lte Archiv

0

Kurz mitgeteilt: T-Mobile LTE-Netz geht Online

Die Telekom hat ihren ersten LTE-Sendemast in Betrieb genommen. Interessanter Fakt: einige Pilotprojektteilnehmer wurden mit Geräten eines großen Handyherstellers versorgt, die mittels LTE bis zu 10 MBit/s übertragen können. Somit könnte in näherer Zukunft die Breitbandflaute in den ländlichen Regionen tatsächlich beendet sein.

Der Versuch startet in Kyritz, was sich meiner Recherche nach einige Kilometer nordwestlich von Potsdam im weiten Brandenburg befindet. Auch wenn im Golem-Forum schon wieder Unkenrufe zu lesen sind – ich bin mir sicher, die Erleichterung ist groß. Ich erinnere mich mit Grauen an die Zeit zurück, in der ich aufgrund von Glasfaserverkabelungen keinen DSL-Anschluss haben konnte. Auch wenn die Mobilfunker damals beteuerten, dass man mittels UMTS “schnell” im Internet unterwegs sein könne – vergleichbar ist die Technologie allein schon wegen der langen Latenzen mit kabelgebundenem Breitband keinesfalls.

So gesehen: viel Spaß  den Teilnehmern in der neu gewonnenen bunten Welt des WWW :-)

0

LTE-Ausbau startet – und die Bandbreiten?

Nach der Versteigerung der LTE-Lizenzen, die dem Bund immerhin 1,3 Mrd. € einbrachten, beginnt nun der Netzausbau. Wenngleich sich die Betreiber eher zögerlich dem Thema nähern, könnte für Bewohner der “Weißen Flecken” die Zeit schmalbandiger Internetverbindungen bald ein Ende haben.

Die Telekom startet in Brandenburg mit der Erschließung nicht versorgter Gebiete (was im Rahmen der Versteigerung auch gefordert war). Bandbreitenzusagen gibt es unterdessen nicht und ich wage zudem zu bezweifeln, dass man diese sehr dünn besiedelten Gebiete mit 100 MBit/s “anschließen” wird. Die Betrachtung der Wirtschaftlichkeit eines solchen Ausbaus dürfte wohl nur für Ballungsgebiete positive Werte zurückliefern.

Auch wenn einige der Kommentare bei Golem die Maßnahme zerreißen: ich empfinde den Umstieg von ISDN auf 2 MBit/s schon gelungen und kann für mich feststellen, dass ich keinen höheren Bandbreitenbedarf besitze. So gesehen bleibt zu wünschen, dass die Tarifstruktur vernünftig ist und die Netzstabilität das Vergnügen im WWW nicht trübt :-)

0

UMTS und dann? LTE heißt der neue Standard

Wer es probiert hat, weiß: UMTS ist schneller als GPRS – aber nicht schnell genug. Abhilfe schafft momentan die Beschleunigung HSDPA, welche Datenübertragungen von bis zu 7,6 MBit/s zulässt. Darüber hinaus ist die beschleunigte Variante deutlich reaktionsschneller als der mittlerweile schon in die Tage gekommene UMTS-Standard. Beim Gedanken an die Lizenzgebühren, die die Netzbetreiber vor dem Start der UMTS-Datennetze zahlen wollten mussten, kann einem ganz schwindelig werden – auf der Profitseite dürften nach wie vor rote Zahlen bleiben.

Neben den (auch heute noch) mäßigen Tarifen dürfte der Standard selbst käuferseitig Fragen offen gelassen haben, so dass der Konsumwahn ausblieb. Die nächste Generation der mobilen Datenübertragung verspricht einiges mehr: LTE soll Übertragungen bis 100 MBit/s im Down- und 50 MBit/s im Upstream erlauben. Damit wird die Bandbreitenlücke zwischen kabelgebundener und mobiler Übertragung perspektivisch geschlossen. Ist die Verbindung darüber hinaus stabil und großflächig verfügbar, steht auch der Monetarisierung nichts im Weg. LG Electronics stellte bereits ein funktionierendes Endgerät vor, womit die größte Hürde genommen wäre. Der Termin für eine mögliche Markteinführung (der Endgeräte) wird für 2010 angenommen.

Offen bleibt die Frage nach dem Netzaufbau – sollte die Regulierung ähnlich kompliziert und teuer wie bei der Versteigerung der UMTS-Lizenzen werden, darf der Kunde eine weitere Generation abwarten. Ist dies nicht der Fall, rückt die Vision des “mobilen Servers” in Reichweite.

Via Golem.