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Google-Nutzerkonten geknackt – folgt der Rückzug aus China?

Nachdem angebliche, durch chinesische Instanzen beauftragte, Angriffe auf Googles Infrastruktur erfolgreich verliefen, überdenkt der Suchmaschinenbetreiber seine Strategie für den reglementierten jedoch riesigen Markt. Medienberichten zufolge kommt im Extremfall sogar ein Rückzug in Frage, was in Anbetracht der geschäftlichen Potenziale schwer vorstellbar scheint.

Was soll passiert sein? Angeblich ist es zu gezielten Einbrüchen in Mailkonten von Menschenrechtsaktivisten gekommen. Sollte dem wirklich so sein, wäre das ein äußerst bedenklicher Vorgang. Bis dato galt Google zwar als Datensammler im großen Stil, Sicherheitsvorkommnisse wurden jedoch bisher nicht publik. So stellt die Meldung, die sich wie ein Lauffeuer verbreitet, eine Herausforderung auf zweierlei Fronten dar: zum Einen sind die von Google eingesammelten Datenbestände doch nicht so sicher wie es bisher schien – zum anderen müsste den politischen Vorwürfen auf den Grund gegangen werden.

Eine erste Maßnahme ist bereits eingeleitet: ab sofort führt Google keine Zensierung der Inhalte für die chinesischen Nutzer mehr durch.

Fakt ist: für Google ist die Meldung Gift, versucht man doch neben dem klassischen Suchmaschinenangebot einige weitere – mitunter sehr datensensible – Lösungen zu platzieren.

Ich denke, man darf die nächsten Tage noch abwarten und sich dann von der Kommunikationsstrategie der Beteiligten beeindrucken lassen.

Für die regionale Note: der Bericht der SZ.

Finanzwerte (weiter) auf Talfahrt

Der heutige Börsentag hat einmal mehr die Finanzwerte in den Keller geschickt. Der Gesamtverlust auf den Index betrug satte 2,34%. Dabei könnte man ansich meinen, viele der Unternehmen bieten gute Einstiegschancen.

Börse ist aber Zukunftsgeschäft. Getrieben von Erwartungen an Umsatz und Gewinn werden die großen Geldmengen bewegt. Interessanterweise scheinen auch die Unternehmen die Situation zu nutzen und geben keine hohen Gewinnerwartungen mehr aus. Was passiert aber stattdessen mit dem eingenommenen Kapital?

Der “bad case” wären fehlende Umsätze. Das wäre ärgerlich, weil damit tatsächlich Bares in den Kassen fehlt. Der “good case” sind konstante oder weiter steigende Umsätze. In Zeiten schwacher Märkte muss man es mit den Gewinnen ja nicht übertreiben – stattdessen bietet sich die Chance, Investitionen zu tätigen ohne dass man gegen den Markttrend schlechte Gewinne präsentieren muss. Auch eine Variante :-)

Sonnenblumen im Schnee

Sonnenblume im SchneeDa sich die Fensterimpressionen langsam durchzusetzen scheinen, möchte ich diesen lustigen Trend nicht brechen und biete auch heute eine an. Thema ist “Sonnenblume im Schnee”. Vielleicht sind ja demnächst noch mehr Schneefotos in der Blogosphäre zu sehen.

Was ist heute sonst noch passiert? Gartner hat einem Heise-Bericht zufolge dem PC-Markt weiterhin zweistellige Wachstumsraten vorausgesagt. Das liegt zum Einen an den Schwellenländern, in denen stetig wachsende Nachfrage herrscht – zum Anderen steigt die Nachfrage nach neuen PCs und Notebooks aus der Industrie. Was ich bisher nicht wusste: der Anteil der Firmennachfrage an PCs liegt hierzulande bei ca. 60% – in Amerika sogar bei 80%. Jetzt erschließt sich auch das Bestreben nach integrierten Grafiklösungen, welche stromsparend ihren Bürodienst tun. Die Risiken und einige zusätzliche Informationen findet man bei heise.de.

Mobilfunk am Ende?!

Einem Golem-Bericht zufolge bereitet man sich bei E-Plus auf die nächste Generation Mobilfunk vor. Man geht wohl davon aus, dass das bestehende Modell (Telefonie und SMS) noch für die nächsten drei Jahre Gewinne erlaubt – danach möchte man neue Dienste anbieten.

