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Landtagswahl in Bayern – fette CSU-Klatsche…

Der heutige Tag hat die Alleinherrschaft der CSU in Bayern beendet und ich bin doch verwundert über die bunte Zusammensetzung des neuen Landtages.

Erstmal die groben Fakten der Hochrechnung:

  • CSU – 43 %
  • SPD – 19 %
  • Grüne – 9 %
  • Freie Wähler – 10 %
  • FDP – 8 %
  • Linke – 4 %
  • Sonstige – 6%

Gut – die CSU wird nun einen Verbündeten benötigen, um entscheidungsfähig zu bleiben – wie kommt man allerdings bei diesem Wahlergebnis (43% und damit klare Mehrheit) auf die Idee, eine Regierung unter Ausschluss der CSU zu bilden?! In der FAZ ist dazu zu lesen:

Der Spitzenkandidat der SPD, Franz Maget, nannte das prognostizierte Ergebnis ein „Erdbeben“ für die CSU. „Es gibt jetzt die Chance, eine Regierung ohne die CSU zu bilden“, sagte Maget im ZDF. „Das hätte noch vor einem halben Jahr niemand für möglich gehalten.“

Ich tippe doch auf Euphorie :-) Interessant wäre das Experiment allerdings schon – spinnt man den Gedanken weiter, könnte man ein Parlament theoretisch auch aus völlig unabhängigen und nicht in Parteien organisierten Bürgern zusammenstellen. Wenn die Interessensgruppen mit gleichen Anteilen wie in der Bevölkerung vertreten wären, könnte man ins Blaue behaupten, das wäre die ideale Demokratie… So – genug gespaßt.

Die Bilder des neuen Führungsduos Beckstein / Huber sprechen Bände – gleichwohl werden sie vorerst im Amt bleiben. Die Geschichte um das nicht zuletzt durch die genannten Herren forcierte Karriereende von Edmund Stoiber wird man die Tage nicht hören wollen – hatte er bei der letzten Wahl doch 60% der Stimmen und eine Zweidrittelmehrheit geholt.

Bier im Zelt und einige Parolen reichen halt doch nicht – auch nicht in Bayern.

Via der “Großen”: FAZ, Süddeutsche, Spiegel, FTD, Zeit.

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Kostenexplosion stoppt Transrapid

Nach jahrelangem Hin und Her ist das Transrapidprojekt nun scheinbar endgültig gescheitert. Erschreckende 100% Aufschlag auf das ehemals geplante Budget ist der Politik dann doch zu viel.

Zur Erinnerung nochmal einen Ausschnitt aus der legendären 10-Minuten-Rede des Herrn Stoiber:

Für das Konzept und die weitere Verwertbarkeit ist diese Entwicklung leider exterm schlecht. Ohne aufgebaute Strecke wird sich die Magnetschwebebahn wohl auch anderswo nicht so recht vermarkten lassen.

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Ede Stoiber und die Frauen

Nun ist es wohl tatsächlich vollbracht – nach scheinbar endlosem Gezerre sind die Ämter in Bayern neu verteilt. Die Online-Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen nimmt dies zum Anlass, auch über einige Erscheinungen am Rande zu berichten.

Die eine ist auf dem Höhepunkt ihrer Macht. Sie ist Bundeskanzlerin und wird von Stoiber die „liebe Angela“ genannt. Die andere ist zumindest vorläufig auf dem Tiefpunkt ihrer politischen Laufbahn angekommen. Sie wird von Stoiber kein einziges Mal, geschweige denn mit dem Namen, angesprochen. Gabriele Pauli, die Landrätin aus Fürth, hält auch eine Bewerbungsrede am Samstagnachmittag, will schließlich Vorsitzende werden, bekommt aber nur 24 von 961 abgegebenen Stimmen.

Okay, das ist schon hart – mit nur 24 von 961 Stimmen hätte ich im Vorfeld nicht gerechnet… Andererseits muss man sich schon fragen, wer in Bayern die 24 “Mutigen” sind, die Frau Pauli ihre Stimme gegeben haben. Rest des Artikels lesen »

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