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1,5 Billion Dollar – that’s it!

Timothy Geithner – Finanzminister der neuen Regierung um Barack Obama – holt zum ersten Rundumschlag aus. Neben einer bitteren Analyse über die Wirksamkeit der bisherigen Staatshilfen kündigt er weitere Maßnahmen an. Diese sollen in Summe einen Umfang von irreellen 1.500 Mrd. US-$ besitzen und eine Sonderform der Bad Bank beinhalten.

Der Staat wird nicht wie von einigen spekuliert in alleinige Vorkasse gehen und faule Papiere zu Lasten der Steuerzahler kaufen. Stattdessen sind Köder geplant, die private Investoren in genau diese Risikopapiere locken sollen. Es handelt sich hierbei ganz sicher nicht um Frau Müller von eben um die Ecke – ich vermute, dass sich finanzstarke Konstrukte ganz gezielt mit der Bewertung und Analyse der Papiere befassen und sich die Filets herauspicken. Nicht alles, was aktuell unter dem Prädikat “völlig wertlos” verbucht wird, ist es auch in der Realität.

Ziel ist die Stabilisierung der Banken – die Versorgung dieser mit einem ausreichend hohen eigenen Mittelbestand ohne das “Laster von Gestern” und damit die Lösung des Kreditknotens. Möge es gelingen.

Eine Frage drängt sich mehr und mehr auf: wer soll jemals für diese immensen Positionen aufkommen? Wohl niemand – scheinbar rechnen alle Entscheider fest mit einer klärenden Inflation…

Die Reaktion der Börse: DAX -3,5%; MDAX -3,7%; TecDAX -2,5%.

More bei Spiegel, FAZ.

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Einigkeit bei der KFZ-Steuer?

Endlosen Diskussionen folgen meist schwammige Kompromisse. Am heutigen Tage sind nun die Konditionen für die veränderte KFZ-Steuer zu lesen. Geplant ist eine Mischform zwischen Hubraum und CO2-Ausstoß, was an der Umweltdebatte vorbeischrammt. Warum? Der Otto-Normaldiesel verbraucht nicht nur weniger Sprit als sein leistungsäquivalenter Benzinbruder – er stößt auch weniger CO2 aus.

Die Berechnungsformel lautet für Benziner:

Hubraum / 100 * 2€ + (CO2-Ausstoß über 120g) * 2€

Für Dieselfahrzeuge gilt:

Hubraum / 100 * 9,50€ + (CO2-Ausstoß über 120g) * 2€

Einen Deckel für extrem “durstige” Fahrzeuge wie sie die CDU zeitweise gefordert hatte, wird es nun doch nicht geben. Schaut man sich die Beispiele der Medien an, kommt man jedoch schnell zu dem Ergebnis, dass der Personenkreis, der sich einen neuen Audi Q7 in der Maximalmotorisierung vor die Tür stellt, wohl weniger auf die 300€ Differenz schauen wird. Die neue Besteuerung gilt vorerst nur für Neuwagen – soll sie doch im Rahmen des Konjunkturpakets II einen weiteren Kaufanreiz darstellen (FAZ):

Die neue Steuer betrifft im ersten Jahr rund drei Millionen Autofahrer, die üblicherweise im Jahr Neuwagen anmelden. Bleibt es dabei, kommen in den Folgejahren jährlich drei Millionen hinzu. Damit wird die Mehrheit der heute gut 40 Millionen Fahrzeughalter zunächst noch nach dem alten System – ausschließlich nach Autogröße (Hubraum) – zur Kasse gebeten.

Bis zum Go Live der Reform sind allerdings noch einige deutliche bürokratische Hürden zu nehmen.

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Das Konjunkturpaket nimmt Form an…

Man scheint sich in den groben Eckpunkten einig, so dass das Konjunkturpaket kommen kann. Gewinner sollte die Automobilindustrie sein, die auf Grund einer “Abwrackprämie” zu mehr Neuwagenabsätzen kommen soll. Die Maßnahme ist nicht herstellergebunden, so dass auch ausländische Fabrikate von dieser Maßnahme profitieren. Wird ein Altfahrzeug in Folge eines Neuwagenkaufs verschrottet, erhält der Käufer 2.500 €, vorausgesetzt er ist länger als ein Jahr Halter des abgegebenen Fahrzeugs gewesen und dieses ist älter als 9 Jahre.

Weitere Maßnahmen sind:

  • Senkung der Krankenkassenbeiträge von 15,5% auf 14,9%.
  • Staatliche Investitionen in Infrastruktur und Bildung, wobei unter Bildung der Ausbau der Bildungseinrichtungen zu verstehen ist.
  • Kinderbonus: Einmalbonus von 100 € pro Kind, sofern Anspruch auf Kindergeld besteht

Weitere Ideen, deren Umsetzung allerdings umstritten ist:

  • Kurzarbeitergeld wurde bereits von 12 auf 18 Monate verlängert – jetzt könnte die Übernahme der Sozialversicherungsbeiträge folgen.
  • 100 Mrd. € Rettungsschirm für Unternehmen
  • Schuldenbremse - Einrichtung eines Tilgungsfonds, um dauerhaft die Grenze für die jährliche Neuverschuldung von 3% einzuhalten.

Fazit? Bis auf die Abwrackprämie haut mich das nicht vom Hocker. Belustigt komme ich mir in Punkto “Schuldenbremse” vor. Die Einrichtung eines Fonds löst das Problem mitnichten – rein mathematisch betrachtet gibt es nur zwei Möglichkeiten: Beschränkung der Ausgaben oder Erhöhung der Einnahmen. Vor dem Hintergrund, dass Peer Steinbrück für 2010 eine Neuverschuldung von 4% prognostiziert, wäre es doch angesagt, wenn die Damen und Herren Maßnahmen zur Lösung des Problems vorlegen würden anstelle sich den ganzen Tag mit Dingen zu beschäftigen, die keinen Effekt erzielen.

Wo liegt das Problem? Man hat schlicht und ergreifend wieder einmal vergessen, in Jahren wirtschaftlichen Aufschwungs Rücklagen zu bilden. Stattdessen hat man sich an das genehmigte Defizit in der Nähe der Maastrichter Vorgaben gewöhnt und plant dies wie selbstverständlich mit ein. So gehts natürlich auch…

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Jahresauftakt: VW zieht den Index

Auch nach dem Jahreswechsel steht einmal mehr das VW-Papier (10-Tageschart via comdirekt) im Fokus. Mit einem Tagesplus von aktuell 18% zieht der Autobauer den DAX mit 1,6% nach oben.

volkswagen

Auch der Rest des Index kann sich durchaus sehen lassen:

  • Salzgitter AG +8,5%
  • Infineon + 5,2%
  • MAN AG + 4,8%

Damit etabliert sich der DAX zumindest für heute oberhalb der 5.000-Punkte-Marke – was ein paar freie Tage so bewirken können :-)

Es scheint, als wäre das die Reaktion auf das 50 Mrd. € schwere Konjunkturpaket.