streik Archiv

0

Streik in der Krise: auch das gibts…

Wenig verwunderlich sind die Bestrebungen der Beschäftigten im öffentlichen Dienst – dort dürfte die Angst vorm Arbeitsplatzverlust deutlich niedriger sein als in dem einen oder anderen Wirtschaftszweig. Gerade hier in Sachsen wird aktuell den Forderungen im Bereich der Schulbildung Luft gemacht, so dass am Freitag bereits zum wiederholten Male kein Unterricht nach Plan stattfand.

Auch bei der Telekom verlaufen die Tarifverhandlungen eher trocken. Die Forderung liegt bei 8,5% mehr Lohn, während ein Angebot über eine Steigerung von 5,5% auf dem Tisch liegt. Mittlerweile wird seitens Verdi zudem verkündet, dass ein unbefristeter Streik als eine Möglichkeit durchaus vorstellbar ist.

Überdenkt man, dass die Medien derzeit überfüllt sind mit Meldungen zu steigenden Arbeitslosenzahlen und Kurzarbeit, finde ich diese Maßnahmen schon etwas verwunderlich. Im Falle der Deutschen Telekom darf zumindest noch auf sehr erfreuliche Geschäftszahlen verwiesen werden, die eine Erfolgsbeteiligung oder aber Lohnerhöhungen empfehlen. Gleichzeitig laufen jedoch Überlegungen zur weiteren Reduzierung der Beschäftigtenzahlen.

0

Telekom-Sparpläne ernten Kritik

Die Pläne der Telekom zur Schließung der Hälfte der Call Center und Auslagerung von Service-Mitarbietern stoßen beim Aufsichtsrat auf derbe Kritik. Gerade im Bereich Technik sei lt. Schröder (Aufsichtsratsvorsitzender und Verdi-Bundesvorstandmitglied) mit Arbeitskämpfen zu rechnen, da die Beschäftigten die Folgen der Maßnahme an ihren ehemaligen Kollegen der Call Center sehen.

Da kommt mal wieder das Eine zum Anderen – die Telekom ist ohnehin nicht der preiswerteste Anbieter, was die RegTP wohl maßgeblich zu verantworten hätte (im Übrigen nicht ganz zu Unrecht, da dies überhaupt Wettbewerb zulässt) – zum Anderen gelingt es nicht, die Servicequalität auf einem ausreichenden Maß zu halten, was wiederum die Kunden nicht so recht zum Verweilen einlädt. Die Situation ist und bleibt verzwickt – rückläufige Kundenzahlen führen leider nicht zur Verbesserung der Bilanzsituation, was wiederum zur “Zwangsverschlechterung” im Servicebereich führen wird. Da beißt sich die Katze in den…

Via Heise.

2

Verdi “veranstaltet” ab morgen Streiks

Wie schön – es war ja lange ruhig um die Gewerkschaften. Jetzt – mitten in der Ferienzeit – macht es natürlich schon allein des Rummels wegen Sinn, den Medienzeiger auf sich zu richten.

Beteiligte: Lufthansa und Verdi

Forderung: 9,8% mehr Lohn

Angebot: 7,7% mehr Lohn

Der Idealfall ist ansich “eine Hand wäscht die andere” – was da seitens der Gewerkschaften seit einiger Zeit dargeboten wird scheint mir allerdings in die falsche Richtung zu schlagen.

Wie viele der “betroffenen” Arbeitnehmer bei Verdi organisiert sind, werden die Urlauber morgen zu spüren bekommen – das Kabinenpersonal wird aber Schätzungen zufolge zur Verfügung stehen. Diese organisieren sich bei der UFO – mehrheitlich. Der Tarif mit UFO läuft allerdings noch bis Jahresende – dann dürfte das nächste Spektakel folgen: die Forderung beläuft sich momentan auf 15% mehr Lohn.

Allen Wartenden trotzdem einen schönen Urlaub!

Schlagwörter: , , ,
0

Gut gebrüllt, Löwe!

