Jörg Kachelmann Archiv

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Jörg Kachelmann ist frei!

Vier Monate und zahlreiche – mitunter wilde – Spekulationen sowie ebenso viele Tiefschläge gegen den vermeintlichen Täter später wurde Jörg Kachelmann am heutigen Tage aus der Untersuchungshaft entlassen.

Medienberichten zufolge besteht zum aktuellen Zeitpunkt “kein dringender Tatverdacht” mehr – Verdunklungs- und Fluchtgefahr halten die verantwortlichen Richter (diesmal vom Oberlandesgericht Karlsruhe) offenbar auch für unwahrscheinlich.

Unabhängig von der Entlassung des Meteorologen wird am 6. September der Prozess auf Basis der Vorwürfe eröffnet. Ohne den Ausgang des Verfahrens vorwegnehmen zu wollen würde mich interessieren inwieweit der Steuerzahler für diese (zumindest bis zum heutigen Tage) desaströse Vorstellung aufkommen wird…

Erstaunt bin ich über die Gelassenheit, mit der Herr Kachelmann einerseits mit den Vorwürfen sowie andererseits mit seiner Inhaftierung umgeht.

Ob die Freilassung – wie an einigen Stellen intensiv diskutiert – wirklich Auswirkungen auf die Großwetterlage haben wird, wage ich zu bezweifeln…

More: FAZ, Spiegel.

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Die Verhaftung von Jörg Kachelmann – wie jetzt?

Ohne auf den Vorwurf gegen Jörg Kachelmann selbst eingehen zu wollen und ohne eine Wertung dieses oder Aussagen von ihm, seiner ehemaligen Lebensgefährtin oder deren Anwälten zu versuchen, gibt es doch eine Tatsache, die in diesem Zusammenhang hier platziert werden kann.

Einem Spiegel-Bericht zufolge wurde der “Zugriff” auf Herrn Kachelmann langfristig geplant und vorbereitet. Das allein klingt vor dem Hintergrund, dass es sich um den ARD-Wetterfrosch – einen 51-jährigen, der sich frei und ohne Bedenken bewegt, schon etwas skurril.

Gerade für Personen des öffentlichen Lebens (und das sollte nach den Fällen Türk und Zumwinkel bekannt sein) ist ein solcher Vorfall ein besonderer Einschnitt in die Privatsphäre und insbesondere auch in die berufliche Laufbahn. Vor diesem Hintergrund (und nochmal auf darauf hinweisend, dass es sich nicht um eine Wertung des Vorwurfs selbst handelt) lesen sich die folgenden Zeilen (Spiegel) schon etwas irritierend:

Nach Informationen des SPIEGEL gestattete sich das Polizeipräsidium Frankfurt am Main stolz ein Selbstlob: Man habe “eindrucksvoll unter Beweis gestellt”, dass es gelingen könne, “an einem so offiziellen Platz wie dem Frankfurter Flughafen” eine “Person der Öffentlichkeit festzunehmen, ohne dass die Öffentlichkeit davon etwas mitbekommt”, heißt es im internen Kriminalitätslagebericht.

Nun stellt sich folgerichtig die Frage: Wozu der ganze Aufriss, wenn der Name kurze Zeit später durch alle Medien wandert?