hsdpa Archiv

0

Lobbyismus?

Das Angebot breitbandiger “Funkverbindungen” lässt den Anbietern, die aktuell über ihre Kabelnetze Datendienste anbieten, einen eiskalten Schauer über den Buckel laufen. Neben der Telekom trifft dies wohl maßgeblich die Kabelnetzbetreiber, die es bisher nicht wirklich geschafft haben, den Markt zu durchdringen.

Wie viel Wahrheitsgehalt hinter der Vermutung steht, dass die Datenübertragung den TV-Empfang störe, lasse ich lieber offen – Fakt ist, dass die Angebote im Bereich Data und Phone deutlichst Konkurrenz bekommen.

Der Blick über den Tellerrand lässt ohnehin vermuten, dass das mobile Internet kommt – die Frage ist ansich nur noch: Wann? Hätte ich die Wahl, würde ich mich bei gleichem Preis und sogar lediglich ähnlicher Leistung mit größter Freude der Mobilität zuwenden.

Im Punkt Störungen der TV-Netze bin ich mir wirklich unsicher, ob die geschirmten Kabelwege tatsächlich eine nennenswerte Anfälligkeit aufweisen. Ein möglicher Ausweg wäre dann TV via mobilem Internet. Noch ist das Zukunftsmusik – dass die Kabelnetze noch Jahrzehnte ihren Dienst tun, wage ich jedoch zu bezweifeln. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel – Glasfaserbündel zur Verbindung von Rechenzentren mit Knotenpunkten werden wohl eine höhere Lebenserwartung haben :-)

Via Golem.

0

Funkster – Quickster – Mir wird schlecht…

Mobile Datentarife 2.0 – da sich die Netzbetreiber offensichtlich nicht aus der Deckung trauen wollen, schießen sie über weitere Marken Tarife in den Markt. Der Fokus liegt mittlerweile klar auf Datenverkehr, wenngleich man sich gern ein Hintertürchen zu den hauseigenen, deutlich preisintensiveren Tarifen offen hält.

Soll heißen? Funkster ist ein neuer Datentarif im Netz von T-Mobile – vertrieben über die “Webmobilisten”. Die Konditionen wären:

  • “Werbe-Flat” mit 5GB-Begrenzung und Verbot für Instant Messaging und VoIP, was mittlerweile keinen mehr zu stören scheint.
  • 6 Monate Mindestlaufzeit zu je 9,95€
  • danach monatliche Vertragsverlängerung zu je 28,95€

Das Angebot über das magenta Netz scheint auch Vodafone dazu bewogen zu haben, mit besagtem Unternehmen eine Kooperation zu “extrem günstigen Konditionen” auszuhandeln. Unter dem Namen Quickster verbirgt sich folgendes:

  • “Angebotspreis” bei Abschluss bis 31.01.2009 von 24,95€ monatlich bei einer Laufzeit von 24 Monaten.
  • 5 GB-”Werbeflat” inklusive Verbot von Instant Messaging und VoIP

Beiden Tarifen schmeckt der Angebotsdruck von 9live nach, da mit Nachdruck auf “begrenzte Stückzahlen” verwiesen wird. Ich persönlich gehe nicht davon aus, dass sich die Preise für mobile Kommunikation sehr stabil verhalten werden…

Im Übrigen bietet auch Simyo einen ähnlichen Tarif (jedoch auf Prepaid-Basis) an. Dieser ist auf 1 GB beschränkt, bietet jedoch die Möglichkeit von IM- und VoIP-Diensten. HSDPA ist im E-Plus-Netz (noch) nicht drin – für mobiles Surfen würde ich UMTS jedoch als ausreichend erachten. Vertragslaufzeit? Gibt es zu diesem Angebot auch nicht, so dass bei Nichtgefallen ein direkter Ausstieg möglich ist. Sympatisch finde ich zudem den Umstand, dass man bei Simyo nicht versucht, mit dem Begriff “Flat” zu werben :-)

Wer ab und an geschäftlich unterwegs ist und nicht auf das WWW verzichten kann/ will, dem ist unter Umständen die Fonic-Tagesflat sympatisch. Für 2,50€ / 24h kann 1 GB transferiert werden, was für einen Tag extrem reichlich sein sollte.

Der Artikel stellt weder eine Kaufempfehlung dar noch soll er Marketingziele verfolgen ;-)

19

E-Plus mit HSDPA-Tests

Entgegen der bisherigen Strategie, das Netz auf Basis von UMTS ohne Datenbeschleunigung zu betreiben, wird E-Plus in Grabowhöfe einen Pilotversuch unternehmen, die Bevölkerung mittels HSDPA anzubinden. Das Interesse gilt scheinbar weniger der Versorgung für mobile Telefonie sondern vielmehr dem Angebot von Breitbanddiensten in ländlichen Regionen (welche bekanntermaßen DSL-unterversorgt sind). Die versprochenen 7,2 MBit/s dürften jedoch nur im “unmittelbaren Umfeld” der 60 Meter hohen Station verfügbar sein.

Gut vorstellbar ist allerdings der Gedanke, dass die Nutzerkreise ohne DSL-Möglichkeit selbst UTMS-Geschwindigkeiten mit Handkuss annehmen und Pauschaltarife buchen würden. Wenn die Versorgung damit flächendeckend ermöglicht werden kann, schwinden die Contra-Argumente gegen Null.

Darüber hinaus dürften sich die E-Plus- und Base-Flat-Nutzer über die neuerlichen Entwicklungen freuen, erhöht es doch die Chance auf ein Upgrade der Netz-Infrastruktur auch in Ballungsräumen.

