nicht lange dauern, bis auch T-Mobile sein Erbringungsgefüge angepasst hat – somit hat der Kunde wie gewohnt keine Wahl. Schön :-)

iPhone Upgrade-Konditionen bei T-Mobile sind raus

T-Mobile möchte seinen iPhone-Kunden eine Upgrade-Möglichkeit bieten und hat heute die Konditionen bekannt gegeben. Diese sind weniger kulant als man vermuten könnte.

Variante 1 ist die Beschaffung eines neuen iPhone-Tarif-Kunden – Dieser schließt “zu Gunsten des Bestandskunden” einen neuen Complete-Vertrag ab und löst damit den iPhone-Vertragsnehmer aus seinen Konditionen heraus. Zudem muss der geworbene Kunde das alte iPhone übernehmen, da er kein subventioniertes Gerät bekommt. Das dürfte also ausfallen.

Variante 2 ist die “monetäre Auslösung” des Vertrages. Für jeden Monat, der zur 2jährigen Vertragslaufzeit fehlt, zahlt man 15 € und ist damit sofort upgradefähig. Ein Problem dabei dürfte die noch reichliche Restlaufzeit der Verträge sein – das iPhone kam vor nichtmal einem Jahr, so dass bis November 2009 schonmal 240 € (16*15) anfallen.

Ich suche vergeblich nach dem Schnäppchen – wer es gefunden hat, darf sich gern zu Wort melden.

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