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Die Brücke am Waldschlößchen in Dresden

Die Unesco war so freundlich und hat heute entschieden, uns den Weltkulturerbe-Titel vorerst zu lassen. Die Einschränkungen überwiegen allerdings und die Forderungen sind verhältnismäßig schroff: sofortiger Baustopp, sonst wird der Titel in einem Jahr nicht mehr in Dresden sein.

Der Baustopp wird lt. SZ allerdings nicht kommen:

Ein Baustopp ist derzeit aber nicht in Sicht. Die Verantwortlichen im Rathaus zeigten der Unesco bereits die kalte Schulter. Die Entscheidung, die nach deutscher Zeit in der Nacht zum Freitag fiel, wurde in der Bundesrepublik überwiegend mit Erleichterung aufgenommen. „Die Streichung wäre nicht nur für die Stadt, sondern auch für das ganze Land eine große, schwer hinnehmbare Blamage“, sagte Olaf Zimmermann vom Deutschen Kulturrat. Erfreut zeigten sich auch die Bürgerinitiativen in Dresden, die für den Erhalt des Welterbes kämpfen und als Alternative einen Tunnel durchsetzen wollen.

Die frisch gewählte Oberbürgermeisterin Helma Orosz hat kein großes Interesse daran, den Titel zugunsten eines Baustopps und damit verbunden einer Alternativlösung zu behalten. Weiterhin lässt sie verlauten, dass eine freiwillige Rückgabe des Titels ebenso eine Möglichkeit ist.

Erstaunlich finde ich doch, wie geschickt die Unesco diesen Streitfall für die eigene Werbearbeit nutzt. Mir fällt garnicht ein, wann die Unesco medial das letzte Mal in Erscheinung getreten ist, ohne dass die Dresdner Waldschlößchenbrücke dabei Erwähnung fand.

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Google-Neuheit erhitzt die Gemüter

Der Suchriese Google hat sich mit der Einführung der Sekundärsuche nicht nur Freunde gemacht. Auf der amerikanischen Seite wird neuerdings unter einigen Suchergebnissen ein weiteres Suchfeld angezeigt, anhand welchem man die Suche auf dieser Präsenz verfeinern kann. Für den Suchenden ist dieses Feature zweifelsfrei hervorragend. Die Gemüter der Anbieter sind durch die Einblendung von Werbung (unter Anderem zur Konkurrenz) allerdings erhitzt. Man fürchtet weniger Besucher und dadurch auch Umsatzeinbußen.

Meine Meinung: alles halb so wild. Wenn man an einen Tisch findet, werden sich für alle Vorteile herausarbeiten lassen. Das Konzept finde ich super, da es einen echten Usability-Vorteil bringt – da hat man bei Google mal wieder ordentlich nachgedacht.

Mehr bei Golem, Heise, einen Screenshot bei Jörg Hochwald und die englische Google-Seite.

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Superbowl soll HD-DVD retten?!

Das medial schon fast “erschlagene” Format HD-DVD soll jetzt doch noch den Durchbruch schaffen. Dazu nimmt Toshiba ein unbekanntes aber sicher millionenschweres Werbebudget in die Hand und möchte das Format beim Superbowl bewerben. Es ist zwar nicht die erste Investition in solcherlei Marketingmaßnahmen – diesmal scheint es mir allerdings so, als wäre es nochmal ein Aufbäumen vor dem Gegner Blu-Ray. Das Rennen um die Formatnachfolge der DVD schien entschieden, als sich die großen Contentanbieter auf ein Format – nämlich Blu-Ray – “einigten”. Toshiba reagiert mit großzügigen Preisnachlässen und Werbekampagnen.

[EDIT]

Die Konkurrenz schläft nicht. Bei heise.de findet sich ein Artikel, nachdem nun bei Saturn HD-DVD-Player beim Kauf eines Sony Blu-Ray in Zahlung genommen werden. 349€ ist trotzdem noch eine Hausnummer, bei der einige zögern werden. Die HD-DVD-Player bewegen sich da in ganz anderen Regionen.

