Diese Erkenntnis ist nicht tagesaktuell und wird auch nur wenige verwundern. Schätzungen zufolge beträgt der Anteil Spam am gesamten E-Mail-Verkehr über 90%. Ein daraus resultierendes Problem ist die SPAM-Abwehr. Über verschiedene Algorithmen kann man versuchen, sinnvolle Mails von Spam zu unterscheiden und somit eine userfreundliche Vorsortierung zu erreichen. Den Versendern dieser Mails mangelt es allerdings nicht an Kreativität, so dass die Spamerkennung zunehmend schwieriger wird.
Eine Folge ist die Listung von Spam im Posteingang – das ist ärgerlich aber noch nicht kritisch. Die Kehrseite ist folglich, dass gewollter E-Mail-Verkehr als Spam markiert günstigenfalls im Spamordner – im Extrem sogar im Nichts verschwindet. Besonders im geschäftlichen Umfeld, wo Microsofts E-Mail-Gigant Exchange die Nase vorn hat, ist dies mehr als ärgerlich. Während die Freemail-Anbieter einen extra Ordner vorhalten, verschiebt Exchange die Spam-Mails per default ins Nichts. Der Umgang mit den False Positives kann administrativ geändert werden – bei zdnet kann man allerdings nachlesen, dass dies in den wenigsten Umgebungen getan wird.
Die Lösung des Spam-Problems ist für mich in weiter Ferne. Die Protokolle lassen einen extrem offenen Umgang mit dem Medium zu und so ist es nicht verwunderlich, dass dieser auch gepflegt wird. Die Wahl der Absenderadresse unterliegt keiner Regel sondern nur dem Willen des Versenders und auch eine Routenverfolgung dürfte in den meisten Fällen nicht gelingen.
Was bleibt? Die Durchsuchung des Spamordners nach bekannten Absendern und das Löschen fraglicher Inhalte aus der Inbox. Schöne Aussichten hören sich anders an.

