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Media Saturn und das Internet…

Seit geraumer Zeit versucht die Media Saturn Gruppe, ihre Online-Aktivitäten auf den Verkauf von Waren auszuweiten. Der Schritt birgt einige Risiken, so dass die Gruppe bisher über eine Webseite mit ausgewählten Produkten und dem Verweis auf den nächsten Standort nicht hinauskam.

Das Hauptrisiko dürfte in der enormen Transparenz von Preis-Leistung im Internet liegen. Wer heute den Preis im Mediamarkt mit dem eines Onlinehändlers vergleichen möchte, muss schon in den nächsten Mediamarkt gehen – wie bekannt sein dürfte, sinkt damit die Hemmschwelle zum Kauf erheblich und der Umsatz landet allzuoft nicht beim Onlinehändler. Das Hauptrisiko ist in diesem Geschäftsfeld jedoch auch die größte Chance. Andersherum dürften immer mehr Kunden Produkte kaufen ohne jemals ein stationäres Geschäft betreten zu haben. Genau diesen Pfad möchte die Media Saturn Gruppe natürlich auch bedienen.

Wie Heise heute berichtet, könnte das Vorhaben an Fahrt gewinnen. Es wird gemunkelt, dass Media Saturn sich die auf stationären Handel spezialisierten Marken (“Mediamarkt” und “Saturn”) nicht kaputtspielen möchte und stattdessen auf Einkaufstour geht. Als Objekt der Begierde wird zum aktuellen Zeitpunkt der Onlinehändler redcoon.de gehandelt. Das Unternehmen – gegründet ganz nebenbei bemerkt von einem ehemaligen Mediamarktmitarbeiter – macht stabile Umsätze von ca. 400 Mio. € im Jahr und gehört damit zu den “größeren”.

Ich bleibe gespannt :-)

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Internethandel: Angebot und Annahme

Interessant zu wissen: das Angebot von Waren in einem Onlineshop entspricht der Auslage im Supermarkt. Es handelt sich somit noch nicht um ein rechtskräftiges Angebot. Erst der Käufer unterbreitet mit seiner Bestellung das Angebot, welches durch den Händler auch nicht durch den Versand einer Bestätigungsmail sondern erst durch die Bereitstellung der Ware selbst angenommen wird. Der Kaufvertrag kommt somit erst dann zustande, wenn das Produkt beim Käufer vorliegt.

So scheiterte ein Kunde mit seiner Forderung nach der Lieferung der bestellten Ware vor dem Landgericht München. Der Händler hatte sich bei der Bepreisung in seinem Webshop vertan und verweigerte die Lieferung der Ware – zu Recht.

Via Golem.

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Media-Saturn-Eigenmarke: Update

Bereits am 19. Januar diesen Jahres hatte ich von den Planungen der Media Saturn Holding über eine Eigenmarke des Konzerns berichtet. Nun berichtet Golem über weitere – wenngleich sehr abstrakte – “Details”. Demnach werden in einem ersten Schritt zwei Marken platziert, die nach Produktgruppen unterschieden werden (Weiße Ware und Kleinelektrogeräte).

Diese werden – und das ist ansich die interessantere Message – nicht nur in den Filialen sondern auch im Onlinehandel erhältlich sein. Betrachtet man die Präsenzen der Elektronikgiganten Mediamarkt und Saturn, kommt man schnell zu dem Ergebnis, dass man in das Geschäft im Web noch nicht einsteigen konnte. Neben der wenig onlinekonformen Preisgestaltung dürfte es noch eine Reihe weiterer Gründe geben, die man in diesem Zuge sicher identifiziert und beseitigt.

Klingt nach einem schönen Projekt :-)

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Der Onlinekauf macht im Büro am meisten Spaß

Oder aber: in den üblichen Arbeitszeiten werden im eCommerce-Segment die größten Umsätze verbucht. Der beliebteste Zeitraum liegt zwischen 12.00 und 15.00 Uhr und fällt damit genau in das “Mittagstief”. Ein wenig erstaunt bin ich über diese Tatsache schon, hätte ich doch vermutet, dass gegen Abend besonders gern eingekauft wird.

Der Werbetreiber Nummer 1 ist momentan kostenfreier Versand. Im Gegensatz zu Ebayangeboten (bei denen der Versand den Preis maßgeblich beeinflusst) versuchen vornehmlich die großen Anbieter, ihre Waren ohne zusätzliches Entgelt zum Kunden zu liefern, was die Attraktivität zweifelsfrei deutlich erhöht.

Was die Bewerbung von Onlineshops angeht kann man den Eindruck gewinnen, dass eine ausreichende Kapitaldecke das Geschäft nachhaltig sichert. Der obligatorisch großartige Einkauf ist ohnehin “Must-Have”.

Zurück zum Traffic – wie kommen die Leute “in den Shop”? Aktueller Trend ist nach wie vor das Bezahlen von Links – entweder per Werbeeinblendungen oder aber – und das halte ich für die größere Kundenquelle – über Preisvergleichsportale. Interessanterweise hat sich das Bewusstsein der Käufer doch etwas geändert. Während vor einigen Jahren ausschließlich von Ebay gesprochen wurde, wenn das Thema Preisvergleich anstand, so fallen heute die üblichen Portale – und das obwohl diese sich das Ranking nicht unerheblich bezahlen lassen.

Zugegeben: würde ich einen Shop betreiben, wäre das vermutlich eine der ersten Maßnahmen.