0

UMTS und dann? LTE heißt der neue Standard

Wer es probiert hat, weiß: UMTS ist schneller als GPRS – aber nicht schnell genug. Abhilfe schafft momentan die Beschleunigung HSDPA, welche Datenübertragungen von bis zu 7,6 MBit/s zulässt. Darüber hinaus ist die beschleunigte Variante deutlich reaktionsschneller als der mittlerweile schon in die Tage gekommene UMTS-Standard. Beim Gedanken an die Lizenzgebühren, die die Netzbetreiber vor dem Start der UMTS-Datennetze zahlen wollten mussten, kann einem ganz schwindelig werden – auf der Profitseite dürften nach wie vor rote Zahlen bleiben.

Neben den (auch heute noch) mäßigen Tarifen dürfte der Standard selbst käuferseitig Fragen offen gelassen haben, so dass der Konsumwahn ausblieb. Die nächste Generation der mobilen Datenübertragung verspricht einiges mehr: LTE soll Übertragungen bis 100 MBit/s im Down- und 50 MBit/s im Upstream erlauben. Damit wird die Bandbreitenlücke zwischen kabelgebundener und mobiler Übertragung perspektivisch geschlossen. Ist die Verbindung darüber hinaus stabil und großflächig verfügbar, steht auch der Monetarisierung nichts im Weg. LG Electronics stellte bereits ein funktionierendes Endgerät vor, womit die größte Hürde genommen wäre. Der Termin für eine mögliche Markteinführung (der Endgeräte) wird für 2010 angenommen.

Offen bleibt die Frage nach dem Netzaufbau – sollte die Regulierung ähnlich kompliziert und teuer wie bei der Versteigerung der UMTS-Lizenzen werden, darf der Kunde eine weitere Generation abwarten. Ist dies nicht der Fall, rückt die Vision des “mobilen Servers” in Reichweite.

Via Golem.

1

E-Plus weiter ohne HSDPA

E-Plus-Chef Thorsten Dirks bleibt weiterhin beim mittlerweile eher lahmen UMTS statt das Netz des Mobilfunkanbieters auf HSDPA umzurüsten. Ich dächte, ich hätte Herrn Dirks noch mit der Kunde vom mobilen Geschäft im Ohr – aber egal.

Meiner Meinung nach dürfte die Investition in Werbung statt der Produktverbesserung eher dem kurzfristigen Geschäft anstelle langfristiger Planungen wohl tun. Vielleicht ist es aber genau das, was das Unternehmen momentan benötigt.

T-Mobile und Vodafone sind technologisch einen Schritt weiter und bieten großflächig schnelle mobile Datendienste an. Die Tarifstruktur verrät allerdings, dass einiges an Druck dahinterzustecken scheint.

Dass die Zukunft mit mobilem Internet nichts zu tun haben soll, kann ich kaum glauben. Momentan fehlt es lediglich noch an Kleinigkeiten, um den Bedarf wirklich zu wecken – setzen sich Endgeräte mit anständiger Benutzerführung durch, welche darüber hinaus Browser mitbringen, die “normale” Webseiten brauchbar auf das Handy zaubern, dürfte der Durchbruch geschafft sein.

Zeichen auf die Entwicklung in Richtung mobilem Internet sind aktuell die Angebote von Bild und RTL (ohne hier die Qualität der Inhalte bewerten zu wollen…). Beide Anbieter erlauben mit den hauseigenen SIM-Karten die kostenfreie Nutzung der eigenen Portale. Viele Bauchlandungen, wie sie es einst bei Vodafone mit (fast ausschließlich) kostenpflichtigen Inhalten im Vodafone Live Portal gab, braucht die Branche meiner Meinung nach nicht mehr.

Via Handelsblatt & Golem.

2

Datenflop bei Vodafone – Flat ist noch weniger Flat!

Da wird geworben, dass sich die Bäume biegen und wenn es um die Erbringung der Leistung geht, ist der Ärger für den Kunden groß.

Vodafones Mobile Connect-Tarife Flat und Flat Plus sind keine wirklichen Flatrates – soweit ist das erstmal nicht neu. Hinzu kommt zum ersten das Verbot zur Nutzung von Peer-to-Peer-Netzwerken. Abgesehen vom schlechten Ruf dieser Netze gibt es durchaus legale Anwendungsmöglichkeiten. Dass man beim Kauf eines Internetzugangs allerdings davon abgehalten wird, gleicht ein wenig der chinesischen Regulation.

Vorstellen kann ich mir, dass die darüber übertragenen Datenvolumina das “normale Maß” übersteigen können. Den Kunden interessiert die (in diesem Fall offensichtlich fehlerhafte) Preiskalkulation allerdings nicht.

Punkt zwei auf der Tagesordnung wären die Instant-Messaging-Dienste. Weil der Konzern scheinbar Angst um die SMS-Umsätze hat, sind diese kleinen und extrem verbreiteten Tools verboten. Das ist schon ziemlich extrem, da beim Netzbetreiber kaum Kosten durch die Nutzung entstehen. Dieser Punkt wäre für mich ein klares KO-Argument.

Die Modalitäten gelten für Kunden, die ihren Vertrag nach dem 01.08.2008 abgeschlossen haben. Vorher galten 10GB als “Drosselgrenze” und Verbote von Peer-to-Peer sowie Instant Messaging gab es auch nicht.

Fazit: Es wird nicht lange dauern, bis auch T-Mobile sein Erbringungsgefüge angepasst hat – somit hat der Kunde wie gewohnt keine Wahl. Schön :-)

Seite 1 von 212