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Huber? Beckstein? War gestern…

Wo gehobelt wird, fallen Späne – das bleibt auch der CSU nicht erspart. Nach der eher blamablen Vorstellung des Duos Beckstein/ Huber ist es nun der ehemals in die Ecke gestellte Horst Seehofer, der heute zum Parteivorsitzenden und demnächst extrem wahrscheinlich zum Ministerpräsidenten gewählt wird. Dass auf dem Sonderparteitag Rufe nach Beckstein laut werden, kann ein Nicht-Franke wohl kaum nachvollziehen. Aus Becksteins Parole

Einen anständigen Bayern schüttelt es beim Gedanken an eine Koalition

ist ein Seehoferscher Koalitionsvertrag mit der FDP geworden. Für den Umstand, dass er das Wahlergebnis nicht zu verantworten hat eine recht respektable Bilanz.

Via FAZ.

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Huber weg… Beckstein – auch weg!

Nach Erwin Huber hat sich nun auch der Bayrische Ministerpräsident Gunther Beckstein von der politischen Bühne verabschiedet. Klar wie klare Brühe – welche politische Gruppierung hätte mit den Führungspersonen nach den Ansagen im Wahlkampf Koalitionsverhandlungen führen wollen?!

Die zwei sind nun noch garnicht wirklich von der Bildfläche verschwunden, so stehen die nächsten Kandidaten in den Startlöchern. Bundeslandwirtschaftsminister Seehofer scheint als Parteivorsitzender festzustehen, während für die Nachfolge Becksteins noch satte vier Kandidaten Aufstellung bezogen haben:

  • Joachim Hermman (Innenminister)
  • Thomas Goppel (Wirtschaftsminister)
  • Georg Schmid (Fraktionsvorsitzender)
  • Horst Seehofer (falls es zu keiner Einigung unter den anderen Kandidaten kommt)

Somit sind die Verlierer von gestern die Gewinner von heute.

Via FAZ, Sueddeutsche.

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Landtagswahl in Bayern – fette CSU-Klatsche…

Der heutige Tag hat die Alleinherrschaft der CSU in Bayern beendet und ich bin doch verwundert über die bunte Zusammensetzung des neuen Landtages.

Erstmal die groben Fakten der Hochrechnung:

  • CSU – 43 %
  • SPD – 19 %
  • Grüne – 9 %
  • Freie Wähler – 10 %
  • FDP – 8 %
  • Linke – 4 %
  • Sonstige – 6%

Gut – die CSU wird nun einen Verbündeten benötigen, um entscheidungsfähig zu bleiben – wie kommt man allerdings bei diesem Wahlergebnis (43% und damit klare Mehrheit) auf die Idee, eine Regierung unter Ausschluss der CSU zu bilden?! In der FAZ ist dazu zu lesen:

Der Spitzenkandidat der SPD, Franz Maget, nannte das prognostizierte Ergebnis ein „Erdbeben“ für die CSU. „Es gibt jetzt die Chance, eine Regierung ohne die CSU zu bilden“, sagte Maget im ZDF. „Das hätte noch vor einem halben Jahr niemand für möglich gehalten.“

Ich tippe doch auf Euphorie :-) Interessant wäre das Experiment allerdings schon – spinnt man den Gedanken weiter, könnte man ein Parlament theoretisch auch aus völlig unabhängigen und nicht in Parteien organisierten Bürgern zusammenstellen. Wenn die Interessensgruppen mit gleichen Anteilen wie in der Bevölkerung vertreten wären, könnte man ins Blaue behaupten, das wäre die ideale Demokratie… So – genug gespaßt.

Die Bilder des neuen Führungsduos Beckstein / Huber sprechen Bände – gleichwohl werden sie vorerst im Amt bleiben. Die Geschichte um das nicht zuletzt durch die genannten Herren forcierte Karriereende von Edmund Stoiber wird man die Tage nicht hören wollen – hatte er bei der letzten Wahl doch 60% der Stimmen und eine Zweidrittelmehrheit geholt.

Bier im Zelt und einige Parolen reichen halt doch nicht – auch nicht in Bayern.

Via der “Großen”: FAZ, Süddeutsche, Spiegel, FTD, Zeit.