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SchülerVZ: Festnahme nach Datenunfall

Nachdem letztens im SchülerVZ eine Sicherheitslücke identifiziert wurde, erfolgte heute die Festnahme eines Tatverdächtigen. Nach dem Skandal ist vor dem Skandal: jetzt gibt es mehrere Leute, die für sich eine Methode zur automatisierten Abfrage des Netzwerks beanspruchen (Link zur Story bei Netzpolitik). Die angebliche Herangehensweise ist im Prinzip identisch – ähnlich den Suchmaschinen-Bots (“crawlen“) werden die Profile besucht und die angezeigten Daten gespeichert. Dieses Vorgehen ist durch die Betreiber der Plattformen im Prinzip nicht zu verhindern – aktuell kommt ein Captcha zum Einsatz. Offen bleibt die Frage, nach wievielen Profilaufrufen man dieses zu Gesicht bekommen sollte.

Ich nehme an, die Architektur der Anwendungen SchülerVZ, StudiVZ und MeinVZ ähneln sich sehr, so dass es nicht verwunderlich erscheint, wenn Golem beiläufig über das automatisierte Auslesen der anderen zwei Plattformen berichtet.

Auch wenn der Aufschrei wieder riesig ist, ich bleibe bei meiner These von gestern: wer seine Daten nicht zufällig irgendwo wiederfinden möchte, darf sie nicht ins Netz stellen…

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MeinVZ – Aller guten Dinge sind drei…

Neben StudiVZ und SchülerVZ eröffnet Holtzbrinck nun die dritte Social-Plattform. Sonderlich überrascht bin ich von dieser Ankündigung nicht, ist es doch so, dass Schüler und Studenten irgendwann keine Schüler oder Studenten mehr sind und damit aus dem Beuteschema dieser Portale herausfallen. Dementsprechend soll auch eine Funktion zur Übernahme des Profils und der Kontakte aus StudiVZ in MeinVZ zur Verfügung stehen.

Die Datenschutzregularien lehnen sich am StudiVZ an. Heise berichtet in folgender Form:

Die Nutzer hätten bei MeinVZ die “volle Kontrolle” über ihre Privatsphäre, sagte der operative Leiter Michael Brehm bei einer Präsentation in Berlin. Jeder könne auswählen, welche Daten er von sich preisgeben wolle und welche nicht. Persönliche Daten werde das Unternehmen nur dann für nutzerbezogene Werbung verwenden, wenn dem zugestimmt werde. StudiVZ war im Dezember nach einer Änderung der Allgemeinen Geschäftsbedingung zugunsten zielgerichteter Werbung massiv in die Kritik geraten. Versuche, persönliche Daten zur effektiveren Platzierung von Werbung zu nutzen, sind auch bei anderen Plattformen schon zum Bumerang geraten. Auch Verbraucherschützer haben ein Auge auf das Portal geworfen.

Ob der gestresste Markt der Social Networks noch eine weitere Plattform verträgt, bleibt abzuwarten. Der amerikanische Gigant Facebook möchte sich im europäischen Raum ebenfalls etablieren.