mittelstand Archiv

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Gründerszene? Aufbruchstimmung? Fehlanzeige…

Mittlerweile ist es 10 Jahre her, als in jeder zweiten Garage ein Business in der “New Economy” gegündet wurde. Viele Ideen konnten gestützt durch Business Angels, Banken und allem voran einer breiten Zahlungsbereitschaft für die neuen, in dieser Form noch nicht existierenden Dienste, direkt in die Tat umgesetzt werden. Der Nachgeschmack dieser Zeit ist zwar durchwachsen, trotzdem existieren auch heute noch zahlreiche Betriebe, die in diesem Zeitfenster gegründet wurden.

Bis heute – 2010 – haben sich die Vorzeichen offensichtlich um 180° gedreht. Die Gründungsbereitschaft junger Akademiker ist auf einem Stand, den ich mehr als überraschend fand. Im Spiegel ist nachzulesen, dass gerade 5% der jungen Akademiker ein Start-Up in Betracht ziehen.

Ein Blick in die Networking-Plattform für Businessbelange verriet, dass die Quote auch in meinem Umfeld maximal auf dieser Höhe rangiert. Da der Mittelstand von morgen zwar zu Teilen heute schon existiert, durch diverse Effekte jedoch auf stetiges Auffüllen oder besser Wachsen angewiesen sein dürfte, hoffe ich darauf, dass sich für die zuständigen Instanzen Handlungsfelder ableiten lassen.

Im Zuge der Krisensituation ist es auch ruhig geworden um Veranstaltungen, die gerade jungen Leuten das Gründen schmackhaft machen. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag nimmt sich jetzt einem Teil der Aufgabe an und versucht, Interessenten Ängste zu nehmen und Informationen bereitzustellen.

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SAP mit drastischen Einschnitten

Nachdem schon bei Neueinstellungen der Riegel vorgeschoben wurde, folgen nun beim Vorzeige-IT-Unternehmen Deutschlands Entlassungen. Betroffen werden ca. 3.000 Mitarbeiter sein kündigte der ERP-Riese über den neuen Chef Léo Apotheker an.

Für das Jahr 2008 konnte man zwar noch Gewinne in Milliardenhöhe verbuchen – eine Prognose für 2009 wagt man jedoch nicht. Die Einsparungen sollen nominal 200 Mio. € betragen.

Problematisch war zuletzt schon die Einführung der neuen Mittelstandssoftware, mit der man weiteres Wachstum erzeugen wollte. Das Standardprodukt verfehlte jedoch die Erwartungen deutlich und stellte sich offenbar als unverkäuflich heraus, was zum sofortigen Stop des Projekts führte. Nun wird man Kreativität beweisen müssen, um die selbstgesteckten Ziele zu erreichen – ob das gelingt wird nicht unwesentlich von der Führungsstärke Apothekers abhängen.

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