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Nach Griechenland ist vor Spanien…

Die Diskussionen um die Griechenland-Rettung laufen langsam aber sicher heiß und ähnlich der Kommunikationsstrategie der Banken in der Krise tun sich auch Politiker schwer, den tatsächlich benötigten Kapitalbedarf zu beziffern. Nachdem anfänglich von 25 Mrd. € die Rede war, ist der Betrag mittlerweile auf 135 Mrd. € angewachsen – gut, verteilt auf die nächsten Jahre… Warum eine Staatenrettung “preiswerter” sein sollte als die Rettung einer Bank? Das wüsste ich auch gern.

Noch ein bekanntes Verhaltensraster scheint sich jetzt zu wiederholen. Wie auch auf dem Höhepunkt der Unsicherheiten der Bankenkrise steigt nun auch die Nervosität bezüglich weiterer (erstmal) Euro-Länder. Entgegen den Erwartungen handelt es sich in erster Linie nicht um Portugal sondern um den Nachbarn Spanien (Abstufung Spaniens Kreditwürdigkeit) – aller Voraussicht nach wird es jedoch nicht bei den zwei Ländern bleiben.

Nun werfe ich einen virtuellen Blick auf die Landkarte und wenn man so darüber sinniert, kann man schon Bedenken bekommen. Bevor jetzt der Eindruck entsteht, dass ich mit dem bloßen Finger ausschließlich auf andere Länder zeige: wir sind nicht nur auf der Landkarte “mittendrin und voll dabei”…

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Die Centrum-Galerie und ihr Image

Nach dem Wechsel im Management des neuen Einkaufszentrums ist die Diskussion über Gefallen und Nichtgefallen der neuen Galerie in Dresden entbrannt. Während ich den Eindruck habe, dass auch unter der Woche Besucher in größeren Mengen den Weg zum Händler suchen, scheint dieser Ansatz nicht der breiten Masse zu entsprechen. Einer Online-Umfrage der SZ zufolge ist die Zufriedenheit mit dem Neubau eher mäßig (siehe Grafik).

umfrage-centrum-galerie

Fakt scheint, dass es in der Centrum Galerie nicht die Umsätze zu holen gibt, die man sich erwartet hat. Der Denkprozess hat eingesetzt und neben einigen Vorwürfen in Richtung der Architekten werden weitere Maßnahmen angedacht. Im Mittelpunkt steht die “Aufhübschung” der großen, meist leeren Flächen.

Für einige Händler dürfte der aktuelle Standort auch ein entscheidendes Manko darstellen, was sich jedoch nicht ohne weiteres auflösen lässt. Die Übersichtlichkeit der Galerie ist eher schlecht und so kann ich als Dresdner feststellen, dass es mir bisher nicht geglückt ist, mir einen Überblick über dort angesiedelte Geschäfte zu machen. Für den “Lageplan” sollte man schon ein paar Minuten einplanen und die Laufwege sind mitunter doch etwas länger. Einige Läden können von außen, andere von innen betreten werden – einige erreicht man von außen wie von innen. Im 1. OG kommen die immer wieder genannten Pavillons hinzu, die die Sicht auf die dahinterliegenden Geschäfte verdecken. Die Sichtbarkeit an dieser Stelle geht tatsächlich gegen null – als Ladenbesitzer wäre man in einem neustädter Hinterhof vermutlich ähnlich gut zu sehen.

Aber gut – das sollten lösbare Probleme sein. Abgesehen davon, dass das Gebäude nun steht und ich keine Möglichkeit zum Abriss sehe, sollte man die neuen Herausforderungen packen und nicht auf längst entschiedenen und nicht änderbaren Tatsachen rumreiten. Immerhin gab es ja auch die Entscheidung FÜR dieses Architekturkonzept.

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Der Wirtschaftskrise zum Trotz: “Big Blue” IBM schreibt Gewinne

Aktuell dürfte es kaum Branchen geben, die nicht unter den Belastungen der Krise stöhnen – IBM gehört nicht dazu. Der Branchenprimus hat Zahlen vorgelegt – trotz rückläufigem Umsatz ist es gelungen, am Ende der Rechnung eine schwarze Zahl zu präsentieren. Der Umsatz gab um knapp 7% auf 23,5 Mrd. US $ nach, der Gewinn konnte im Vergleich zum zweiten Quartal um 14% auf 3,2 Mrd. US-$ gesteigert werden (Golem).

Interessant: der Konzern verfügte vor einem Jahr noch über 386.000 Mitarbeiter – heute sind es (trotz Stellenstreichungen) ca. 400.000. Offensichtlich lassen sich rückläufige Umsätze mit personellen Aufstockungen und Gewinnen kombinieren. Charmanter Ansatz.

Der Chartverlauf des letzten Jahres dürfte die Anleger erfreut haben – am heutigen Tag muss der Wert allerdings ein Minus von 4,7% hinnehmen.

ibm

Grafik: Yahoo Finance

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Koalitionsverhandlungen im Fokus: Hartz IV

So einig wie vor der Wahl sind sich die “Wunschpartner” CDU und FDP seit Beginn der Koalitionsverhandlungen nicht mehr. Die kritischen Themen, mit denen man an der einen oder anderen Stelle doch sehr rigoros in den Wahlkampf gegangen ist, werden jetzt zum Problem. Da wären seitens der CDU die Pläne zur Beibehaltung des Gesundheitsfonds und seitens der FDP die Ankündigung von Steuersenkungen als Diskussionspunkte zu nennen. Dass das zähe Ringen um die eigenen Stellungen medial nicht noch mehr verfrühstückt wird, verwundert schon ein wenig.

