Die Diskussionen um die Griechenland-Rettung laufen langsam aber sicher heiß und ähnlich der Kommunikationsstrategie der Banken in der Krise tun sich auch Politiker schwer, den tatsächlich benötigten Kapitalbedarf zu beziffern. Nachdem anfänglich von 25 Mrd. € die Rede war, ist der Betrag mittlerweile auf 135 Mrd. € angewachsen – gut, verteilt auf die nächsten Jahre… Warum eine Staatenrettung “preiswerter” sein sollte als die Rettung einer Bank? Das wüsste ich auch gern.
Noch ein bekanntes Verhaltensraster scheint sich jetzt zu wiederholen. Wie auch auf dem Höhepunkt der Unsicherheiten der Bankenkrise steigt nun auch die Nervosität bezüglich weiterer (erstmal) Euro-Länder. Entgegen den Erwartungen handelt es sich in erster Linie nicht um Portugal sondern um den Nachbarn Spanien (Abstufung Spaniens Kreditwürdigkeit) – aller Voraussicht nach wird es jedoch nicht bei den zwei Ländern bleiben.
Nun werfe ich einen virtuellen Blick auf die Landkarte und wenn man so darüber sinniert, kann man schon Bedenken bekommen. Bevor jetzt der Eindruck entsteht, dass ich mit dem bloßen Finger ausschließlich auf andere Länder zeige: wir sind nicht nur auf der Landkarte “mittendrin und voll dabei”…


