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Streik in der Krise: auch das gibts…

Wenig verwunderlich sind die Bestrebungen der Beschäftigten im öffentlichen Dienst – dort dürfte die Angst vorm Arbeitsplatzverlust deutlich niedriger sein als in dem einen oder anderen Wirtschaftszweig. Gerade hier in Sachsen wird aktuell den Forderungen im Bereich der Schulbildung Luft gemacht, so dass am Freitag bereits zum wiederholten Male kein Unterricht nach Plan stattfand.

Auch bei der Telekom verlaufen die Tarifverhandlungen eher trocken. Die Forderung liegt bei 8,5% mehr Lohn, während ein Angebot über eine Steigerung von 5,5% auf dem Tisch liegt. Mittlerweile wird seitens Verdi zudem verkündet, dass ein unbefristeter Streik als eine Möglichkeit durchaus vorstellbar ist.

Überdenkt man, dass die Medien derzeit überfüllt sind mit Meldungen zu steigenden Arbeitslosenzahlen und Kurzarbeit, finde ich diese Maßnahmen schon etwas verwunderlich. Im Falle der Deutschen Telekom darf zumindest noch auf sehr erfreuliche Geschäftszahlen verwiesen werden, die eine Erfolgsbeteiligung oder aber Lohnerhöhungen empfehlen. Gleichzeitig laufen jedoch Überlegungen zur weiteren Reduzierung der Beschäftigtenzahlen.

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Semicon Europe zieht nach Dresden

Passend zum Silizium-Flair Sachsens kommt nun die Branchenmesse Semicon nach Dresden. Ab 2009 werden regelmäßig die Lager in der Landeshauptstadt Sachsens aufgeschlagen. Vertreten werden maßgeblich Ausrüstungs- und Materiallieferanten.

Silicon Saxony liefert einige interessante Zahlen, die so auch in der Heise-Meldung zu finden sind:

  • In Sachsen sind 44.000 Personen in der Halbleiterbranche beschäftigt.
  • 1.200 Unternehmen der Halbleiterbranche residieren in Sachsen.

Das entspricht rund 70% aller in Deutschland Beschäftigten in diesem Industriezweig. Dem “gefühlten Bild” ist die recht nahe – neben den “ganz Großen” der Chipbranche hat sich in Freiberg stark konzentriert die Solarindustrie breit gemacht.

Für Abgänger der einschlägigen Studienfächer stehen die Chancen damit rosig und auch der eine oder andere Absolvent anderer Studienrichtungen dürfte davon profitieren :-)

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Kann Delitzscher Schokolade noch gerettet werden?

Vor einigen Tagen ging die Meldung über die Insolvenz der Delitzscher Schokoladen GmbH durch die Presse. Seitdem war nicht mehr viel zu hören um die Lage des Unternehmens und damit dem Schicksal der 250 Beschäftigten.

Die Tage sind nun wieder Meldungen zu lesen, in denen ein Übernahmeszenario als wahrscheinlich gehandelt wird. In einem ersten Schritt greift die Sparkasse Leipzig (vermutlich in Kooperation mit weiteren Kapitalgebern – dem SZ-Artikel nicht konsistent zu entnehmen) dem Unternehmen nochmal mit ca. 2 Mio. € unter die Arme, damit die Produktion wieder aufgenommen und die Zukunftsaussichten erhalten werden können.

Die Investorensuche muss nun bis Ende September abgeschlossen sein. In der FTD wurde bereits über das Interesse einer Investition seitens Halloren spekuliert, welche vom Vorstand Andreas Stuhl bestätigt wurden.

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Schokolade aus Delitzsch (Sachsen) bald Geschichte?

Die Delitzscher Schokoladenfabrik hat Insolvenz angemeldet. Damit könnten demnächst 250 Menschen arbeitslos werden und zudem verschwände eine weitere ostdeutsche Marke vom Markt.

Zuletzt schaffte das Unternehmen einen Umsatz von 41 Mio. €, der allerdings nicht reiche, um dauerhaft erfolgreich zu sein. Ursächlich für die Zahlungsunfähigkeit seien schlichtweg zu hohe Kosten – hauptsächlich beim Personal. Die Suche nach Kooperationspartnern verlief zuletzt erfolglos, so dass die Insolvenz nicht mehr abzuwenden war.

Vielleicht verhilft das Medieninteresse dem Unternehmen ja doch noch zu Kapitalgebern.

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Regierungsbildung in Sachsen: Milbradt tritt zurück

Nicht unerwartet allerdings auch nicht im üblichen Zeitraster tritt Sachsens Ministerpräsident Milbradt zurück. Nachdem er durch das Landesbankdesaster und einigen privaten Anlagen in diesem Zusammenhang auch innerhalb seiner Partei an Rückendeckung verloren hatte, empfahl er heute seinen Nachfolger.

Dies soll der derzeitige Finanzminister Stanislaw Tillich werden. Georg Milbradt hatte seiner Zeit als Finanzminister die Geschäfte eingerührt, über die heute lieber keiner mehr spricht. Aber gut – so schlecht kann diese Wahl nicht sein, der Koalitionspartner SPD hat die Entscheidungen abgenickt.

Der scheidende Ministerpräsident begründet seine Entscheidung für den jetzigen Zeitpunkt der SZ gegenüber damit, dass ihm ein geordneter Übergang wichtig sei. Im Hinblick auf die Wahl 2009 dürfte das geschickter sein, als die “Hinhaltetaktik” wie sie von anderen Politikern gern gefahren wird.

In der FAZ geht man mit Herrn Milbradt etwas härter ins Gericht. Die Geschäfte mit hochriskanten amerikanischen Immobilienanleihen und der Fast-Bankrott der Sächsischen Landesbank sind dort nochmal niedergeschrieben.

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Fliegendes Auge

Bei heise.de ist zu lesen, dass die sächsische Landespolizei eine fliegende Kamera testet. Zur Beweissicherung (hauptsächlich bei Fußballspielen) soll der 65.000 € teure fliegende Roboter Hilfe leisten.

In ersten Tests konnten aus 50 Metern Höhe Gesichter scharf aufgenommen werden. Zudem sei das Fluggerät nicht zu hören.

Die Datenschützer haben sich dazu erstmal nicht geäußert. Die Plätze größerer Versammlungen werden meiner Information nach ohnehin schon seit einiger Zeit video- bzw. fotoüberwacht, so dass die Nutzung dieses Fluggeräts lediglich eine Erweiterung zu bestehenden Aufnahmen darstellen dürfte.

Über die Größe und das Gewicht war leider nichts zu lesen. Es bleibt zu hoffen, dass das Gerät nicht absturzgefährdet ist.