[/EDIT]

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Erneuter Abbruch der Verhandlungen

Zwischen Bahnchef Mehdorn und GDL-Chef Schell herrscht seit heute wieder Funkstille. Nachdem man sich zumindest auf Verhandlungen einigen konnte, hat man nun – völlig überraschend – wieder einen Schritt zurück in die Eiszeit gewagt. Damit besteht für Bahnreisende ab sofort wieder das Risiko von Streiks. In der FAZ ist heute zu lesen:

„Urplötzlich erklärte die GDL am frühen Nachmittag die Verhandlungen für beendet“, berichtete der Sprecher. „Das ist absolut nicht nachvollziehbar.“ Warum GDL-Chef Manfred Schell das für den Abend vereinbarte Spitzengespräch der Chefs der drei Bahngewerkschaften Transnet, GDBA und GDL mit DB-Vorstandchef
Hartmut Mehdorn kurzfristig abgesagt habe, „ist uns schlichtweg schleierhaft“.

Ob jemand auf der Erbse genächtigt hat oder ob sich die werten Herren verbale Backpfeifen verpasst haben wird (hoffentlich) deren Geheimnis bleiben.

Währenddessen schicken sich jetzt Transnet und GDBA an, in eigene Tarifverhandlungen einzusteigen. Von diesen zwei Parteien ist ebenfalls nicht viel gutes über das Vorgehen der GDL zu hören, was mich schon ein wenig erstaunt. Im FAZ-Artikel kann man weiterhin lesen:

„Die Verhandlungen und auch die Abstimmungen (der GDL) mit Transnet und GDBA waren auf gutem Wege“, erklärten Hansen und Hommel. Nachdem erst am 13. Dezember alle Beteiligten sich auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt hätten, seien der Abbruch der Verhandlungen und die Absage des Spitzengesprächs „Indizien dafür, dass der von der GDL provozierte Organisationskonflikt unter dem Deckmantel von Tarifverhandlungen fortgesetzt werden soll“.

Ich bleibe weiterhin gespannt. Allen Bahnkunden wünsche ich ein streikfreies Fest!

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Perlentaucher gewinnt Rechtsstreit

Die Internetplattform www.perlentaucher.de gewinnt auch in zweiter Instanz einen Streit mit der FAZ und der SZ, in der es um das Zitieren von Beiträgen ging. Golem schreibt dazu:

Die Website Perlentaucher berichtet über Literaturkritik und veröffentlicht dazu auch selbst verfasste Zusammenfassungen von Buchrezensionen, die in der FAZ sowie der SZ erschienen sind. Darin sahen die beiden Verlage eine Urheberrechtsverletzung, unterlagen aber bereits im ersten Urteilsspruch vom November 2006.

Damit ist die Rechtslage hoffentlich auch für kleinere Blogbetreiber geklärt. Ein Zitat mit Angabe der Quelle ist meines Erachtens nicht nur rechtlich abgesichert, sondern auch noch Werbung für den Urheber. In anderen Bereichen hat man sich dieses “Werbungsverhältnis” – (hoffentlich) objektive Unabhängige berichten über Produkte/ Leistungen – zu Nutze gemacht.

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Bahn vs. GDL – next round…

Wie heute in der FAZ nachzulesen ist, wird sich der Zwist zwischen (Mehdorn und Schell) Bahn und GDL wohl nicht innerhalb der nächsten Zeit beilegen lassen. Bahnchef Mehdorn hat am Wochenende einige Eckpunkte des neuerlichen Vorschlags in einem Interview genannt und damit das vereinbarte Stillschweigen gebrochen. Er sprach von 8-13% mehr Lohn und schloss erneut einen eigenen GDL-Tarifvertrag aus. Die Situation verhärtet sich, da sich auch die Transnet zu Wort gemeldet hat. Der Abschluss mit der GDL wird damit wegweisend für die Parallelverhandlungen mit der Transnet sein.

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