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Die Semicon in Dresden – ein kleiner Review

Es war der 25. August 2008, an dem ich in freudiger Erwartung die Meldungen über die Semicon verbloggte. Voller Optimismus wurde damals überall propagiert, dass die größte Halbleitermesse zu Hause ankommen wird. Die Börsen befanden sich weltweit im Höhenflug, Lehmann Brothers war noch nicht pleite und das Wort “Wirtschaftskrise” war noch nicht im Duden aufgenommen. Die einschlägigen Fachzeitschriften präsentierten Neuigkeiten über Neuigkeiten und die Märkte reagierten scheinbar unersättlich auf alle technischen Neuerungen. Im Nachhinein klingt das ein wenig nach einer Stimmung wie sie 2000 bereits herrschte. Nachfragelücke? Nie gehört…

Nun ist die Messe da – im Silicon Saxony – ohne Quimonda. Heise berichtet immernoch – legt man die zwei Artikel jedoch nebeneinander, so scheint der Optimismus verflogen. Mitte 2008 hieß es dort (Heise):

Die Branchenmesse der Halbleiterindustrie SEMICON Europe kommt ab 2009 nach Dresden. Das wurde heute auf einer gemeinsamen Pressekonferenz des Netzwerkes Silicon Saxony und des Freistaates Sachsen bekannt gegeben. Dem Netzwerk Silicon Saxony gehören rund 200 Unternehmen, darunter die Branchengrößen AMD, Infineon und Qimonda an. [...] Mit dem Wechsel nach Sachsen geht die Branchenmesse an den größten Standort auf dem Kontinent, heißt es in einer Mitteilung von Silicon Saxony.

Im Oktober 2009 ist daraus geworden (Heise):

Einst als Boomregion gefeiert, musste der Standort Sachsen zuletzt jedoch harte Schläge hinnehmen. Besonders die Insolvenz des Speicherchip-Herstellers Qimonda hat Spuren in der Region hinterlassen. “Katastrophenstimmung” sehe er deswegen aber nicht, betonte Kundert.

Die Herausforderung für die nahe Zukunft wird wohl oder übel darin bestehen, gegen übersubventionierte Unternehmen aus Fernost zu bestehen. Für die Semicon bleibt zu hoffen, dass sich das typische Messefeeling mit Produktneuheiten und Innovationen, guter Laune und einer anständigen Portion Optimismus mischt.

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Nächste Woche ist CeBIT

Wie schon angedeutet wird es nächste Woche zur CeBIT gehen. Neben dem bereits im letzten Jahr auf breiter Front vertretenen Thema “Green IT” wird der Fokus im Jahr 2009 auf “Webciety”, die sozialen Komponenten der Technologisierung vor allem im “Webzwonull”, fallen. Ein weiterer Schwerpunkt wird die Thematik digitaler Dienste darstellen – nicht nur für Unternehmen sondern auch für den Behörden. Einige Zielgruppen sind ganz anständig bei it-times zusammengefasst – wer also hingehen möchte und sich noch garnicht orientiert hat, findet dort erste Informationen. Auch die Seite der Messe selbst sei nochmal erwähnt (cebit.de), zeigt sich der Betreiber gegenüber Bloggern doch sehr aufgeschlossen.

Am heutigen Tage kam nun mein Ticket inklusive Parkkarte – leider mit einer kleinen Premiere. Erstmalig hatte ich beschädigte Post im Briefkasten – der Transporteur hat den Brief der Messe folgend in eine Folie verpackt und folgendes Anschreiben beigefügt:

post-beschaedigte-sendung

Der entstandene Schaden ist kaum als solcher zu bezeichnen – der Inhalt jedenfalls ist verwendbar. Das fällt also unter die Rubrik “wo gehobelt wird, fallen Späne”. Allzu häufig sollte das dennoch nicht vorkommen – bei wichtigen Dokumenten hätte ich vermutlich etwas verdutzt dreingeschaut.

parkkarte-hannover-cebit

Ich hoffe auf einen positiv motivierten Messebesuch. Den Negativmeldungen zum Trotz werden die Hallen wohl wieder gut gefüllt sein und die eine oder andere Unterschrift gesetzt werden.

Je nach wirtschaftlicher Entwicklung könnten nächstes Jahr dann die Themen Automatisierung, Standardisierung, Erhöhung von Effektivität und Effizienz und damit IT-Management / IT-Servicemanagement, ITIL und angerenzende Themen ganz oben auf der Agenda stehen. Das wäre zwar aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht zu hoffen – für mich persönlich jedoch äußerst reizvoll.

