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Gewinner der Krise? Xing!

Wozu führen Kostendruck und Entlassungswellen – außer zu schlechter Laune? Klar – die Besten suchen sich zeitnah eine neue Beschäftigung. So kommt es wohl, dass Xing die besten Zahlen der Unternehmensgeschichte präsentieren konnte.

Da die Plattform im kostenfreien Modus zwar nutzbar aber nicht nutzbringend ist, benötigt der geneigte Jobsucher einen Premium-Account, welchen die Xing AG in Rechnung stellt. Und zwischen Rechnung stellen und einer erfreulichen Zahlenpräsentation liegen nicht mehr so viele Hürden.

Zu den Zahlen:

  • Nutzer: 7 Mio (+2 Mio)
  • Umsatz: 35,3 Mio € (+15,9 Mio €)
  • Umsatz aus Kerngeschäft: 28 Mio € (besteht aus dem Vertrieb von Premiummitgliedschaften)
  • E-Commerce: 4,3 Mio € (+ 3,9 Mio €)
  • Werbung: 2,4 Mio € (+1,7 Mio €)

Xing profitiert ganz offensichtlich in erster Linie durch die zunehmende Anzahl Premiumuser – darüber hinaus konnte man jedoch auch die Einnahmen durch Plattformvermarktung und Werbung deutlich steigern. Dies dürfte nicht zuletzt auch auf eine deutlich erhöhte Nutzungsintensität von Nicht-Premium-Mitgliedern zurückzuführen sein, was zu einer erhöhten Anzahl PIs führen dürfte. Leider kann das nur vermutet werden, da keine Zahlen verfügbar sind.

Neben den Onlinediensten, zu denen wohl auch die eine oder andere Jobbörse gehören wird, dürften auch Personalvermittler reichlich zu tun haben. Nachdem ich letztens noch gegrübelt habe, welcher Branche die aktuelle Situation gut tun könnte, wäre hiermit eine gefunden.

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MeinVZ – Aller guten Dinge sind drei…

Neben StudiVZ und SchülerVZ eröffnet Holtzbrinck nun die dritte Social-Plattform. Sonderlich überrascht bin ich von dieser Ankündigung nicht, ist es doch so, dass Schüler und Studenten irgendwann keine Schüler oder Studenten mehr sind und damit aus dem Beuteschema dieser Portale herausfallen. Dementsprechend soll auch eine Funktion zur Übernahme des Profils und der Kontakte aus StudiVZ in MeinVZ zur Verfügung stehen.

Die Datenschutzregularien lehnen sich am StudiVZ an. Heise berichtet in folgender Form:

Die Nutzer hätten bei MeinVZ die “volle Kontrolle” über ihre Privatsphäre, sagte der operative Leiter Michael Brehm bei einer Präsentation in Berlin. Jeder könne auswählen, welche Daten er von sich preisgeben wolle und welche nicht. Persönliche Daten werde das Unternehmen nur dann für nutzerbezogene Werbung verwenden, wenn dem zugestimmt werde. StudiVZ war im Dezember nach einer Änderung der Allgemeinen Geschäftsbedingung zugunsten zielgerichteter Werbung massiv in die Kritik geraten. Versuche, persönliche Daten zur effektiveren Platzierung von Werbung zu nutzen, sind auch bei anderen Plattformen schon zum Bumerang geraten. Auch Verbraucherschützer haben ein Auge auf das Portal geworfen.

Ob der gestresste Markt der Social Networks noch eine weitere Plattform verträgt, bleibt abzuwarten. Der amerikanische Gigant Facebook möchte sich im europäischen Raum ebenfalls etablieren.

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Google bekommt den Hals nicht voll

So sieht es im Moment zumindest aus. Es scheint kaum eine Branche in IT und Telekommunikation zu geben, die Google nicht erschließen möchte.

Heute wurde das OpenSocial-Projekt vorgestellt – eine weitere Version des Social Networking – diesmal allerdings mit offenen APIs, so dass projektübergreifend Funktionen genutzt werden können.

Die Erschließung des Marktes macht man sich relativ einfach – man arbeitet einfach mit einigen großen Plattformen zusammen (MySpace, Xing, …) Eine gewisse Rivalität entsteht gegenüber Facebook – an diesem Projekt hat sich unlängst Microsoft beteiligt.

Für kleinere Anbieter sollte dieses Konzept einen großen Vorteil bedeuten, da sie nun leichter im Networking-Markt teilnehmen können – ohne großen Programmieraufwand.

Gerade in Deutschland könnte das Thema “gläserner Mensch” wieder aufköcheln – ist dieses Konzept doch geradezu darauf ausgelegt, persönliche Daten so breit wie möglich im Internet zu verteilen. Andererseits ist es doch jedem selbst überlassen, wo er sich anmeldet und welche Informationen er dabei preisgibt.

Drei APIs sind wohl mittlerweile als Beta verfügbar: Activities Data API, Persistance Data API und das People and Friends Data API. Letzteres wird vermutlich kombiniert mit dem Activity Data API in nächster Zeit am häufigsten Verwendung finden.

Ich finde, das ist doch ein sehr interessantes Projekt – haben wir doch letztens in einer kleinen Runde über Visionen diskutiert, die über das Social Networking, wie es heute existiert, hinausgehen. Dieser Entwicklungstrend könnte zumindest einige Leute zur Erstellung eigener Sites motivieren. Von Profilseiten, die vor Schleim triefen und keine oder nur teilweise wahre Informationen enthalten, hat man doch langsam genug.