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Media Saturn und das Internet…

Seit geraumer Zeit versucht die Media Saturn Gruppe, ihre Online-Aktivitäten auf den Verkauf von Waren auszuweiten. Der Schritt birgt einige Risiken, so dass die Gruppe bisher über eine Webseite mit ausgewählten Produkten und dem Verweis auf den nächsten Standort nicht hinauskam.

Das Hauptrisiko dürfte in der enormen Transparenz von Preis-Leistung im Internet liegen. Wer heute den Preis im Mediamarkt mit dem eines Onlinehändlers vergleichen möchte, muss schon in den nächsten Mediamarkt gehen – wie bekannt sein dürfte, sinkt damit die Hemmschwelle zum Kauf erheblich und der Umsatz landet allzuoft nicht beim Onlinehändler. Das Hauptrisiko ist in diesem Geschäftsfeld jedoch auch die größte Chance. Andersherum dürften immer mehr Kunden Produkte kaufen ohne jemals ein stationäres Geschäft betreten zu haben. Genau diesen Pfad möchte die Media Saturn Gruppe natürlich auch bedienen.

Wie Heise heute berichtet, könnte das Vorhaben an Fahrt gewinnen. Es wird gemunkelt, dass Media Saturn sich die auf stationären Handel spezialisierten Marken (“Mediamarkt” und “Saturn”) nicht kaputtspielen möchte und stattdessen auf Einkaufstour geht. Als Objekt der Begierde wird zum aktuellen Zeitpunkt der Onlinehändler redcoon.de gehandelt. Das Unternehmen – gegründet ganz nebenbei bemerkt von einem ehemaligen Mediamarktmitarbeiter – macht stabile Umsätze von ca. 400 Mio. € im Jahr und gehört damit zu den “größeren”.

Ich bleibe gespannt :-)

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Media-Saturn-Eigenmarke: Update

Bereits am 19. Januar diesen Jahres hatte ich von den Planungen der Media Saturn Holding über eine Eigenmarke des Konzerns berichtet. Nun berichtet Golem über weitere – wenngleich sehr abstrakte – “Details”. Demnach werden in einem ersten Schritt zwei Marken platziert, die nach Produktgruppen unterschieden werden (Weiße Ware und Kleinelektrogeräte).

Diese werden – und das ist ansich die interessantere Message – nicht nur in den Filialen sondern auch im Onlinehandel erhältlich sein. Betrachtet man die Präsenzen der Elektronikgiganten Mediamarkt und Saturn, kommt man schnell zu dem Ergebnis, dass man in das Geschäft im Web noch nicht einsteigen konnte. Neben der wenig onlinekonformen Preisgestaltung dürfte es noch eine Reihe weiterer Gründe geben, die man in diesem Zuge sicher identifiziert und beseitigt.

Klingt nach einem schönen Projekt :-)

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Wenn Geiz richtig geil wird…

… plant die Media Saturn Holding eine Eigenmarke. Das Projekt soll intern eine hohe Priorität erhalten haben, was sich vor dem Hintergrund der höheren Ertragsspannen dieser Produkte quasi selbst erklärt. So bekommt die Reihe TIP, K-Classic, … demnächst vermutlich einen prominenten Vertreter.

Darf ich einen Namensvorschlag bringen? Wie wäre es denn mit MediSat? :-) Ich vermute, im äußerst reichlichen Marketing-Budget des Konzern sind einige Millionen für die Namensfindung enthalten…

Gespannt sein darf man, ob es sich um eine oder vielleicht doch um zwei Marken handeln wird, immerhin ist die Zusammengehörigkeit der zwei Marken Mediamarkt und Saturn in weiten Bevölkerungsteilen unbekannt oder nicht wahrgenommen. Ich vermute, das dies unternehmenspolitisch gewünscht ist und in naher Zukunft auch keiner geplanten Änderung unterliegt.

Interessant dürfte weiterhin die Ausrichtung der Produkte sein – bekommt der geneigte Käufer wirklich eine extrem preiswerte Alternative zur sonst verhältnismäßig normalpreisigen Produktpalette oder sortiert man die Eigenmarke mittig ein? Die Entscheidung dürfte nicht ganz unabhängig von den Kooperationspartnern zu fällen sein.

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Rätselraten um die Intel-Strategie beendet?!

Die Unklarheiten über Intels Vertriebsstrategie scheint sich langsam zu lüften. In der FTD ist heute ein Artikel geführt, der sich schnell verbreiten dürfte. Darin heißt es:

Beharrlich leugnen die Chefs der Media-Saturn-Holding, den Chiphersteller Intel durch ihre Sortimentsauswahl zu bevorzugen. FTD-Recherchen belegen jedoch, dass sich der Elektronikhändler seit Jahren für den exklusiven Vertrieb von Intel-PC bezahlen lässt.

Dietmar Schneider gerät regelmäßig in Erklärungsnot. In seiner Media-Markt-Filiale in Dresden-Mickten, keine fünf Kilometer vom deutschen Werk des US-Chipkonzerns AMD entfernt, fragen Kunden täglich nach Rechnern mit AMD-Innenleben. Doch die darf Schneider partout nicht in seinem Sortiment führen – egal wie stark die Nachfrage ist. Ein Vertrag, den die Media-Saturn-Holding mit dem AMD-Rivalen und Branchenprimus Intel geschlossen hat, untersagt das allen Filialgeschäftsführern. Ein klarer Rechtsbruch.

Derart “vorgeprescht” ist man in dieser Thematik bisher nicht. Da selbst seitens der EU mittlerweile das Feuer für eine Bestrafung angezündet ist, dürfte sich wohl bald etwas ändern. Die momentan diskutierten Strafen belaufen sich auf bis zu 2,6 Mrd. € für Intel und 1,7 Mrd. € für die Media-Saturn-Holding, die in Deutschland quasi ein Monopol für Consumerelektronik innehaben dürfte.

Weiter ist zu lesen, dass die Transferzahlungen (namentlich Werbezuschüsse und Rabatte) quasi bewiesen sind – der Umfang soll für die Media-Saturn-Holding seit Existenz der Transfers mehr als 360 Mio. € betragen.

Interessanterweise haben sich hier in Dresden einige “kleinere” PC- und Teilehändler etabliert (M&M Comuter, PlayIT und Winner dürften die Größten sein), die (Vermutung der Redaktion) hauptsächlich AMD-basierende Produkte zu sehr günstigen Preisen absetzen. Ich könnte mir vorstellen, dass dieser Zustand beim ortsansässigen Mediamarkt nicht gerade zu Freudensprüngen führt – den Umsatz würde man wohl gern im eigenen Hause sehen.