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Wo ist Geld sicher? Commerzbank + Dresdner Bank

Hätte der Deal unter realwirtschaftlichen Bedingungen auf dem Frankfurter Parkett stattgefunden, wäre der Medienrummel ähnlich groß gewesen – die Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank ist finanziell nicht mehr durchführbar, so dass der Staat zu Hilfe eilt und mit 25% plus einer Aktie in das Konstrukt einsteigt. Damit ist der Steuerzahler im Besitz einer Sperrminorität.

Die nüchternen Fakten hören sich wenig befriedigend an – hinter den Risikoaktiva der Commerzbank in Höhe von ca. 200 Mrd. € sowie in Höhe von ca. 100 Mrd. € bei der Dresdner Bank verbergen sich ganz offensichtlich noch viel höhere Risiken als bisher angenommen.

Die Notbremse in Form des staatlichen Einstiegs kostet vorerst 18,2 Mrd. €, was gute 35% des ursprünglich geplanten Konjunkturpakets in Höhe von 50 Mrd. € ausmacht. Darf man die Frage stellen, ob diese Maßnahme wirtschaftlich völlig an der Realität vorbeigeht? Oder darf man fragen, ob die einst 50 Mrd. € “Konjunkturpaket” für die Medien und zum Schmunzeln kommuniziert wurden?

Die Steuerschätzung für dieses Jahr besagt Einnahmen in Höhe von ca. 554 Mrd. €. Abgesehen von der Tatsache, dass eine Summe von mehr als 1,5 Mrd. € täglich(!) nicht reicht, um die Staatsausgaben zu decken, beläuft sich das Rettungspaket allein schon in dieser Höhe. Wer mehr Kritisches lesen möchte, ist beim FAZ-Kommentar zur Commerzbank-Thematik richtig.

Wie ich gerade so über die Zahlen nachdenke, kommt mir die Rettung der 3000 Dresdner Arbeitsplätze bei Qimonda wie ein Schnäppchen vor (von dem die Bundesregierung gern Abstand nimmt). Im Kontext der Commerzbank-Katastrophe handelt es sich um Nachkommastellen…

Etwas Gutes hat die Angelegenheit doch, womit der Bogen zur Überschrift gespannt wäre: Kunden der Commerzbank und der Dresdner Bank brauchen sich um Ihre Einlagen nicht zu fürchten – es gelten in abgewandelter Form Norbert Blüms Worte.

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Qimonda-Rettungspaket steht

Nach dem Hin und Her inklusive gescheiterter Verhandlungen steht jetzt das Rettungspaket für Qimonda, welche hier in Dresden ein Werk mit aktuell noch ca. 3000 Mitarbeitern betreiben. Auch wenn es für 950 Mitarbeiter nicht reichen wird, ist es für die verbleibende Belegschaft ein Lichtblick.

Gelder kommen in Form von Krediten von:

  • Freistaat Sachsen (150 Mio. €)
  • Portugiesische Investitionsbank (100 Mio. €)
  • Infineon (75 Mio. €)

Interessant wird weiterhin der Preisverlauf für Speicher sein, der getrieben durch schnelle Technologiewechsel und scheinbar auch Überproduktion in eine Spirale geraten ist.

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Qimonda mit drastischen Einschnitten

Der Speicherchiphersteller Qimonda wird bis März einmal mehr Personal abbauen. Maßgeblich betroffen wird das Dresdner Werk mit 950 Stellenstreichungen sein. Dass sich darunter 200 Leiharbeiter befinden sollen, mildert die Berichterstattung wenig. Am Münchner Hauptsitz werden 600 Arbeitsplätze entfallen.

Bleibt zu hoffen, dass die drohende Insolvenz abgewendet werden kann. Die Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens wird im Falle der weiter erfolglos verlaufenden Investorensuche für März 2009 prognostiziert. Die Infineon-Ausgründung mit aktuell 13.000 Beschäftigten wird von der Mutter (77,5% der Anteile) keine Hilfe erwarten können. Im Gegenteil: Infineon kündigte an, Anteile an Aktionäre zu verschenken, sollte nicht demnächst ein Investor gefunden werden können. Ziel ist, die Beteiligung mindestens unter 50% zu drücken.

Die Anfrage für eine Staatsbürgschaft über 500 Mrd. € wurde zumindest vom Land Sachsen – wenn auch ohne konkrete Zusagen – geprüft und für diskutabel erachtet.

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