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Datenschutz bei Suchmaschinen: Yahoo legt vor

Suchmaschinen sind das unumstrittene Tor zur großen, bunten Onlinewelt. Die Analyse der nutzergenerierten Datensätze (Suchbegriffe, aufgerufene Seiten kurzum Nutzerprotokolle) lässt zahlreiche gewinnverheißende Rückschlüsse auf die Bedürfnisse und Wünsche der surfenden Bevölkerung zu. Der Streit um den Datenschutz dieser (im Regelfall für äußerst großzügige Zeiträume personalisiert) erfassten, gespeicherten und verwerteten Daten ist auch nicht erst seit gestern Thema, so dass Yahoo jetzt voranprescht und die Reduktion der Speicherzeit angekündigt hat. In Zukunft sollen also nach 90 Tagen nur noch anonymisierte Daten auf den Yahoo-Servern zu finden sein. Mögliche Gründe?

  • Kostenersparnis
  • Imageverbesserung
  • Nutzerfang
  • Einsicht

Sei es drum – Yahoo spielt nicht die letzte Geige, liegt jedoch in Punkto Nutzungsaufkommen hinter Google weit abgeschlagen. Der Quasi-Monopolist befindet sich also in einer komfortablen Lage und muss nicht reagieren. Trotzdem dürfte es zu neuen Diskussionen kommen und Gespräche haben bekanntlich noch niemandem geschadet.

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Die Google-Top-Suchbegriffe 2008

Google veröffentlichte wie jedes Jahr die meistgesuchten Begriffe. Das Ergebnis: Internet is not for Porn. Den Browserfunktionen sei Dank, befinden sich unter den Tops massenweise Domains ohne den TLD-Zusatz. Da wären

  1. eBay
  2. YouTube
  3. Wetter
  4. GMX
  5. Google
  6. Video
  7. Wikipedia
  8. Web.de
  9. Bild und
  10. Telefonbuch

auf den vorderen Plätzen. Die rot markierten Suchbegriffe halten als Domain her oder müssten nur durch die TLD (.de) ergänzt werden. Es scheint, als würden Internetuser lieber die Maus bewegen als die Tastatur zu nutzen. Die Ergebnisse der News- und Buchsuche sind schon aussagekräftiger. Demnach interessierten sich die Newsbegeisterten für Olympia, Deutsche Bahn und Peking 2008 wärend die Buchsuchenden hauptsächlich in Marketing, Harry Potter und Google interessiert waren.

Nicht uninteressant ist darüber hinaus die Liste der schnellwachsendsten Suchbegriffe, die voller Social Networks ist. Da wären: Wer kennt wen, Schüler VZ, Studi VZ und Facebook.

Auch Heise fragt sich, warum schlüpfrige Begriffe wie Sex, Porno und Co nicht auftauchten – war es doch der gleiche Zeitraum in dem fast alle Bloggrößen “Usergenerated Porn” als netten Besuchermagneten für sich entdeckten. Einzige für mich logische Erklärung: die einschlägigen Begriffe waren noch nicht SEO-überlaufen, so dass mit verhältnismäßig geringem Aufwand eine Platzierung in den vorderen Regionen möglich war.

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Wie wird im Internet gesucht?

Einer Auswertung von onestat.com zufolge werden zumeist 2-3 Suchbegriffe eingegeben. Diese zwei Varianten finden in ca. 50% der Suchanfragen Anwendung. Lediglich 15% der Suchaufträge werden mit nur einem Suchbegriff gestartet. Die Ursache ist vermutlich in der sehr verschwommenen Treffermenge zu suchen. Die Konkretisierung mit mehr als 3 oder sogar 4 Suchwörtern scheint wiederum zu kompliziert und der Nutzeranteil sinkt rapide.

Interessant wäre eine Zufriedenheitsanalyse mit den Suchergebnissen. Google scheint einen relativ guten Weg gefunden zu haben, relevante Inhalte vorn zu platzieren – zumindest gemessen an den Nutzerzahlen. Verbesserungspotenzial gibt es allemal – wobei sich das wiederum nicht mit den finanziellen Zielen des Anbieters vereinbaren lassen wird.

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