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Never-ending-Story: Intershop bei Heise

Es wundert mich schon seit geraumer Zeit, wie die Jenaer das machen: zwischen der Berichterstattung über echte global Player taucht regelmäßig die Firma Intershop aus Jena (aktueller Beitrag) bei heise.de auf. Wenn ich mir die Verhältnismäßigkeiten so zu gemüte führe (Unternehmen mit Milliardenumsätzen auf der ganzen Welt im Vergleich zur einem Mittelständler mit aktuell 30 Mio € Umsatz vornehmlich in Deutschland), kommt mir doch das Grübeln.

Um das Programm abzurunden könnte ich der Heise-Redaktion anbieten, eine kleine Seite ohne Umsatz – dafür aber mit regionalem Bezug – zu promoten.

Immerhin sind es diesmal erfreuliche Nachrichten: der Eigenkapitalanteil liegt bei 51% und die Bilanz wird schwarze Zahlen aufweisen – keine Milliarden, das Ergebnis 2007 lag mit 2 Mio € im roten Bereich – dieses Jahr möchte man 2 Mio € Gewinn erwirtschaften – aber nach längerer Durststrecke zumindest ein Teilerfolg.

Der Region rund um den blauen Intershoptower (und den momentan 240 Angestellten) ist weiterhin geschäftlicher Erfolg zu wünschen! In Summe finde ich es doch erfreulich, auch einige “kleinere News” geliefert zu bekommen.

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E-Commerce im Wandel der Zeit

Die Hersteller von E-Commerce-Systemen – im Spezialfall Onlineshops – haben eine schwere Zeit hinter sich. Während das Geschäft anfänglich über die Maßen boomte, kam direkt darauf die Einsicht der Käufergemeinde und die Umsätze (und damit die Gewinne und noch viel schlimmer auch die Erwartungen) brachen ein. Bei golem.de ist in einem Artikel über Oxid eSales zu lesen:

Shopsoftware-Hersteller haben es derzeit nicht leicht – einerseits hat die Open-Source-Szene mittlerweile respektable Projekte am Start, andererseits sind gerade im mittleren Leistungsbereich die Preise für kommerzielle Software stark gesunken. Nun hat die Oxid eSales AG, die E-Commerce-Software entwickelt, eine millionenschwere Finanzspritze erhalten.

Die Gelder sollen vornehmlich in Firmenwachstum investiert werden – neben ca. 30 Neueinstellungen hat man in Halle einen neuen Standort eröffnet.

Prominentestes Beispiel zu diesem Thema sollte die Intershop AG in Jena sein, die sich ebenfalls auf die Erstellung von E-Commerce-Applikationen justiert hat. Allein das Prozedere um den Intershop-Tower ist selten spektakulär.

Interessant in diesem Zusammenhang ist der extreme Einsatz von Opensource-Software. Während große Anbieter (ich meine wirklich große Anbieter) auf kommerzielle Systeme setzen, findet man diese schon im mittleren Rahmen nicht mehr. Durch die Koexistenz mehrerer (meiner Meinung nach sehr guter) Systeme, kann der Anwender anhand seiner Anforderungen problemlos ein System wählen. Die Customizingtätigkeiten beschränken sich auf ein Minimum, welches sicher gern von kleinen Agenturen übernommen wird. Hauptsächlich handelt es sich hierbei um Templateerstellung und die Programmierung einiger APIs, um beispielsweise eigene Warenwirtschaftssysteme mit dem Onlineshop zu koppeln und redundante Daten zu vermeiden.

Meine Wahl würde im Moment vermutlich auf osCommerce oder xt:Commerce fallen. Zweiteres wird mit Service zwar für 99 € vertrieben, ist aber auch noch frei zum Download zu finden.