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Die CeBIT 2009 naht

Auch in schwierigen Fahrwassern finden Messen statt – so auch die AMI in Leipzig und die CeBIT in Hannover.

Wie jedes Jahr dürfte der Run auf die Tickets bereits im vollen Gange sein. Überrascht war ich von dem überaus netten Linkbait, den die neuen Betreiber von Basicthinking gestartet haben. Dort werden glattweg 1.000 Tickets verschenkt. Freuen würde ich mich über einen netten Plausch mit den Kollegen des wohl bekanntesten Blogs Deutschlands – vielleicht geben sie noch einen Ort durch, der zum Treff geeignet ist.

Für Blogger bietet die Messe selbst die Möglichkeit, mittels Presseausweis das Gelände zu erkunden. Die Akkreditierungsrichtlinien verraten zu diesem Thema:

6. Personen, die im Bereich des Internet nachweislich und nachvollziehbar journalistisch arbeiten oder so genannte Blogs betreiben. Voraussetzung ist, thematischer Zusammenhang zwischen den Internet-Beiträgen und der jeweiligen Messe.

Geschmunzelt habe ich über die Formulierung (…nachvollziehbar jounalistisch arbeiten oder(!) so genannte Blogs betreiben…). Zugegebenermaßen wird lediglich in wenigen Blogs extrem stringent jounalistisch gearbeitet – nichtsdesto trotz schließt das Medium Blog diese Methodik nicht aus.

Sei’s drum – i tried it. Schauen wir doch einfach mal, wie dieser Passus in der rauen Realität gehandelt wird.

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AMI in Leipzig – 2009 “verschlankt”

Für die AMI – die Automobil International – trifft die Krise zweifelsfrei die falsche Branche. So haben für die Messe, die dieses Jahr zwischen 28. März und 5. April stattfinden wird, mittlerweile BMW, Nissan, Volvo, Saab, Chrysler, Dodge und Mitsubishi ihren Auftritt abgesagt.

Dem allgemeinen Tenor folgend wird auch die Messe im Zeichen des Sparens stehen. Nicht nur CO2 – vielmehr die Geldbeutel der Kunden wollen Schonung erfahren, so dass Erdgas- und Autogasantriebe wieder voll im Trend liegen.

Ich hoffe trotzdem, dass man auf der Messe einmal mehr zum Kind werden kann und die Aussteller nicht allzu ökonomisch an die Vorbereitungen schreiten. Mit Freude erinnere ich mich an diverse Testfahrten, bei denen in den letzten Jahren auch Geschwindigkeiten oberhalb 250 km/h in der Praxis erprobt werden konnten.

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CeBIT 2009: mehr Sicherheit in Halle 11

Im nächsten Jahr planen die Betreiber eine deutliche Vergrößerung der Ausstellungsfläche für IT-Sicherheit. Die Security World wird exklusiv in Halle 11 unterkommen – direkt neben der Netzwerkhalle (12).

Neben für die IT-Branche typischen Sicherheitssystemen sollen auch Überwachungs- und Sicherheitssysteme ihren Platz finden – im Hinblick auf die Notwendigkeit im Rahmen des Schutzes von Rechenzentren durchaus nachvollziehbar – andererseits könnte man diese Themen auch auf Gebäudeausstellungen vermuten.

Insgesamt scheint mir die Idee nicht schlecht. Für den Besucher bleibt zu hoffen, dass die Ansätze in der dann ausgestellten Menge innovativer sind als beim diesjährigen Hype um GreenIT.

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Leipzig bleibt Spielemesse

Die offizielle Games Convention zieht 2009 in westliche Richtung ab bleibt 2009 in Leipzig. Die Eröffnung einer Konkurrenzmesse namens GamesCon in Köln hält die Betreiber der Leipziger Messe allerdings nicht davon ab, am etablierten Konzept Spielemesse festzuhalten.

Ehrlich gesagt finde ich die Idee großartig und mir fällt kein Argument ein, was dieses Vorhaben entkräftigen könnte. Sollten die Aussteller 2009 nicht in Schaaren abspringen, sehe ich die Leipziger Messe 2009 mit einem neuen Besucherrekord :-)

Via Golem.

[EDIT]

Tatsächlich liegt der Name der Messe beim Leipziger Betreiber, der zu Recht nicht bereit ist, diesen für schlappe 450.000 € Überlassung (für drei Jahre) herzugeben.

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