Serviceorientierte Architekturen wurden als die Zukunft gehandelt – geht es nach Anne Thomas Manes (Burton-Group), ist das Ende besiegelt. Ursächlich dafür nennt sie in ihrem Blog die noch nicht erreichten monetären und organisatorischen Vorteile in Verbindung mit Kapitalverknappung als Ursachen.
Tatsächlich meint sie die technischen Abarten von SOA, die nicht nur aufgrund mäßiger Performance in die Kritik geraten sind. Die gewünschte Flexibilität stellte sich bisher nicht ein, was mit dem Verweis auf die Entwicklungsstufen vieler Unternehmen nicht verwunderlich erscheint. Das Problem? Aktuell gibt es wohl keine wirklich erfolgreiche Methode zur Einführung einer SOA. Allumfassendere Anforderungen wie bei SOA-Launches sind momentan nicht zu finden, so dass die Vermutung nahe liegt, dass die Idee schlichtweg eine Nummer zu groß ist.
Die Schlussfolgerung ist nach diesem harten Fazit doch verwunderlich: SOA ist tot, es leben Services! Diese Worte besitzen den Charme der Änderung der Kommunikationsstrategie. Dass eine SOA langfristig ein sinnvolles Ziel ist, dürfte unumstritten sein – kurzfristig ist es jedoch weder greif- noch erreichbar. Die Vision bleibt – das Ziel jedoch wird auf das Etablieren der Voraussetzungen für SOA reduziert. Der Ansatz, die Technik “ruhen zu lassen” und mit der Organisation selbst zu beginnen, erscheint mehr als plausibel.
Von den weiteren Entwicklungen dürfte auch der Software as a Service Markt maßgeblich abhängen. Von ökonomischen Interessen getrieben werden gerade diese Anbieter mit Hochdruck an der Beseitigung der heutigen Barrieren zur SOA arbeiten.
