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Infineon Dresden erweitert Kapazitäten

Nach einer Vielzahl Negativschlagzeilen folgen zwischenzeitlich doch noch einige “Spitzlichter”. Der Chiphersteller Infineon erweitert in seinem Dresdner Werk die Kapazitäten um 10% und investiert dafür rund 18 Mio. €.

Nach der Qimonda-Pleite ist dies die erste Positiv-Nachricht, die mir untergekommen ist – auch wenn nicht von der Erweiterung des Personalstamms gesprochen wird. Darüber hinaus darf die Nachricht auch im Kontext der Halbleiterbranche positiv gewertet werden.

Via Heise, SZ, Golem.

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Qimonda-Rettungspaket steht

Nach dem Hin und Her inklusive gescheiterter Verhandlungen steht jetzt das Rettungspaket für Qimonda, welche hier in Dresden ein Werk mit aktuell noch ca. 3000 Mitarbeitern betreiben. Auch wenn es für 950 Mitarbeiter nicht reichen wird, ist es für die verbleibende Belegschaft ein Lichtblick.

Gelder kommen in Form von Krediten von:

  • Freistaat Sachsen (150 Mio. €)
  • Portugiesische Investitionsbank (100 Mio. €)
  • Infineon (75 Mio. €)

Interessant wird weiterhin der Preisverlauf für Speicher sein, der getrieben durch schnelle Technologiewechsel und scheinbar auch Überproduktion in eine Spirale geraten ist.

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Qimonda mit drastischen Einschnitten

Der Speicherchiphersteller Qimonda wird bis März einmal mehr Personal abbauen. Maßgeblich betroffen wird das Dresdner Werk mit 950 Stellenstreichungen sein. Dass sich darunter 200 Leiharbeiter befinden sollen, mildert die Berichterstattung wenig. Am Münchner Hauptsitz werden 600 Arbeitsplätze entfallen.

Bleibt zu hoffen, dass die drohende Insolvenz abgewendet werden kann. Die Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens wird im Falle der weiter erfolglos verlaufenden Investorensuche für März 2009 prognostiziert. Die Infineon-Ausgründung mit aktuell 13.000 Beschäftigten wird von der Mutter (77,5% der Anteile) keine Hilfe erwarten können. Im Gegenteil: Infineon kündigte an, Anteile an Aktionäre zu verschenken, sollte nicht demnächst ein Investor gefunden werden können. Ziel ist, die Beteiligung mindestens unter 50% zu drücken.

Die Anfrage für eine Staatsbürgschaft über 500 Mrd. € wurde zumindest vom Land Sachsen – wenn auch ohne konkrete Zusagen – geprüft und für diskutabel erachtet.

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Infineon mit Zahlen und Zukunftsplänen

Der Chiphersteller Infineon präsentierte heute die Quartalszahlen und gab auch gleich die weitere Vorgehensweise bekannt. Wieder einmal spielt die Speichertochter Quimonda mit Sonderabschreibungen eine nicht unwesentliche Rolle, so dass nun Taten folgen sollen. Eine Einsparung von 200 Mio. € sind das Ziel – und der erste Punkt der Tagesordnung sind Stellenstreichungen. Peter Bauer – neuer Chef des Halbleiterkonzerns – möchte die Größe des Unternehmens den Markterfordernissen anpassen – im Klartext bedeutet das 3.000 Stellenkürzungen über alle Standorte.

Seit einiger Zeit besteht das Bestreben, sich von der Tochter Quimonda zu trennen – ob sich ein Investor findet ist allerdings noch unklar. Ausgewiesen wird sie weiterhin als “nicht fortgeführte Aktivität”.

Für die Dresdner Region werden durch das Sparprogramm voraussichtlich 1.000 Arbeitsplätze wegfallen.

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