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Feldversuch “ohne Handy”

Am Montag starte ich einen kleinen Feldversuch – ich beginne ein Leben ohne mobile Kommunikation – und da ich keinen Festnetzanschluss besitze, werde ich mich wohl auf persönliche Kommunikation beschränken. Manche werden sich jetzt wundern – sind die kleinen Spielzeuge doch eine Erfindung der Neuzeit – und überhaupt ging es doch früher auch ohne.

Grund genug einmal darüber nachzudenken. Bis ca. 1998 durfte ich ohnehin keine Verträge abschließen und gerade für jugendliche mit begrenztem Budget war es ohnehin nicht Standard. Ein Prepaidangebot war leider preislich nicht drin, da die Telefonpreise noch sehr hoch waren. Viele Erwachsene konnten sich damals nicht einmal vorstellen, dass sich mobile Kommunikation durchsetzen würde – von daher war es eher “Juppies” und Geschäftsleuten vorbehalten.

Ericsson PH-388Ich bin garnicht mehr sicher – ich glaube im Jahre 1999 war es dann soweit und ich organisierte mir meinen ersten Mobilfunkvertrag. Das Angebot von E-Plus richtete sich damals hauptsächlich an Schüler und Studenten mit dementsprechendem Preisrahmen. Ich kann mich leider nicht mehr an die Tarifdetails erinnern, bilde mir aber ein, dass man mit einer Grundgebühr von 20 DM das Gerät finanziert hat und die Gesprächsminute wohl um die 50 Pfennige gekostet hat. Für heutige Verhältnisse ein wahres Schnäppchen. Das Gerät zum Vertrag war übrigens ein Ericsson PH-388. Das Bild stellt es leider nicht sehr klar dar – es konnte aber schon SMS – das war nicht selbstverständlich. Ein dreizeiliges Display (monochrom) und eine Akkulaufzeit von 12 Stunden waren die einzigen Gimmicks.

Ich möchte die Handygeschichte nicht komplett darbieten – das kann man sicher anderswo nachlesen – knapp 10 Jahre später kommt es nun erstmals wieder dazu, dass ich keines besitze.

Zum Abschluss vielleicht noch kurz, warum dem so ist: ich habe einfach zu lange gebummelt und den neuen Vertrag zu spät abgeschlossen. Leider sind die Preisunterschiede zwischen Ladengeschäft und Onlinehandel sehr, sehr groß. Und was Vorteile hat, hat meist auch Nachteile – diesen Montag bestellt, werde ich nun auf nächste Woche vertröstet. Hieß es vorm Abschluss noch “wir schicken die Karte vorab – alles kein Problem” – tönt es jetzt “wie Karte vorab – wir versenden alles zusammen – ihr Vertrag ist schon durch, muss nun durch die Versandabteilung”. Nunja – so ist das eben. Bis Montag läuft mein alter Vertrag noch – ich rechne eigentlich erst gegen Ende der Woche mit dem Neuen. Eine geringe Erwartungshaltung schützt vor großen Enttäuschungen. Da werde ich einfach mal testen, wie sich das vor 15 Jahren so gelebt hat. Ich hoffe, es gibt keine bösen Überraschungen – da werde ich dann hier einfach mal von Tag zu Tag mit Namen des Unternehmens darüber berichten.

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Au weia oder doch nicht?

Wie in diverse (unter anderem hier und hier) Quellen zu lesen ist, bleibt es beim exklusiven Vertrieb des iPhones durch T-Mobile. Damit ist die kurze Zeit der freien Verfügbarkeit des Gerätes (999 € ohne SIM-Lock) vorbei.

Bei heise.de ist zu lesen:

“Das iPhone-Vertriebsmodell ist ein innovativer Ansatz, der Auswirkungen auf die gesamte Branche hat”, sagt Nikolaus Mohr, Experte bei Accenture. Ein Mobilfunkmanager schränkt allerdings ein: “Auch in Zukunft werden die meisten Mobiltelefone ohne eine exklusive Bindung verkauft.” Nur bei Verkaufsrennern würden die Hersteller künftig wohl eine Beteiligung einfordern. Wichtig ist dafür neben Technik und Design das Image des Herstellers. So profitiert Apple beim Einstieg in das Mobilfunkgeschäft von seiner starken Marke. “Jeder fünfte neue Vertragskunde entscheidet sich derzeit für ein iPhone”, sagt ein T-Mobile-Sprecher. Das Apple-Gerät entwickelt sich damit zu einem der am besten verkauften Mobiltelefone.

Dass das iPhone Sonderstatus besitzt steht mittlerweile außer Frage. Über eine grundlegende Änderung der Vergütungen zwischen Mobilfunkanbieter und Handyhersteller zu diskutieren finde ich allerdings übertrieben. Wenn man sich anschaut, wie identisch die Leistungen der Hersteller sind, frage ich mich welcher Kunde dafür einen Bonus zahlen möchte. Apple hat mit diesem Modell (Beteiligung an Umsätzen) durch hervorragende Vorleistung – gerade durch iTunes – den Grundstein für den Erfolg gelegt.

Die Bedeutung des eigenen Image hat auch Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo erkannt: “Wir wollen zur besten Marke der Welt werden”, kündigte er am Dienstag an. Mit dessen Zugkraft will er die eigenen Dienste wie das mobile Internetportal Ovi zum Erfolg führen.

Die Einrichung eines (sorry) banalen Internetportals dürfte bei Weitem kein Alleinstellungsmerkmal sein wie es bei Apple verfügbar ist. Eine bessere Strategie scheint mir die Errichtung eines Konkurrenzproduktes zu iTunes & Co zu sein.

Das Image der Firma Apple ist gigantisch – und das obwohl man sich mit vielen Dingen (zum Beispiel dem Betriebssystem) einfach der Masse angepasst hat. Apples Rechner laufen mittlerweile auch mit Microsoft-Produkten.

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