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Wettbewerb: DE-Mail vs. E-Postbrief

Die Einführung sicherer(er) elektronischer Kommunikation nimmt bizarre Formen an. Dass nun schon einige Wochen keine Neuigkeiten zum Fortschritt des Angebots zu lesen waren, kann man werten wie man möchte – wirklich skurril finde ich allerdings die Ankündigung der Telekom (DE-Mail), auf eine einheitliche Domain zu bestehen. Der Seitenhieb richtig sich ganz eindeutig gegen die Post, die mit ihrem Konkurrenzprodukt “E-Postbrief” verstärkt in das Marketing investiert. Da der Markt noch nicht geöffnet wurde, stehen sich die Cowboys nun mit der Hand am Gürtel gegenüber.

Aller Voraussicht nach werden die ersten Erfahrungen und insbesondere auch die initialen Anmeldungen zu den jeweiligen Services den Weg für einen der Kontrahenten etwas ebener gestalten als für den Gegenüber – die Namenswahl der Post erscheint in diesem Zusammenhang schonmal geeigneter, so dass ich die Aufregung sogar verstehen kann. Die Spannung steigt…

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Sichere elektronische Kommunikation – Ring frei!

Seit Jahren existieren Verfahren, anhand derer man elektronische Korrespondenz vor Dritten geschützt und authentisch übermitteln kann. Die Verfahren verfügen über asymmetrische Verschlüsselungsverfahren und bedienen sich dadurch bedingt leider etwas holprig. Darüber hinaus sind im Vorfeld der Kommunikation zwingend Schlüsselteile auszutauschen und folgend zu verwalten, was offensichtlich vielen Nutzern lästig ist.

Nun hat – getriggert durch die DE-Mail-Offensive auch die Deutsche Post ihren Dienst E-Postbrief in die Startblöcke gestellt (aktuell ist die Registrierung von Adressen möglich). Beide Verfahren ähneln sich in einem Punkt doch auffallend: die Verschlüsselung auf der “letzten Meile” erfolgt mittels SSL. Da keine Schlüssel ausgetauscht werden müssen sind die Verfahren einfach zu bedienen – leider besteht die Notwendigkeit, die Inhalte beim Diensteanbieter kurz unverschlüsselt zu verarbeiten.

Aktuell steht insbesondere das Verfahren DE-Mail in der Kritik, was die Post nun vesucht, gewinnbringend zu vermarkten. So wird zum “Sicherheitscheck” aufgerufen, bei dem prinzipiell jeder – allen voran jedoch vor allem Firmen mit Hintergrund teilnehmen sollen. Dazu werden Accounts (leider nicht näher spezifiziert, vermutlich jedoch Nutzeraccounts wie sie später Kunden erhalten) mit der Bitte des Testings (“Hacking” – Einbruch – Ausspähen – Manipulieren – …) ausgegeben.

Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen – entweder der Ansatz entwickelt sich zum Supergau oder es stellt sich tatsächlich heraus, dass die geplanten Sicherheitsmaßnahmen ausreichend dimensioniert sind – in beiden Fällen erwarte ich die intensive Auseinandersetzung mit der Presse :-)

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Wir lieben Spam!

Einer Studie zufolge sind wir der unerwünschten Post weit weniger abgeneigt, als man das denken könnte. Satte 43% der Nutzer elektronischer Post öffnen Spam-Nachrichten – davon die Hälfte sogar bewusst.

Ist es die Antwort auf die Frage, warum so viel Spam unterwegs ist? Dazu einige Erkenntnisse:

  • 11% der E-Mail-Nutzer klicken auf Links, die in Spam-Mails enthalten sind (Wow!)
  • 8% der E-Mail-Nutzer öffnen in Spam-Mails enthaltene Dateianhänge (Wow!)
  • 4% der E-Mail-Nutzer antworten(!) auf Spam-Mails (Wowow!)
  • 4% der E-Mail-Nutzer leiten Spam an weitere Empfänger weiter (Bitte?!)

Eine weitere Erkenntnis der Ipsos-Umfrage: jüngere Nutzer öffnen die Nachrichten häufiger – sind also offensichtlich interessierter an den Inhalten.

Mein erschreckendes Fazit: Spam scheint sich für die Förderung des eigenen Geschäfts extrem, exorbitant und kaum beschreibbar zu lohnen. Bedenkt man, dass es sich für gewöhnlich um Geschäftsfelder handelt, die in dieser Form über “normale” und “legale” Wege kaum zu unterhalten sind, ist das dankbare Nutzerverhalten unbestritten eine Hauptursache für das extrem hohe Aufkommen. Darüber hinaus dürften die Erkenntnisse vor dem Hintergrund der Reduktion des Spam-Aufkommens einen nicht zu vernachlässigenden Einflussfaktor darstellen.