Um so erstaunter war ich, als mir die Ankündigung zur Anpassung der Konditionen für Hartz-IV-Empfänger unter die Augen kam. Das leidige Thema, von dem selbst der Namensgeber nichts mehr hören will, hatten die meisten vermutlich nur sekundär auf dem Radar – in der Tat ist dies allerdings ein Punkt der Nachbesserungen bedarf. Auch wenn er vermutlich als mediales Ablenkungsmanöver herhalten muss, kurz die Eckpunkte:

  • Erhöhung des “Schonvermögens” von 250 auf 750 € pro Lebensjahr
  • Sicherung von Wohneigentum

Vom Leitspruch des angestrebten Koalitionspartners FDP “Leistung muss sich lohnen” ist das Vorhaben zwar deutlich entfernt – umso erfreulicher, dass man offensichtlich bereit ist, um die Ecke zu denken. Bedenkt man, dass soziales Elend Kriminalität und Kriminalität allgemeine Unzufriedenheit bedingt, kann ich den Vorstoß nur begrüßen.

Apropos mediales Ablenkungsmanöver: erstaunlich, wie preiswert die Maßnahme sein soll: für schlappe 300 Mio. € hat man den Menschen Gutes getan. Vergleicht man die milliardenschweren Ankündigungen im Wahlkampf und erst recht die gigantischen Aufwände (und Bürgschaften) für das Bankensystem würde ich mich für regelmäßigere Debatten zum oft gescholtenen sozialen Netz aussprechen.

Noch eine kleine Zahlenspielerei: ungefähr 300 Mio. € fehlten vor einem knappen Jahr einer irischen Bank – der Anfang einer fatalen Entwicklung im irischen System. Wenn ich nun bedenke, dass allein die HRE mit Bürgschaften von aktuell 90 Mrd. € plus Option auf weitere 10 Mrd. € am Leben gehalten wird, muss ich mich setzen, damit mir nicht schwindelig wird.

Ich bleibe gespannt, wie sich die Gespräche entwickeln und nehme an, der Moment an dem weißer Rauch aufsteigt wird kommen.

More: FAZ.

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Abwrackprämie 2.0 – der Segen geht weiter

Gut – Segen oder nicht liegt an dieser Stelle sicher im Auge des Betrachters. Fakt ist, dass der Schrottprämientopf deutlich auf nun 5 Mrd. € aufgestockt wurde, so dass der Zeitraum bis zur Wahl gesichert sein sollte. Weiterhin bleibt es auch bei der vollen Summe von 2.500€ pro Kauf – darüber war man sich in letzter Zeit ja nicht immer einig.

Damit ist aus einem klaren “nein” zur Verlängerung seitens der Bundeskanzlerin innerhalb eines doch überschaubaren Zeitraums ein freundliches “ja” geworden. Die Hersteller werden es nutzen und medial in die “Schrottkerbe” schlagen. Vermutlich werden nun alle versuchen, ihr günstigstes Angebot channelübergreifend zu präsentieren und dieses unter Einrechnung der Prämie und unter Verzicht auf Ausstattung dem Preislimit anzunähern. Mein Beileid an dieser Stelle gilt den Gebrauchtwagenhändlern und denen, deren Fahrzeug aktuell 7 oder 8 Jahre alt ist und bis Jahresende das neunte Lebensjahr nicht mehr erreicht.

Trotz allem: es existiert der Markt außerhalb des Abwrackgeschäfts – aktuell möchte nur niemand darüber berichten. Im Fall von Opel war letztens zu lesen, dass über die Prämie 40.000 Fahrzeuge abgesetzt wurden – für den Insignia allein liegen jedoch jetzt schon 80.000 Bestellungen vor. Nun stellt sich die Frage, ob man auf Gedeih und Verderb am Kleinwagengeschäft ohne nennenswerte Spannen teilnehmen will oder vielleicht doch einigen älteren Maximen folgt und über ansprechende Produkte die Deckungsbeiträge steigert.

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Qimonda unter Druck – Produktionsdrosselung

Freitag der Dreizehnte war für die Beschäftigten am Dresdner Produktionsstandort der insolventen Qimonda kein guter Tag. Nach wie vor liegt kein verbindliches Angebot eines Interessenten vor, so dass ab April 2009 die Produktion auf “Stand By” gesetzt wird. Was in der Presse noch nicht final interpretiert wird, hat für die Mitarbeiter weitreichende Konsequenzen. Bis auf ein “Kernteam”, dessen Größe noch nicht beziffert wurde, werden die Beschäftigten in eine Transfergesellschaft überführt. Das Ziel dürfte klar sein: Personalabbau (mehr in der SZ). Dem Spiegel-Bericht zum Thema fehlt die regionale Note…

Vor dem Hintergrund des Eklats um die HRE erscheinen die diskutierten Summen nach wie vor lächerlich. Die Rettung der Bank scheint beschlossene Sache, wenngleich noch nicht 100%ige Klarheit über die Rolle des größten Investors Flowers herrscht. Dieser möchte sich in der jetzige Situation unter keinen Umständen von seinen (fast wertlosen) Anteilen trennen – obwohl die HRE ohne staatliche Hilfen in Höhe von aktuell deutlich mehr als 100 Mrd. € längst insolvent wäre.

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