Ungeachtet aller Einwände mehren sich die Fürsprecher der “chinesischen” Variante. Demnach könnte das Staatsunternehmen Inspur einsteigen – und damit zumindest einen Teil der Arbeitsplätze erhalten. 12 Tage vor Abschaltung der Produktionsanlagen wird der Druck auf alle Beteiligten größer und größer. Sachsens Regierung schließt eine Beteiligung nicht mehr aus – mehrere Hunder Qimonda-Angestellte zelebrieren bei der Bundesagentur für Arbeit einen “Einmarsch”.
Nach dem Ausschluss einer Staatsbeteiligung bringt Wirtschaftsminister Thomas Jurk eine weitere Möglichkeit ins Spiel: statt der bisher diskutierten 20% könnte der Freistaat sich mit 25,1% auch eine Sperrminorität am Unternehmen sichern. Gleichwohl ist die Unsicherheit über die Möglichkeiten der Politik in wirtschaftlichen Fahrwassern – gerade in Krisensituationen – groß.