Ein kurzer Blick in die “herkömmliche” Post: trotz des freundlichen Aufklebers, der den Boten beim Betrachten meines Briefkastens darauf hinweist, dass ich keine Werbung wünsche, ist der Anteil an tatsächlich an mich adressierte und darüber hinaus der Anteil wirklicher “Nutzpost” – also Post, die mir eine wirklich verwertbare Information oder Aufforderung liefert – erschreckend gering.

Für elektronische wie auch postalische Werbung sollte gelten: sofern sich der erhebliche Aufwand in der Erstellung und Versendung der Inhalte nicht auszahlen würde, gäbe es keinen Grund, diesen Aufwand zu betreiben :-)

Via Golem, Ereignisblog, Datenhirn.

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Wieder was gelernt: Fragen ist zielführend

Nachdem ich mich gestern habe leicht von den Postlaufzeiten der HUK schockieren lassen und ich in Folge dessen um einen Rückruf bis zum morgigen Mittwoch mit einem Lösungsvorschlag bat, kam dieser doch schon heute – die Unterlagen wären nun eingetroffen. Damit können nun “weitere” (nicht näher spezifizierbare) Tätigkeiten angestoßen werden.

Nun – warum auch nicht – Post hin, Post her, Posteingang hin, Posteingang her – man darf weiter gespannt sein…

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Hybrid Post 2 – Brief2.0

Wenn es nach dem Willen der Post geht, könnte man demnächst die Vorzüge einer Mail mit dem Charme eines Briefs kombinieren. Im Detail bedeutet das die Zustellung von Papierpost innerhalb weniger Stunden – der Absender verschickt seine Message per Mail an die Post. Dort wird der Inhalt buchstäblich “zu Papier gebracht” und zugestellt. Weltweite Partner ermöglichen eine Versandzeit, die deutlich unter den jetzigen liegt. Darüber hinaus ergeben sich energiepolitisch deutliche Vorteile, weil der Brief eben nicht per Luftfracht über tausende Kilometer transportiert werden muss. Im Gegensatz zur Mail schneidet die Variante trotzdem schlecht ab – allein schon wegen des Ausdrucks.

Ob es einen Markt für diese Idee geben wird, dürfte die Zukunft zeigen – ich finde die Idee zu schade für die Schublade – für eine Goldgrube halte ich sie allerdings nicht.

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Der Fall “Zumwinkel” – und was dahinter steckt…

Meiner Meinung nach tun sich in der Steueraffäre gerade wirklich tiefe Abgründe auf. Aus Gründen des guten Geschmacks soll an dieser Stelle eigentlich nur auf andere Quellen verwiesen werden. Meine “Anmerkung zum Thema Zumwinkel” – und wie man als Verbrechner Geld verdient – findet man hier.

Ein kurzer Hinweis nur noch auf die ersten Berichterstattungen:

  • Die Regierung war eingeweiht (bloß gut, sonst wär das noch schief gegangen…)
  • Die Anweisungen kamen von höchster hoher Stelle (da gibts ja jemanden, der jetzt auch mal Stellung dazu nimmt und vielleicht sogar Verantwortungsbewusstsein zeigt)

Ein kleines Zitat aus der FAZ:

Verurteilt wegen versuchter Nötigung und Urkundenunterdrückung

Nach Angaben der Vaduzer Staatsanwaltschaft war der Mann 2001 bis 2002 anderthalb Jahre lang bei der LGT Treuhand AG beschäftigt – in Vaduz heißt es, als Computerfachmann – und hatte Kundendaten entwendet. Zu einer einjährigen Bewährungsstrafe verurteilt wurde er aber vornehmlich wegen eines betrügerischen Immobiliengeschäftes in Barcelona, wegen dessen er 2003 in Spanien und Liechtenstein gesucht wurde.

Er versuchte daraufhin, von Liechtenstein zwei Reisepässe auf falsche Namen zu erpressen, widrigenfalls er die Daten „an ausländische Medien und Behörden weitergeben“ werde. Liechtenstein lehnte ab. Vom „Verbrechen der Auskundschaftung eines Geschäfts- und Betriebsgeheimnisses“ wurde er freigesprochen; verurteilt wurde er wegen versuchter Nötigung und Urkundenunterdrückung.

Hier zwei Links:

FAZ, heise.de (als ich den Artikel heut nachmittag gelesen habe, dachte ich noch es wäre keinen Eintrag wert)

Morgen wird vermutlich nicht nur in der “Bild” groß getitelt – ich freue mich auf einige kreative Schlagzeilen.

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