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GM-Tochter Saab beantragt Insolvenz

Der skandinavische Autobauer Saab hat heute vormittag Insolvenz beantragt. Die GM-Tochter wird jedoch trotz Zahlungsunfähigkeit die operativen Geschäfte weiter verfolgen.

Die Politik betrachtet diesen Schritt als “Warnschuss” für Opel. Die Rüsselsheimer arbeiten aktuell ein Rettungskonzept aus, um die Misere sozial verträglich zu überstehen. Ein Element des Konzepts könnte der Zusammenschluss von Saab und Opel werden. Obwohl Opel deutlich besser am Markt platziert ist, ist mehr und mehr von fehlender Größe gegenüber den Mitbewerbern zu lesen.

Opel beschäftigt derzeit ca. 26.000 Mitarbeiter – bei Saab sind es gerade 4.000. Eine mögliche Fusion würde somit eine Marke mit 30.000 Beschäftigten ergeben, die im Vergleich immernoch klein erscheint.

Dass jedoch auch das Gegenteil – also ein extrem großer Konzern – kein Garant für Wirtschaftlichkeit ist, demonstrieren die amerikanischen Autobauer aktuell. Ford, GM und Chrysler bitten erneut um Milliardenhilfen.

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GM in der Klemme – und Opel?

Der amerikanisch Hersteller General Motors ist defakto insolvent – wären da nicht die Milliardenhilfen seitens der US-Regierung. Der Konzern fasst weltweit aktuell 250.000 Mitarbeiter – ungefähr 26.000 auch an deutschen Standorten der Firma Opel.

Gestern wurde wild spekuliert, wie die Zukunft des Konzerns und auch der “Marke mit dem Blitz” aussehen könnte und als wahrscheinlich waren drastische Kostenreduzierungen, Werksschließungen und Entlassungen gehandelt worden. Eine Medienversion bestand darüber hinaus im “Verhungern lassen” der Marke.

Alles Spekulation? Die Nacht brachte nun einige Fakten. Es bleibt somit dabei, dass auch bei Opel Geld in großen Mengen gespaart werden muss – nicht jedoch die Schließung sondern vielmehr die Zusammenfassung der Marken Opel, Vauxhall und Saab könnten den gewünschten Effekt erzielen. Vor einem Verkauf der Marke scheuen sich die GM-Entscheider in Hinblick auf den fehlenden Erlös, der auf Grund der schlechten Marktlage wohl aktuell zu erzielen wäre und darüber hinaus stehen schlichtweg keine wirklich kaufinteressierten Interessenten zur Verfügung.

In Rüsselsheim heißt es nun “Konzepte schmieden” – nicht nur GM – auch die zur Hilfe gebetene Politik erwartet vom Vorstand tragfähige Konzepte. Auch eine Herauslösung wird nun nicht mehr ausgeschlossen. Bund und Länder stehen für dieses Unterfangen scheinbar Gewehr bei Fuß.

Überstanden ist die Misere lange nicht. Aktuell wird wohl gerade die Gürtelschnalle geöffnet, um im nächsten Schritt zwei bis drei Loch zuzulegen. Besonders gefährlich dürfte der erneute Milliardenbedarf bei GM sein, der wohl oder übel wieder aus amerikanischen Steuergeldern finanziert wird. Wie groß das Verständnis für ausländische Beschäftigte ist, wird sich an dieser sensiblen Stelle zeigen müssen.

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