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Einigkeit bei der KFZ-Steuer?

Endlosen Diskussionen folgen meist schwammige Kompromisse. Am heutigen Tage sind nun die Konditionen für die veränderte KFZ-Steuer zu lesen. Geplant ist eine Mischform zwischen Hubraum und CO2-Ausstoß, was an der Umweltdebatte vorbeischrammt. Warum? Der Otto-Normaldiesel verbraucht nicht nur weniger Sprit als sein leistungsäquivalenter Benzinbruder – er stößt auch weniger CO2 aus.

Die Berechnungsformel lautet für Benziner:

Hubraum / 100 * 2€ + (CO2-Ausstoß über 120g) * 2€

Für Dieselfahrzeuge gilt:

Hubraum / 100 * 9,50€ + (CO2-Ausstoß über 120g) * 2€

Einen Deckel für extrem “durstige” Fahrzeuge wie sie die CDU zeitweise gefordert hatte, wird es nun doch nicht geben. Schaut man sich die Beispiele der Medien an, kommt man jedoch schnell zu dem Ergebnis, dass der Personenkreis, der sich einen neuen Audi Q7 in der Maximalmotorisierung vor die Tür stellt, wohl weniger auf die 300€ Differenz schauen wird. Die neue Besteuerung gilt vorerst nur für Neuwagen – soll sie doch im Rahmen des Konjunkturpakets II einen weiteren Kaufanreiz darstellen (FAZ):

Die neue Steuer betrifft im ersten Jahr rund drei Millionen Autofahrer, die üblicherweise im Jahr Neuwagen anmelden. Bleibt es dabei, kommen in den Folgejahren jährlich drei Millionen hinzu. Damit wird die Mehrheit der heute gut 40 Millionen Fahrzeughalter zunächst noch nach dem alten System – ausschließlich nach Autogröße (Hubraum) – zur Kasse gebeten.

Bis zum Go Live der Reform sind allerdings noch einige deutliche bürokratische Hürden zu nehmen.