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Die Methodik der Personalvermittlung

Die Schlagzeile lässt deutlichen Interpretationsspielraum: “Jobbörse der Bundesagentur zugespammt” (Golem). Die Message ist zweideutig:

Zum Ersten erfährt der Leser, dass die Bundesagentur gegen derlei Verfahren keine proaktiven Maßnahmen verabschiedet hat. Bedenkt man, dass das Ziel die Vermittlung von Arbeitsuchenden in feste Anstellungsverhältnisse ist und gerade das Umfeld der Bundesagentur für Arbeit deutlich in der Tagespresse vertreten ist, sehe ich deutliches Konfliktpotenzial – allerdings (außer medialem Druck) keinen Grund für die Agentur, die Anzeigen auf der hauseigenen Jobbörse auf ein reales Maß zu reduzieren. Immerhin kann man so jedem Besucher des Hauses eine gute Hand voll Jobangebote offerieren…

Zweitens tun sich Vorgehensweisen des Personalvermittler-Metiers auf. Tatsäch habe ich schon seit längerem den Eindruck, dass das Geschäft von übermäßigem Spam lebt. Die Methodik erinnert ein wenig ans Fischen – der Wert der Arbeit wird offensichtlich an der Größe der Kartei gemessen. Ob es gelingt, die gesammelten Profildaten gerichtet auszuwerten und somit einen echten Mehrwert zu schaffen, wage ich zu bezweifeln.

Für Stellensuchende dürfte der Zustand eine echte Belastung darstellen, da sie sich immer und immer wieder auf nicht vorhandene Stellen bewerben und die Erfolgsquote damit systembedingt nahe dem Nullpunkt liegt.

Fazit? Wenn die Bundesagentur für Arbeit ihr Jobportal sicherer macht, wird sich nichts ändern – die privatwirtschaftlichen Anbieter (inkl. Xing & Co) haben keine Veranlassung ihren Content zu säubern, so dass bei der Jobsuche wohl der direkte Blick auf die Firmenhomepage angesagt ist. Bezahlte Angebote (Inserate, Werbung, etc.) dürften auch reeller sein, wenngleich natürlich die Anzahl Bewerber höher ist.