recycling Archiv

3

Die Blaue Tonne in Dresden

Nachdem ich anfangs doch recht zögerlich dem Thema der Blauen Tonne gegenüberstand, wurde ich zwischenzeitlich eines besseren belehrt. Nachdem sie vor dem Haus aufgestellt war, erfreute sie sich großer Beliebtheit und ich würde mit der Behauptung lügen, vom gewonnenen Komfort nicht erfreut gewesen zu sein.

Seit geraumer Zeit erinnern mich lediglich die Besucher mit Anfragen wie “Blaue Tonne Dresden” daran. Der Altstoffbehälter verschwand verhältnismäßig kurze Zeit nach seiner Aufstellung ohne Ankündigung wieder. Weiß zufällig jemand, wer die Entfernung beauftragen muss? Oder hat sich lediglich jemand den Spaß erlaubt, die Tonne (samt Inhalt) beim Wertstoffhof in Zahlung zu geben?

Überdenkt man die CO2-Bilanz, so kann ich getrost feststellen, dass die Tonne vorm Haus wohl oder übel sparsamer mit unserer Umwelt umgeht – die Alternative besteht darin, dass jeder Bewohner sein Altpapier ins Fahrzeug lädt und zur nächsten Sammelstation fährt. Oder? Richtig: das Papier landet im normalen Hausmüll – das ist schlecht für die private Bilanz aller Bewohner :-)

1

In Dresden kommt die “Blaue Tonne”

Das Geschäft mit Altstoffen scheint sich zu lohnen, so dass jetzt drei Firmen zusätzlich zur Stadt Dresden um das Altpapier der Bürger buhlen. Die Bereitstellung der Blauen Tonne, in der die Bewohner direkt am Hausmüll ihr Papier entsorgen können, erfolgt nicht im Auftrag der Stadt – der Erlös durch Altpapiergeschäfte lag im letzten Jahr (ohne die Konkurrenz mit der Blauen Tonne) bei 660.000 €. Unter Dresden.de ist dazu weiter zu lesen:

Die gewerbliche Sammlung von Altpapier ist nach aktueller Rechtsprechung zulässig. „Wir können und wollen die gewerblichen Sammlungen nicht verbieten. Wir bitten jedoch die Firmen, erst nach Ermittlung des Bedarfes bei den Grundstückseigentümern die Blauen Tonnen aufzustellen. Für die Bürger bedeutet die Blaue Tonne einen zusätzlichen Service, für oder gegen den sie sich frei entscheiden können. Gegen wildes Aufstellen von Tonnen im öffentlichen Raum werden wir allerdings ordnungsrechtlich vorgehen,“ so Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert. Grundstückseigentümer, die die Blaue Tonne nicht nutzen wollen, sollen die Firmen informieren, die dazu Hotlines geschaltet haben. Die Bürger können für die Sammlung von Altpapier aber weiterhin auch die öffentlichen Wertstoffcontainer nutzen, denn die Landeshauptstadt behält das Angebot der öffentlichen Wertstoffcontainerstandplätze in ihrem derzeitigen Bestand aufrecht.

Für mich hört sich das nicht so an, als wäre man seitens der Stadt hochgradig beeindruckt und erfreut über die neuerlichen Entwicklungen.

Leicht verwunderlich finde ich die Tatsache, dass man ganz offensichtlich in Gebieten mit vornehmlich Einfamilienhausbebauung beginnt, die Tonnen aufzustellen. Ich würde die Gegenden mit höherer Bevölkerungsdichte vorziehen.

Schlagwörter: , ,