Den langen Diskussionen folgend wurde am Samstag, dem 1. November 2008 die erste Unternehmergesellschaft gegründet. Das Pendant zur englischen Limited kann mit einer Stammeinlage von einem Euro gegründet werden – birgt allerdings einige nicht unwesentliche Einschränkungen.
Politisch gewünscht ist die Wandlung zur GmbH, was eine Zwangseinlage von 25% des jährlichen Gewinns bis zur Erreichung der 25.000 € Stammeinlage einer GmbH mit sich bringt. Darüber hinaus existieren Einschränkungen bei der Anzahl Gesellschafter und Geschäftsführer. Die Beschränkung auf maximal einen Geschäftsführer dürfte nach wie vor gerade bei Startups gehäuft zur Wahl der Limited führen.
Ein weiterer Wehrmutstropfen bleiben die hohen bürokratischen Hürden – die Mini-GmbH bedarf unter Anderem der notariellen Beurkundung.
Die FAZ berichtete über die Gründung der ersten 1-Euro-Gmbh, die als Tochter der Fortis AG unter dem Namen “Fortis 1. Vermögensverwaltung Unternehmergesellschaft” die Geschäfte pünktlich zum 1. November 2008 aufnahm.
