Inspur Archiv

0

Rückt die Rettung näher?

Ungeachtet aller Einwände mehren sich die Fürsprecher der “chinesischen” Variante. Demnach könnte das Staatsunternehmen Inspur einsteigen – und damit zumindest einen Teil der Arbeitsplätze erhalten. 12 Tage vor Abschaltung der Produktionsanlagen wird der Druck auf alle Beteiligten größer und größer. Sachsens Regierung schließt eine Beteiligung nicht mehr aus – mehrere Hunder Qimonda-Angestellte zelebrieren bei der Bundesagentur für Arbeit einen “Einmarsch”.

Nach dem Ausschluss einer Staatsbeteiligung bringt Wirtschaftsminister Thomas Jurk eine weitere Möglichkeit ins Spiel: statt der bisher diskutierten 20% könnte der Freistaat sich mit 25,1% auch eine Sperrminorität am Unternehmen sichern. Gleichwohl ist die Unsicherheit über die Möglichkeiten der Politik in wirtschaftlichen Fahrwassern – gerade in Krisensituationen – groß.

Via SZ, Golem.

0

Qimonda-Rettung in letzter Sekunde?

Nachdem bei Heise gestern schon zu lesen war, dass seitens des chinesischem (Staats)Unternehmens Inspur Interesse an Qimonda besteht, ist dies heute auch in der Lokalpresse zu finden.

Noch ist die ganze Wahrheit nicht raus – gemunkelt wird jedoch um einen Einstieg unter der Bedingung, dass sich der Freistaat Sachsen (alternativ der Bund?) mit 20% beteiligen. Dieses Vorgehen könnte die Fördertöpfe öffnen, ohne die Unternehmen in der Speicherbranche aktuell nicht oberhalb der Verlustgrenze arbeiten können.

Michael Jaffé’s Vorschlag ist ein Investment in Höhe von 48% durch Inspur – 20% durch den Freistaat und weitere 14% durch Portugal. Summiert ergeben sich 82% – die verbleibenden 18% könnten in den Händen der Gläubiger aufgehen.

Abgesehen davon, dass der Freistaat direkte Beteiligungen bisher schroff zurückwies, steht die Frage nach dem Technologietransfer im Raum. Die “Buried Wordline”, mit der Qimonda den Durchbruch schaffen wollte, scheint das Interesse auf sich zu ziehen – ob es die Produktionsanlagen und die Mitarbeiter in Dresden und Portugal auch tun, bleibt vorerst unklar. In Anbetracht des engen Zeitfensters, welches durch extrem knappe Mittel bleibt, ist jedoch nicht davon auszugehen, dass seitens Qimonda die Möglichkeit zur Wahl besteht.