manager Archiv

0

Rechnungshof rügt Krankenkassen

Der Bundesrechnungshof hat bei seiner einige lustige Entdeckungen gemacht, die ich wohl in der Form nicht in die Presse gereicht hätte.

Die Managerposten werden demnach mit durchschnittlich 140.000 € vergütet – inklusive Sonderleistungen, etc. In der Spitze liegen die Vergütungen bei 240.000 € jährlich – die Abstufung dürfte unter Anderem von der Größe der Krankenkasse abhängen. Ehrlich gestanden hätte ich mit deutlich höheren Bezügen gerechnet. Dass die Familienangehörigen noch den einen oder anderen Vorteil genießen dürfen, ist sicher streitbar – fällt aber in der Bilanz auch nicht auf.


Soweit ist das alles nichts besonderes – typisch deutsche Bürokratie sieht anders aus (FAZ):

Ins Auge stachen ihm Zuschüsse für Essen oder für die Kontoführung von „rund einem Euro im Monat“.

Das wirft doch irgendwie den Verdacht auf, dass bei den großen Posten nichts zu finden war – oder man nichts finden wollte. Für mich bleibt die Frage stehen, wo das viele Geld der Kassen denn nun ausgegeben wird? Sind es die großen Glaspaläste, die Angestellten, der Einkauf oder doch die Leistungen?

0

Die Telekom spioniert!

Eine äußerst fragliche Nachricht kreuzt die Tage die Medien: angeblich hat “die Telekom” ihre Manager, Aufsichtsräte und eine gute Hand voll Jounalisten bespitzelt, um “undichte Stellen” aufzuspüren. Rene Obermann gab den Fall an die Bonner Staatsanwaltschaft, die den Fall wohlwollend entgegennahmen und nun prüfen.

Eine Frage sei an der Stelle erlaubt: Wie kann ein Unternehmen spionieren?! Ich dachte immer, das wäre Personen vorbehalten. Eine Berliner Beratungsfirma war mit dem Auftrag betraut, einige (festhalten) hunderttausend(!) Datensätze zu überprüfen. Die Beratungsfirma wird ja wohl kaum ohne Auftrag handeln, so dass man hier trivialerweise mal nach den personellen(!) Auftraggebern fragen kann. Da gibts ansich auch kein rumdrucksen…

Der Spiegel berichtet weiter:

Informiert wurden von der Telekom nach SPIEGEL-Informationen auch das Kanzleramt, das Bundesfinanzministerium und Teile des Aufsichtsrats.

Weitere Infos: Golem, Heise.

0

Spiegel Wissen

Unter Wissen.Spiegel.de ist ein neues Portal online gegangen. Der interessierte Nutzer konnte die Ankündigungen in den einschlägigen Informationsquellen verfolgen – mit Wirkung zu heute ist die Plattform nutzbar.

Wie unterscheidet sich das Portal von anderen? Man hat die redaktionelle Arbeit von Spiegel, Spiegel Online, dem Manager Magazin, der eigenen Wissen Media Group und der Wikipedia kombiniert und diese durchsuchbar zur Verfügung gestellt.

Das Konzept finde ich interessant – wenngleich die recherchierten Informationen noch genauer zu prüfen sind. Redaktionelle Fehler schleichen sich schneller ein als man denkt – den (wissenschaftlichen) Anspruch eines richtigen Lexikons wird man demzufolge vermutlich nicht verwirklichen können.

Für “All-Day-Information” werde ich wohl in nächster Zeit ab und an vorbeischauen.

Schlagwörter: , , ,