Bei der Gelegenheit möchte ich auf die Marktsituation hinweisen: die Portaldienste der großen Anbieter kamen nicht so recht an, woraufhin man jetzt echte Onlineangebote anbietet. Mit der Unterstützung der Handyhersteller im Rücken versucht man, das WWW auf das Handydisplay zu bannen. Momentan stellt sich natürlich noch die Frage, ob der Preis für die Datenpakete die breite Masse zu Begeisterungsstürmen treibt. Letztlich führte die Markteinführung des iPhones hierzulande zumindest dazu, dass wirklich jeder mit dem Thema konfrontiert wurde. Zu guter letzt fehlt dem iPhone momentan noch der UMTS-Standard, so dass der schnelle Abruf von Informationen eher eine längerfristige Angelegenheit bleibt.

Die kleineren Mobilfunkbetreiber haben sich beizeiten auf echte Onlineangebote fokussiert. Das Angebot von Internetflattarifen zu bezahlbaren Konditionen dürfte gerade in Regionen ohne DSL-Verfügbarkeit zu anständigen Absätzen geführt haben.

E-Plus-Chef Dirks sieht die Zukunft in Partnerschaften mit Internetunternehmen. Dabei werden wohl noch Hürden in der Usability (Bildschirmgrößen und Auflösungen, Eingabekonzepte,…) und vor allem der Informationsorganisation genommen werden müssen. Was am PC-Bildschirm übersichtlich aussieht, ist auf dem deutlich kleineren Handydisplay leider ungenießbar.

Au weia oder doch nicht?

Wie in diverse (unter anderem hier und hier) Quellen zu lesen ist, bleibt es beim exklusiven Vertrieb des iPhones durch T-Mobile. Damit ist die kurze Zeit der freien Verfügbarkeit des Gerätes (999 € ohne SIM-Lock) vorbei.

Bei heise.de ist zu lesen:

“Das iPhone-Vertriebsmodell ist ein innovativer Ansatz, der Auswirkungen auf die gesamte Branche hat”, sagt Nikolaus Mohr, Experte bei Accenture. Ein Mobilfunkmanager schränkt allerdings ein: “Auch in Zukunft werden die meisten Mobiltelefone ohne eine exklusive Bindung verkauft.” Nur bei Verkaufsrennern würden die Hersteller künftig wohl eine Beteiligung einfordern. Wichtig ist dafür neben Technik und Design das Image des Herstellers. So profitiert Apple beim Einstieg in das Mobilfunkgeschäft von seiner starken Marke. “Jeder fünfte neue Vertragskunde entscheidet sich derzeit für ein iPhone”, sagt ein T-Mobile-Sprecher. Das Apple-Gerät entwickelt sich damit zu einem der am besten verkauften Mobiltelefone.

Dass das iPhone Sonderstatus besitzt steht mittlerweile außer Frage. Über eine grundlegende Änderung der Vergütungen zwischen Mobilfunkanbieter und Handyhersteller zu diskutieren finde ich allerdings übertrieben. Wenn man sich anschaut, wie identisch die Leistungen der Hersteller sind, frage ich mich welcher Kunde dafür einen Bonus zahlen möchte. Apple hat mit diesem Modell (Beteiligung an Umsätzen) durch hervorragende Vorleistung – gerade durch iTunes – den Grundstein für den Erfolg gelegt.

Die Bedeutung des eigenen Image hat auch Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo erkannt: “Wir wollen zur besten Marke der Welt werden”, kündigte er am Dienstag an. Mit dessen Zugkraft will er die eigenen Dienste wie das mobile Internetportal Ovi zum Erfolg führen.

Die Einrichung eines (sorry) banalen Internetportals dürfte bei Weitem kein Alleinstellungsmerkmal sein wie es bei Apple verfügbar ist. Eine bessere Strategie scheint mir die Errichtung eines Konkurrenzproduktes zu iTunes & Co zu sein.

Das Image der Firma Apple ist gigantisch – und das obwohl man sich mit vielen Dingen (zum Beispiel dem Betriebssystem) einfach der Masse angepasst hat. Apples Rechner laufen mittlerweile auch mit Microsoft-Produkten.