Wie hier schon angedeutet, eskaliert der Tarifkonflikt nun über die GDL-Grenzen hinaus. Man darf die Vermutung äußern, dass GDL-Chef Schell zur Erhöhung des Drucks seine Genossen aus dem “anderen Lager” aktiviert hat.

In der FAZ wird Norbert Hansen, Chef der Transnet, folgendermaßen zitiert:

„Es soll niemand glauben, dass wir tatenlos bleiben – wir haben auch Drohpotential: Die Transnet könnte eine Föderation von sieben bis acht Einzelorganisationen werden, die alle eigene Tarifverträge haben“

Das soll mal jemand verstehen – die Vorteile einer Tarifeinheit für beide Seiten sind klar – mir verbergen sich allerdings die Vorteile kleiner Abschlüsse. Neben dem sinnlosen Verwaltungsaufwand (beiderseitig) verhindert man für die Zukunft geschlossene Maßnahmen. Ich kann mir keine Schlagzeile vorstellen, wo der Titel “Sekretärinnen bei der Bahn fordern mehr Lohn – Streik von 300 Personen steht bevor” lautet – weil man zugelassen hat, dass Sekretariatsleistungen in eine Servicegesellschaft überführt worden sind. Das ist allerdings nichts, was ich zu entscheiden habe.

Neben den bekannten Diskussionen wäre es zu begrüßen, wenn Züge pünklich fahren, die Frequenzen ausreichend hoch sind und die Mitarbeiter kundenfreundlich sind. Darüber hinaus wären angemessene Preise wünschenswert. Für den Güterverkehr darf man durchaus gleiches ansetzen – ist es doch so, dass man vor einigen Jahren die Wirtschaft “auf die Schiene gelockt” hat. Das war weder zum Nachteil für die Bahn noch für die Belegschaft.

Schlagwörter: , , , , , , ,
0

GDL und Transnet – die Bahn in der Klemme

Während es bei den Tarifverhandlungen mit der GDL langsam nach einer Lösung der festgefahrenen Situation aussieht, schaltet sich die nächste Gewerkschaft medial ein. In der FAZ ist zu lesen:

Unterdessen melden sich auch die anderen Bahn-Gewerkschaften zu Wort. Transnet-Chef Norbert Hansen verlangt ein neues Angebot der Bahn-Führung. Transnet droht mit Streiks. „Auch wir haben Forderungen seit Monaten, die berücksichtigt werden müssen und die wir notfalls mit einer weiteren Arbeitskampfsituation durchsetzen können. Und ich möchte das gerne vermeiden“, sagte Hansen dem Nachrichtensender n-tv am Mittwoch.

Was ansich zu erwarten war, tritt jetzt ein – die Frage ist lediglich, ob die Bahn der GDL vor den Bug tritt oder aber ob die Gewerkschaften die Führung in die Hand nehmen. Ich hoffe doch, dass es der Bahnführung gelingt, einen Kompromiss zu finden – den Beschäftigten der Bahn scheint nicht klar zu sein, welchen Imageschaden sie bisher schon verursacht haben.

Einfache Probleme – einfache Lösungen – die Servicegesellschaft wird wohl kommen. Was das bedeutet, können sich die Lokführer ja bei der Telekom anschauen. Sehr kluges Vorgehen, was da an den Tag gelegt wird.

Schlagwörter: , , , ,
3

Sixt und der Bahnstreik

bahnstreik und sixtDieses Bild hat mich gerade über die Maßen belustigt. Sehr kreativ :-) Beim Thema Bahn scheint sich langsam eine Lösung abzuzeichnen. Zumindest spricht man wieder miteinander – wenngleich Herr Schell erstmal noch nichts von Tarif- verhandlungen hören möchte. Ich vermute, der öffentliche Druck wird in nächster Zeit – nicht zuletzt durch solch lustige Aktionen wie auf dem Bild – weiter zunehmen.

Schlagwörter: , , , , , ,
Seite 1 von 212