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Opel wird eigenständig – trotzdem im GM-Verbund

Die Pressekonferenz ergab das erwartete Ergebnis: Opel wird sich verselbständigen – wirtschaftlich wie auch rechtlich. Trotzdem ist der Autobauer auf die Zusammenarbeit mit GM angewiesen. Auch wenn konkrete Details zum Rettungsplan noch ausstehen sieht es so aus, als wäre der Weg frei für die Erhaltung. General Motors sei auch bereit, Anteile “abzugeben” – von Schenkung ist nicht die Rede jedoch auch nicht von Summen, die dem wirtschaftlichen Sinn widersprechen.

Werksschließungen sollen nach Kräften vermieden werden, was jedoch den Verkauf von Produktionsanlagen nicht ausschließt. Ausdrücklich hingewiesen hat Opel-Chef Förster auf die Notwendigkeit, geschaffene Überkapazitäten abzubauen.

Der Kapitalbedarf wird auf 3,3 Mrd. € beziffert und in erster Linie durch GM in Form von Sachanlagen eingebracht. Gleichwohl wird der Bundesregierung der Weg geebnet – der tatsächliche Bedarf wird aktuell wohl schwer schätzbar sein.

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Der Rettungsplan für Opel

Der heutige Tag soll Klarheit schaffen – vor allem über die Perspektiven der Adam Opel AG. Der Aufsichtsrat lässt sich seit 11.00 Uhr über die Pläne des Vorstandes informieren – 15.00 Uhr darf dann der Rest der Welt daran teilhaben. Derweil wird an den Opelstandorten demonstriert – für die Marke mit dem Blitz und vor allem für die bundesweit 26.000 Arbeitsplätze.

Selbst Kanzlerkandidat Steinmeier ließ es sich nicht nehmen, in beinahe rüdem Tonfall den Arbeitern zur Seite zu stehen – in beinahe gewerkschaftlicher Manier polterte er in Rüsselsheim von der Empore. Die FAZ verweist freundlich auf Ex-Kanzler Schröder, dessen Spezialität diese Art Auftritte bekanntermaßen war.

Über den wirklichen Kapitalbedarf wird aktuell lediglich gemutmaßt – zwischen drei und neun Milliarden Euro scheint alles möglich. Darüber hinaus steht das (wenn ich das richtig erkenne einzige ostdeutsche Werk) in Eisenach zur Disposition. Möglicher Käufer könnte der schwäbische Hersteller Mercedes-Benz werden, wobei mir verborgen bleibt, warum man in der aktuellen Situation die Kapazitäten vergrößern sollte. Auch dieses Thema fällt somit unter “Spekulation”.

Wie bereits gestern bekannt wurde, scheint es Uneinigkeit über die Besitzstände an Produktionsanlagen und Know How zu geben. Die Patente hat das Unternehmen an GM abgetreten – und damit eine große Einnahmequelle. Ob sich die Produktionsanlagen noch im Besitz der Rüsselsheimer befinden, weiß scheinbar nicht mal das Management. Für Anlagen wie auch Patente scheint zu gelten: bekommt sie Opel nicht, sieht es finster aus. GM wird jedoch kaum ohne Gegenwert darauf verzichten – in einer so komfortablen Position befindet man sich aktuell wirklich nicht.

Bis heute nachmittag bleibt es also spannend – dann wird der Sack geöffnet.

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